Darum gehts
- FC Thun kassiert erneut frühes Gegentor, verliert gegen Basel im Joggeli
- Thuner Abwehr mit elf Gegentoren nach drei Saisonspielen überfordert
- Mittwoch: Europa-League-Quali gegen Reykjavik, Hinspiel 3:0 gewonnen
Zumindest in diesem Bereich kann man dem FC Thun keine fehlende Konstanz vorwerfen. Im dritten Super-League-Spiel dieser Saison liegt der Meister zum dritten Mal nach zehn Minuten schon 0:1 zurück. «Das ist nicht gut», fasst es Trainer Gian-Luca Privitelli (48) zusammen.
Anders als vor einer Woche zu Hause gegen YB (0:6) ist es kein Katastrophen-Auftritt im Joggeli. Die Thuner haben mehr Ballbesitz, spielen mehr Pässe und haben am Ende auch mehr Schüsse auf dem Konto. «Die zweite Halbzeit war alles in allem okay», findet Privitelli. «Aber unter dem Strich ist es ein verdienter Sieg für Basel.»
Dieser ist am Ende vor allem auf die löchrige Thuner Abwehr zurückzuführen, die sich im dritten Saisonspiel die Gegentore acht bis elf einfängt. Dabei bringt Privitelli mit Fabio Fehr, Nicolas Bürgy und Jan Bamert drei Verteidiger, die schon beim 3:0 unter der Woche gegen Vikingur in der Startelf standen. Weil der Thuner Coach aber seine restliche Mannschaft erneut auf sechs Positionen umstellt, fehlt die nötige Abstimmung.
Englische Wochen bis Dezember?
Doch warum wechseln die Berner Oberländer verhältnismässig früh in der Saison bereits derart intensiv durch? Dafür verantwortlich ist das intensive Thuner Spiel mit hohem Pressing und hoher Laufintensität, auf das Privitelli wie schon Vorgänger Mauro Lustrinelli (50) setzt.
Lucien Dähler ist überzeugt, dass diese Spielweise trotz des dichten Terminkalenders weiterhin der richtige Weg ist. «Unser System ist nicht auf einzelne Namen ausgelegt. Wir müssen trotz Rotation fähig sein, unser Spiel auf den Platz zu bringen», findet der Rechtsverteidiger. Allerdings gibt auch Dähler zu: «Mit unseren Leistungen in der Meisterschaft sind wir aktuell sicher nicht zufrieden.»
Ein Ende der Thuner Wechselmassnahmen ist aber vorerst nicht in Sicht. Am Mittwoch geht es für die Berner Oberländer in der dritten Runde der Europa-League-Quali nach Reykjavik. Nach dem 3:0 im Hinspiel reicht eine knappe Niederlage, um sich vorzeitig einen Platz in der Ligaphase der Conference League zu sichern – und damit bis mindestens Dezember europäisch unterwegs zu sein. Doch wie hoch ist der Preis, den der Meister dafür in der Liga zahlt?
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 3 | 9 | 9 | |
2 | BSC Young Boys | 3 | 8 | 7 | |
3 | FC St. Gallen | 3 | 2 | 7 | |
4 | FC Sion | 3 | 2 | 6 | |
5 | FC Basel | 3 | 2 | 6 | |
6 | FC Lausanne-Sport | 3 | 1 | 5 | |
7 | Servette FC | 3 | -1 | 3 | |
8 | FC Zürich | 3 | -5 | 3 | |
9 | FC Thun | 3 | -6 | 3 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 3 | -4 | 1 | |
11 | FC Luzern | 3 | -5 | 1 | |
12 | FC Vaduz | 3 | -3 | 0 |

