Das Spiel: Heisse Zweikämpfe, umstrittene Entscheide, kleine Schubsereien und fünf Tore: Der Kracher in St. Gallen braucht keine grosse Anlaufzeit. Da ist von Beginn an Zunder drin. Dereck Kutesa lässt das Stadion mit seinem Führungstor für die Espen ein erstes Mal kochen. Aber dann zeigt der Meister, weshalb er da oben in der Tabelle so einsam seine Kreise zieht. Die YB-Offensive schlägt eiskalt zu, schafft die Wende. Allerdings bekunden die Berner auch Glück, dass der Schiedsrichter an diesem Nachmittag nicht ganz auf der Höhe ist (siehe «Das gab zu reden»). Die St. Galler kämpfen nach dem Zwischentief in der ersten Halbzeit tapfer, kommen in der Schlussphase noch einmal heran – an der Pleite können sie aber nichts mehr ändern.
Das gab zu reden: Dass Ref Bieri und seine Assistenten die knappe Offsideposition von Roger Assalé vorm 1:3 nicht erkennen – geschenkt! Den Fuss von Nicolas Moumi Ngamaleu am Kopf von Espe Majeed Ashimeru nicht zu sehen, ist allerdings eine böse Fehlleistung. Ngamaleu hätte vom Platz gehört!
Die Tore:
13. Minute, 0:1 | Dereck Kutesa | Sandro Lauper klärt ungenügend. Vincent Sierro profitiert, spielt mit Kutesa einen Doppelpass – und Letzterer markiert eiskalt das Führungstor für die Espen. Mit einem trockenen Flachschuss in die Ecke.
18. Minute, 1:1 | Jean-Pierre Nsame | Kevin Mbabu bringt den Ball mustergültig in den Strafraum. Dort rauscht Nsame heran und nickt aus kurzer Distanz ein.
26. Minute, 1:2 | Jean-Pierre Nsame | Es ist eine Kopie des ersten YB-Tores. Mbabu flankt, Nsame trifft per Kopf.
34. Minute, 1:3 | Roger Assalé | Es kommt knüppeldick für die Espen. Kurz nach einer Ausgleichschance von Kekuta Manneh schiebt YB-Rakete Assalé zum 3:1 ein. Allerdings: Er stand dabei wohl im Abseits.
86. Minute, 2:3 | Vincent Sierro | Foul von Sanogo im Strafraum – es gibt Penalty für die St. Galler. Sierro verwandelt souverän vom Punkt.
Der Beste: Jean-Pierre Nsame. Der YB-Kraftprotz nutzt seine Wucht für zwei Tore.
Der Schlechteste: Silvan Hefti. Dass Nsame doppelt trifft, ist massgeblich die Schuld des Espen-Captains.
So gehts weiter: Jetzt folgt erst einmal die Nati-Pause. Danach muss der FCSG am 25. November auswärts bei GC ran (16 Uhr), einen Tag zuvor empfängt YB im Stade de Suisse den FC Lugano (19 Uhr).
*******
St. Gallen – YB 2:3 (1:3)
Kybunpark, 14 597 Fans, SR Bieri (2).
Tore: 13. Kutesa (Sierro) 1:0.18. Nsame (Mbabu) 1:1. 26. Nsame (Mbabu) 1:2. 34. Assalé (Sanogo) 1:3. 86. Sierro (Foulpenalty) 2:3.
St. Gallen: Stojanovic; Bakayoko, Hefti, Mosevich, Kchouk (46. Wittwer); Ashimeru, Quintilla (82. Kräuchi), Sierro; Barnetta; Kutesa, Manneh (67. Buess).
YB: Von Ballmoos; Mbabu, Lauper, von Bergen, Benito; Fassnacht (70. Schick), Sow, Sanogo, Ngamaleu (70. Sulejmani); Assalé, Nsame (78. Aebischer).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Itten, Tafer (verletzt), Vilotic, Ben Khalifa, Koch, Muheim, Nuhu, Tolino (nicht im Aufgebot). YB ohne Wüthrich, Lotomba (verletzt), Garcia, Kronig, Teixeira, Seydoux, Marzino (nicht im Aufgebot). 7. Offside-Tor von Assalé. 53. Pfostenschuss Ashimeru.
Gelb: 12. Ngamaleu (Foul). 30. Mbabu, 30. Manneh (beide Unsportlichkeit). 84. Sulejmani (Foul). 88. Bakayoko (Foul). 89. Aebsicher (Foul), Assalé (Reklamieren).
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 9 | 20 | 25 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
6 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
7 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
8 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
9 | FC Thun | 9 | -8 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |