Trotz Afriyie sucht FCZ weiter Stürmer
Jetzt muss Bickel den Hilfs-Sportchef machen

Der FCZ sucht ohne Sportchef einen neuen Stürmer. Trainer Bo Henriksen erklärt, mit welcher Lösung das nun intern abläuft.
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FCZ-Chefscout Thomas Bickel: Sonst arbeitet er perspektivisch, nun muss er für den Sturm eine sofortige Lösung suchen.
Foto: Sven Thomann
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Ungeschlagener Leader nach drei Runden – der FCZ ist erstmals seit dem Meisterjahr zurück auf Rang 1. Dennoch soll das Team, das über den Sommer zusammengeblieben ist und deshalb sehr gut eingespielt ist, zumindest im Sturm noch verstärkt werden.

FCZ-Trainer Bo Henriksen (48) fordert seit vielen Wochen einen neuen Stürmer. Dass zuletzt gegen Lugano Ghana-Sturmtalent Daniel Afriyie (22) mit seinem Doppelplack den Knopf aufmacht, ändert daran nichts. Denn Afriyie ist gar kein Mittelstürmer, die Lösung ist aus der Not geboren. Weil eben noch kein neuer Knipser da ist.

Thomas Bickel war vor Jurendic Sportchef

Doch wer sucht eigentlich nach dem Abgang von Sportchef Marinko Jurendic (45, zu Augsburg) das neue Personal? Henriksen ist zwar Sportchef ad interim. Aber der Däne ist logischerweise hauptsächlich mit der Trainingsarbeit beschäftigt.

Es ist Chefscout Thomas Bickel (59), der in dieser Transferperiode quasi zum Hilfs-Sportchef aufsteigt. Denn Spieleragent Milos Malenovic (38), der als externer Berater die FCZ-Strukturen beleuchtet und ein grosses Netzwerk hat, konzentriert sich vorderhand auf die Transfers seiner eigenen Agentur.

Auch eine Ausleihe kommt in Frage

Henriksen über Bickels Stürmersuche: «Er arbeitet 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche daran.» Ausgerechnet Bickel. Der ehemalige Nati-Star war Jurendics Vorgänger als Sportchef, wurde dann 2020 in einer Umstrukturierung des sportlichen Bereichs degradiert und blieb als Chefscout dem Klub erhalten. Als Scout arbeitet er im Normalfall eher perspektivisch, nun ist eine sofortige Lösung gefragt.

Wegen der beschränkten FCZ-Mittel braucht Bickel eine «Trüffelschweinmentalität» (O-Ton Ancillo Canepa), um irgendwo ein günstiges Sturmjuwel zu finden. Gemäss Henriksen kommt aber auch eine Ausleihe in Frage: «Wenn die grossen Ligen gestartet sind, wird unsere Suche leichter. Denn dann zeichnet sich ab, welche Spieler auf der Bank sitzen und noch wechseln wollen.»

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
35
35
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
35
22
63
3
FC Lugano
FC Lugano
35
14
63
4
FC Sion
FC Sion
35
21
58
5
FC Basel
FC Basel
35
6
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
35
3
48
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
35
6
46
2
Servette FC
Servette FC
35
4
46
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
35
-9
42
4
FC Zürich
FC Zürich
35
-21
35
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
35
-28
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
35
-53
20
Relegation Play-Offs
Abstieg
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