Traum-Comeback nach Schläfenbeinbruch
Helm-Mann Fassnacht erlöst YB

Meister YB beisst sich zum Rückrunden-Auftakt gegen Lugano fast die Zähne aus – bis ein Mann zuschlägt, der in den letzten Monaten untendurch musste. YB schlägt Lugano 1:0.
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Simon Strimer, Stefan Kreis (Text) und Benjamin Soland (Fotos)
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Erlösender Torjubel: Christian Fassnacht kehrt nach seiner Verletzung mit Helm zurück und trifft!
Foto: Benjamin Soland

Das Spiel: 64. Minute – die Erlösung für alle Zuschauer im Wankdorf: Lugano-Stürmer Bottani feuert nach einem Konter den ersten ernstzunehmenden Torschuss der ganzen Partie ab. Endlich! So kann sich auch der neue YB-Keeper Anthony Racioppi in Szene setzen. Der letztjährige U21-Natigoalie packt eine starke Parade aus.

Acht Minuten später schlägt YB die Tessiner mit den eigenen Waffen: Konter über den linken Flügel, Sulejmani entwischt der Lugano-Abwehr und bedient den heranstürmenden Fassnacht, der trifft. Ausgerechnet Christian Fassnacht! Der Mann, der nach dem Bruch des Schläfenbeins im November zwei Monate kein Spiel mehr bestritten hat, unter einem eingeschränkten Gehör litt und nun mit einem Helm auftritt.

Obwohl die Null bei YB in der Schlussphase wackelt – Neuzuzug Racioppi hält den Kasten bei seinem Debüt rein. So tritt ein überglücklicher Fassnacht nach dem Pauseninterview am Ende zum zweiten Mal bei SRF an: «Es war ein riesen Knorz», gesteht der Nati-Flügel mit einem Strahlen bis über beide Ohren.

Das Tor:
72., 1:0, Fassnacht: Ein Konter führt zum Erfolg – die Young Boys verwerten ihre erste grosse Chance. Sulejmani bedient Fassnacht, der mitten im Strafraum zum Abschluss kommt und zentral trifft. Lugano-Goalie Saipi spekuliert auf eine Ecke – und liegt falsch.

Der Beste: Christian Fassnacht. Drei Monate nach seinem Schläfenbeinbruch wird der Nati-Spieler zum Matchwinner.

Der Schlechteste: Jordan Lefort. Der YB-Linksverteidiger heisst auf Deutsch «der Starke», zeigt aber vor allem in der ersten Halbzeit eine schwache Leistung.

So gehts weiter: In einer Woche (6.2.) gastiert YB am Sonntag in St. Gallen (16.30 Uhr). Lugano empfängt gleichzeitig Luzern im heimischen Cornaredo.

Young Boys - Lugano 1:0 (0:0)

Wankdorf – 22'247 Zuschauer

SR: Schärer

Tor: 72. Fassnacht (Sulejmani) 1:0.

Young Boys: Racioppi; Maceiras, Lauper, Lustenberger, Lefort (71. Blum); Fassnacht, Martins (60. Sulejmani), Sierro (82. Zesiger), Rieder; Mambimbi (60. Kanga), Siebatcheu.

Lugano: Saipi; Hajrizi (76. Aliseda), Daprelà, Ziegler; Lavanchy, Durrer (84. Maric), Lovric, Haile-Selassie (62. Facchinetti), Yuri (84. Nikolas Muci); Bottani; Celar.

Bemerkungen: Young Boys ohne Elia, Garcia, Von Ballmoos, Monteiro, Petignat, Zbinden (alle verletzt), Nsame (Ende Quarantäne), Moumi Ngamaleu und Camara (beide Afrika-Cup). Lugano ohne Custodio, Sabbatini (beide gesperrt), Guidotti, Mahmoud, Amoura, Nikolas Muci und Phelipe (alle verletzt). Super-League-Debüt des 20-jährigen Lewin Blum. Verwarnungen: 12. Lauper (Foul), 33. Martins (Foul), 66. Lovric (Foul). (pre/sda)

Wankdorf – 22'247 Zuschauer

SR: Schärer

Tor: 72. Fassnacht (Sulejmani) 1:0.

Young Boys: Racioppi; Maceiras, Lauper, Lustenberger, Lefort (71. Blum); Fassnacht, Martins (60. Sulejmani), Sierro (82. Zesiger), Rieder; Mambimbi (60. Kanga), Siebatcheu.

Lugano: Saipi; Hajrizi (76. Aliseda), Daprelà, Ziegler; Lavanchy, Durrer (84. Maric), Lovric, Haile-Selassie (62. Facchinetti), Yuri (84. Nikolas Muci); Bottani; Celar.

Bemerkungen: Young Boys ohne Elia, Garcia, Von Ballmoos, Monteiro, Petignat, Zbinden (alle verletzt), Nsame (Ende Quarantäne), Moumi Ngamaleu und Camara (beide Afrika-Cup). Lugano ohne Custodio, Sabbatini (beide gesperrt), Guidotti, Mahmoud, Amoura, Nikolas Muci und Phelipe (alle verletzt). Super-League-Debüt des 20-jährigen Lewin Blum. Verwarnungen: 12. Lauper (Foul), 33. Martins (Foul), 66. Lovric (Foul). (pre/sda)

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
9
20
25
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
9
13
19
3
FC Sion
FC Sion
9
9
19
4
FC Basel
FC Basel
9
0
13
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
9
-3
13
6
FC Luzern
FC Luzern
9
-1
12
7
FC Zürich
FC Zürich
9
-6
11
8
Servette FC
Servette FC
9
-2
10
9
FC Thun
FC Thun
9
-8
10
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
9
-11
8
11
FC Vaduz
FC Vaduz
9
-3
6
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
9
-8
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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