Früher GC-Treffer reicht
YB verliert nächstes Heimspiel und Leader Benito

Schlechter hätte das Spiel für YB nicht beginnen können. Nach nur vier Minuten ist der Meister 0:1 hinten und kann anschliessend nicht reagieren. Damit warten die Berner immer noch auf den ersten Heimsieg in der Liga.
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Nächste Heimniederlage für YB.
Foto: Claudio De Capitani/freshfocus

Das gab zu reden

Nicht schon wieder! Nur eine Woche nach seinem Super-League-Comeback muss Loris Benito eine Viertelstunde vor Schluss verletzt vom Platz. Auf der Ersatzbank wird der Oberschenkel des YB-Captains sofort dick eingepackt. War es das mit einem Einsatz am Dienstag gegen Barcelona?

Das Spiel

Nach knapp vier Minuten steht GC-Trainer Schällibaum verdutzt an der Seitenlinie und dreht sich mit fragendem Blick zur eigenen Bank. Auf dem Platz geht es Morandi ähnlich. Aber der Ball ist tatsächlich im YB-Tor, auch wenn GC es zuerst nicht wirklich glauben kann. Für YB ist es ein erdenklich schlechter Start ins Spiel. Die Berner wirken verunsichert, kommen nicht ins Spiel.

GC überzeugt im Wankdorf nicht unbedingt, die Zürcher haben einfach Glück, dass YB kaum gefährlich wird. Obwohl die Hausherren nach dem Seitenwechsel einen Gang raufschalten, bleiben sie grösstenteils ungefährlich. GC-Goalie Hammel ist zum ersten Mal in der 65. Minute bei einem Ugrinic-Abschluss gefordert – symptomatisch für die uninspirierte YB-Offensive.

In der 79. Minute läuft Morandi auf von Ballmoos zu und wird von Athekame mit einer Grätsche am Bein getroffen. Zum Glück für die Berner zeigt Schiedsrichter Urs Schnyder nicht auf den Punkt. Zwar ist YB im zweiten Durchgang besser, GC verteidigt aber souverän. So steht YB auch nach acht Liga-Spielen ohne Heimsieg da und wird unter Pfiffen nach Barcelona zum Königsklassen-Kracher verabschiedet. Dabei verliert YB nicht nur das Spiel, sondern auch Leaderfigur Benito.

Das Tor

4. Minute, Giotto Morandi, 0:1: Da schaut sogar GC-Trainer Schällibaum ungläubig drein. Lee leitet mit dem Kopf in den Lauf von Morandi weiter, dieser hält an der Strafraumgrenze drauf. Weil Camara noch den Fuss reinstreckt, entsteht eine skurrile Bogenlampe, die hinter von Ballmoos unhaltbar ins Tor fällt.

Die Stimmen

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2:06
Benito nach Niederlage:«Wieder eine grosse Ernüchterung»

Von Ballmoos bei Blue: «Wir haben früh einen Gegentreffer bekommen. Das ist aktuell unsere Situation. Der erste Schuss landet im Tor. Wir schaffen es in der ersten Halbzeit dann nicht, zwingend zu werden, und haben Fehler im Spiel. Wir sind gut in die zweite Halbzeit gestartet, schaffen es aber nicht, den Druck aufrechtzuerhalten. So haben wir es uns am Schluss auch nicht verdient. Es ist eine sehr schwierige Situation – das müssen wir nicht schönreden. Auf der anderen Seite wissen wir genau, dass wir als Mannschaft näher zusammenrücken. Es hilft uns niemand. Wir müssen mehr unter der Woche arbeiten. Da ist Eigenverantwortung von jedem gefragt.»

Patrick Rahmen bei Blue: «Ich habe im Moment noch keine Erklärung für die erste Halbzeit. Natürlich geraten wir mit der ersten Aktion in Rückstand, aber das müssen wir wegstecken. Es ist ein Nackenschlag. Aber, dass wir bis zur Halbzeit nichts hinkriegen, ist enttäuschend. Die zweite Halbzeit war sicher besser, aber auch da stelle ich mir das anders vor. Es ist nicht einfach im Moment, auch wenn wir letzte Wochen einmal gewonnen haben. Wir wissen, dass wir unter Zugzwang sind. Wir müssen das annehmen und besser machen.»

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Torschütze Morandi über Sieg:«Keiner erwartete, dass wir bis am Ende zu null spielen»

Der Beste

Zu Beginn fast arbeitslos, rettet GC-Goalie Justin Hammel in der zweiten Hälfte mit mehreren starken Paraden den Zürcher Sieg.

Der Schlechteste

Statt ins Kopfball-Duell zu gehen, schaut Abdu Conté beim 0:1 nur zu. Auch sonst wahnsinnig fehleranfällig. Muss zur Pause runter.

Die Zuschauer

26’203 Fans weisen die Berner aus – so wenige wie seit Januar 2024 gegen Yverdon nicht mehr. In Wirklichkeit dürften es bei schon fast winterlichen Temperaturen noch einige weniger gewesen sein.

Das Schiedsrichter-Gespann

Urs Schnyder (Schiedsrichter), Marco Zürcher (Assistent), Benjamin Zürcher (Assistent), Fedayi San (VAR). Schnyder entscheidet sich für eine strenge Linie und zückt schon in der Startphase dreimal Gelb. Bleibt aber fehlerfrei.

So gehts weiter

Für YB geht es Schlag auf Schlag. Am Dienstag um 21 Uhr geht es für die Berner in der Champions League auswärts gegen das grosse Barcelona. Am Sonntag, 6. Oktober, um 16.30 Uhr, kommt es zum Duell gegen den FC Basel. GC spielt am Samstag, 5. Oktober, um 20.30 Uhr in Winterthur.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
9
20
25
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
9
13
19
3
FC Sion
FC Sion
9
9
19
4
FC Basel
FC Basel
9
0
13
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
9
-3
13
6
FC Luzern
FC Luzern
9
-1
12
7
FC Zürich
FC Zürich
9
-6
11
8
Servette FC
Servette FC
9
-2
10
9
FC Thun
FC Thun
9
-8
10
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
9
-11
8
11
FC Vaduz
FC Vaduz
9
-3
6
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
9
-8
6
Meisterschaftsrunde
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