VRQhQ1MpnosqO0_poster.jpg
0:50
Albrecht zur Sportchef-Rolle:«Immer mehr eine Abneigung gegen das System entwickelt»

Albrecht über Thun-Abgang
«Hatte die Befürchtung, dass es eskalieren könnte»

Thuns Sportchef Dominik Albrecht räumt seinen Posten aus eigenem Willen. Am Mittwoch erklärt er selbst, warum er zu diesem Entscheid gekommen ist – und wie er zu einer allfälligen Rückkehr zum Meister in Zukunft steht.
Kommentieren
1/4
Dominik Albrecht nennt vor allem familiäre Gründe, warum er als Thun-Sportchef aufhört.
Foto: keystone-sda.ch
file84q6ciuzdb71cq3kl16kn-1.jpg
Davide MalinconicoRedaktor Sport

Die wichtigste Nachricht vorweg: Dominik Albrecht (40) geht es gut. Sein Rücktritt als Sportchef beim FC Thun ist vor allem der schwierigen Balance zwischen Familienleben und den extrem «intensiven» Anforderungen des Berufes als Sportchef geschuldet: «Dieser Spagat war das Herausforderndste am ganzen Job.» Für ihn sei klar gewesen, dass er diese Funktion nicht jahrelang ausüben werde: «Mein persönliches Wohlbefinden stand im Vordergrund.»

Dass der Entscheid genau jetzt fällt, liegt daran, dass er zum einen erneut einen Sommer erlebte, in dem er seine drei Kinder kaum sah. «Der Drang, aus familiären Gründen loszulassen, wurde immer stärker.» Zum anderen kollidierte das Verhalten bestimmter Spielervermittler mit seinen Werten.

Albrecht räumt ein, dass ihn diese Vorkommnisse zunehmend genervt hätten: «Ich bin eigentlich ein ruhiger Mensch, konnte aber nicht mehr garantieren, dass es nicht irgendwann eskaliert.» Der definitive Entschluss fiel vergangenen Donnerstag, das Thema sei aber schon vor dem Saisonstart ein Thema gewesen.

Rückkehr noch nicht fix

Präsident Andres Gerber (53) und Neo-Sportchef Simone Rapp (33) zeigen Verständnis. «Sportchef ist ein taffer Job – mit Familie erst recht», so Gerber. Er freue sich, dass es kein endgültiger Abschied von Albrecht sei.

Ganz so spruchreif ist die Zukunft allerdings noch nicht: «Es ist angedacht, dass ich in einer anderen Rolle zurückkomme – Betonung auf ‹angedacht›. Fix ist noch nichts, aber eine Rückkehr in einer ähnlichen Funktion ist ausgeschlossen», so der scheidende Sportchef. Läuft alles wie erhofft, sei ein Wiedereinstieg frühestens Mitte Oktober ein Thema – direkt nach den Herbstferien, die er voll und ganz seiner Familie widmen möchte.

Hier gibts die Pressekonferenz zum Nachlesen:

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen