Perea versiebt Penalty und Punktgewinn in der Nachspielzeit
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Wilde Partie im Letzigrund:Perea versiebt Penalty und Punktgewinn in der Nachspielzeit

Trotz 3:2-Sieg in Zürich
YB-Trainer kritisiert die Mentalität seiner Spieler

Trotz Aufwärtstrend: Den Young Boys fehlt die richtige Einstellung, um Tore zu verhindern, befindet Trainer Giorgio Contini.
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«Ich habe nie gesagt, dass wir defensiv keine Probleme haben.» YB-Trainer Giorgio Contini.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • YB gewinnt 3:2 gegen FCZ trotz defensiver Probleme
  • Trainer Contini kritisiert Mentalität und Verteidigungsarbeit der Mannschaft
  • YB erzielt in zwei Spielen je drei Tore
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Florian RazReporter Fussball

Vielleicht hat die Zeitumstellung mitgeholfen. Jedenfalls hat diesmal dem Vernehmen nach kein Spieler der Young Boys das Team-Meeting vor dem Spiel verschlafen. Anders als noch Joël Monteiro (26) vor dem 1:2 gegen St. Gallen. Ein Problem mit der Einstellung hat diese Mannschaft trotzdem – befindet ihr Trainer. Und das auch nach einem 3:2-Sieg beim FC Zürich.

«Es geht um das Bewusstsein», stellt Giorgio Contini (51) nach Spielschluss fest, «um das bewusste Verteidigen.» Und er legt nach: «Da reden wir nicht über Taktik oder Technik. Da geht es um Mentalität.»

Matchwinner Fassnacht ärgert sich

Wer YB in Letzigrund sieht, versteht, was Giorgio Contini (51) meint. Da gehen seine Berner absolut verdient 1:0 in Führung. Sie dominieren Spiel und Gegner. Aber als der Schiedsrichter zur Pause pfeift, steht es 2:1 für den FCZ.

«Wir haben wieder zwei Tore hergeschenkt», ärgert sich danach Matchwinner Christian Fassnacht (32), «da ist der Wurm drin bei uns: Dass wir defensiv den Gegner zu einfach zu Torchancen und dann auch zu Toren kommen lassen.»

Heftig war in dieser Saison bislang die Kritik am ideen- und kraftlosen Offensivspiel der Berner. Dann schiesst YB gegen Rasgrad und Zürich je drei Tore. Und es stellt sich heraus: Das YB-Problem liegt hinten!

In Zürich versuchen die Berner nach dem 1:0 und nach dem 3:2 jeweils, das Ergebnis über die Runden zu schaukeln. Aber das können sie einfach nicht. Da wackeln die Innenverteidiger Tanguy Zoukrou (22) und Loris Benito (33) wie beim 1:1. Da ist Goalie Marvin Keller (23) derzeit ungewohnt unsauber unterwegs, wie beim Abpraller vor dem 1:2. Was er erfrischend offen zugibt: «Den kann ich fangen oder anders abwehren. Diskussionslos.» Da ist ein Jaouen Hadjam (22), der vielleicht noch einmal einen Grundkurs belegen sollte. Thema: «Warum verteidigen zur Arbeit eines Verteidigers gehört.»

Was der wankenden Abwehr wirklich fehlt

Vor allem aber fehlt vor dieser wankenden Abwehrreihe ein Schutzschild. Ein zentrales Mittelfeld als Bollwerk, das all die Tempoprobleme der eigenen Abwehrspieler gegen den Ball, all die Ängste beim Spielaufbau mit Ball auffangen könnte. Edimilson Fernandes (29) und Rayan Raveloson (28) sind als Führungsspieler geholt worden. Aber wenn es hart auf hart geht, tauchen sie zu oft ab.

Als Blick Contini auf die Defizite in der Berner Abwehr anspricht, meint der YB-Coach: «Ich habe ja nie gesagt, dass wir defensiv keine Probleme haben.» Und er zählt auf, was derzeit nicht gut läuft. «Probleme in der Restverteidigung», sprich nach eigenen Ballverlusten. «Sechser, die manchmal im Pressing zu tief stehen – dann gibt es Löcher.» Und «der eine Meter», der fehlt, um Tore zu verhindern.

Immerhin – Contini hat im FCZ-Spiel ein paar Momente entdeckt, die er seinen Spielern vielleicht als positive Video-Schnipsel präsentieren kann: «So, wie wir am Ende verteidigen – diese Solidarität brauchen wir.»

Und wenn der Gegner dann noch in der 94. Minute einen Penalty verschiesst, reicht das sogar zum zweiten 3:2-Sieg hintereinander. «Das gibt uns Selbstvertrauen», sagt Giorgio Contini noch, bevor er sich auf den Weg aus dem Letzigrund macht. Am Donnerstag spielen seine Berner bereits wieder hier – gegen die Grasshoppers. Ein dritter Sieg in Serie könnte dem zarten Pflänzchen YB neue Stabilität schenken.

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Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
35
35
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
35
22
63
3
FC Lugano
FC Lugano
35
14
63
4
FC Sion
FC Sion
35
21
58
5
FC Basel
FC Basel
35
6
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
35
3
48
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
35
6
46
2
Servette FC
Servette FC
35
4
46
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
35
-9
42
4
FC Zürich
FC Zürich
35
-21
35
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
35
-28
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
35
-53
20
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