Darum gehts
- Thun will beim FCZ die Wende nach den Ferien bestätigen
- Privitelli setzt ab sofort auf klarere Zuständigkeiten
- Der FCZ liegt nur einen Punkt vor Thun und ist hinten anfällig
Die News der Woche
Der Meistertitel hat in Thun auch finanziell Spuren hinterlassen. Dies aber weniger positiv als erwartet. Seit einer Woche ist klar: Der FC Thun weist im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 6,7 Millionen Franken aus. Die Rechnung umfasst allerdings 18 Monate, von Januar 2025 bis Ende Juni 2026. Zusätzliches Personal liessen die Kosten steigen. Die Einnahmen aus den meisten Sommertransfers ausserdem noch nicht in dieser Rechnung enthalten. Zusammen mit den Millionen aus der Conference League sollte sich die Kasse deshalb wieder füllen.
Die grosse Frage
Konnten die Thuner ihre freien Tage nutzen? Nach dem schwierigen Saisonstart verordnete Privitelli den Spielern ohne Trainingsrückstand eine Woche frei. Auch er selbst machte Ferien. «Die Ferien konnten wir gut gebrauchen», sagt er zu Blick. Durchatmen, den Kopf lüften – nach 16 Pflichtspielen und einem Sommer mit so vielen Neuzugängen war das nötig. Ob die Frische zurück ist, muss der Meister nun beim FCZ zeigen.
Gesagt ist gesagt
«Ich wollte bei der Spielidee schon etwas zu früh tief ins Detail gehen.» Gian-Luca Privitelli startet selbstkritisch und reflektiert wieder in den Ligabetrieb. Im Blick-Interview räumt er ein, Zuständigkeiten zu spät geklärt und zeitweise zu viele Meinungen einbezogen zu haben. Die Erkenntnis seines Staffs: Weniger ist mehr. Das ganze Interview mit dem Thun-Trainer gibts hier.
Die Blick-Prognose
Der 2:1-Sieg in Vaduz vor der Pause hat Thun etwas Luft verschafft. Nun bietet sich im Letzigrund die Chance, nachzulegen und zur oberen Tabellenhälfte aufzuschliessen: Der FCZ steht nur einen Punkt vor dem Meister und ist mit 20 Gegentoren ebenfalls anfällig. Thun hat sogar schon 23 kassiert. Chancen dürfte es deshalb auf beiden Seiten geben. Blick traut den Gästen aber einen mutigen Auftritt zu im Duell der beiden Reichmuth-Brüder Miguel (FCZ) und Nils (Thun).
Mögliche Aufstellung
Steffen; Dähler, Bamert, Zoukit, Strannegård; Roth, Käit; Reichmuth, Saiz; Labeau, Dursun.
Wer fehlt?
Marco Bürki (gesperrt) sowie Marc Gutbub, Genis Montolio und Mats Seiler (alle verletzt).
Die Klassenbesten
Der Blick-Notenschnitt nach 9 Runden:
- Gutbub 4,5
- Dursun 4,25
- Käit 4,0
Der Schiedsrichter
Hajrim Qovanaj leitet die Partie. VAR ist Mirel Turkes.
Der Gegner
Philippe Kény hat in den letzten beiden Ligaspielen getroffen, der FCZ ist seit drei Partien ungeschlagen. Doch die Zürcher mussten in ihren letzten sieben Spielen immer mindestens ein Gegentor hinnehmen. Diese anfällige Defensive bietet Chancen auf Punkte für Thun. Hier gehts zum FCZ-Inside.
Runde
- Sa., Lugano – Luzern, 18.00 Uhr
- Sa., Servette – Sion, 18.00 Uhr
- Sa., FCZ – Thun, 18.00 Uhr
- So., GC – YB 14.00 Uhr
- So., St. Gallen – Lausanne 16.30 Uhr
- So., Vaduz – Basel 16.30 Uhr
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 9 | 20 | 25 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
6 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
7 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
8 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
9 | FC Thun | 9 | -8 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |