Das Spiel: Im Kampf gegen den Abstieg ist Schlusslicht Vaduz auf jeden Zähler angewiesen – und verlässt das Stadion nach dem 0:0 gegen YB und dem 1:0-Coup gegen Zürich zum dritten Mal in Folge nicht mit leeren Händen. Starten die Liechtensteiner also doch noch eine Aufholjagd? TV-Experte Marcel Reif glaubt an den Aufsteiger. Er sagt bei «Blue»: «Vaduz scheint doch angekommen zu sein in dieser Liga. Das ist mutig, das sieht nach gutem Fussball aus. Alle die bereits sagen, Vaduz könne man jetzt schon vergessen, die werden sich noch täuschen!»
Die Liechtensteiner melden ihre Ambitionen im Tessin schon früh an, mit dem ersten Angriff bejubeln sie den Führungstreffer. Zu diesem Zeitpunkt ist die Partie erst 63 Sekunden alt. Auch danach spielen sie mutig nach vorne, lassen Lugano oft verzweifeln. Trotzdem beenden die Tessiner ihre heimische Torflaute. Erstmals seit dem 29. November 2020 netzen sie im Cornaredo wieder ein. Zu mehr sind sie aber nicht in der Lage. Auch weil Abubakar in der 68. Minute nur den Pfosten trifft und Lovric zehn Minuten vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz fliegt. So verpassen es die Tessiner, zumindest bis Donnerstag-Abend den FCB vom 2. Platz zu verdrängen. Vaduz hingegen verkürzt den Rückstand auf das Zweitletzte Luzern auf einen Punkt. Allerdings haben die Innerschweizer drei Partien weniger ausgetragen.
Die Tore:
0:1, 2. Minute: Erster Angriff, erstes Tor. Nach einem weiten Lüchinger-Einwurf in den Strafraum hinein klären die Tessiner nur ungenügend. Die Vaduzer setzen nach, bringen den Ball wieder ins Zentrum und Schmied netzt zur frühen Führung ein. Gespielt sind erst 63 Sekunden!
1:1, 23. Minute: Nach einem Stellungsfehler der Gäste haben die Luganesi für einmal auf der rechten Seite Platz. Lungoyi nutzt diesen aus und findet mit seiner Flanke den Kopf von Gerndt. Der markiert mit der ersten Tessiner Chance den Ausgleich.
Das gab zu reden I: Die Vaduzer beginnen mit einem Blitztor. Nach 63 Sekunden zappelt das Leder in den Maschen. War dies das schnellste Tor der Saison? Könnte man meinen, aber einer war noch schneller. In der 2. Runde trifft Luzerns Pascal Schürpf beim 2:2 gegen Lausanne bereits nach 46 Sekunden.
Das gab zu reden II: Lugano steht nun schon bei drei Roten Karten in dieser Saison. Nach Sabbatini und Lungoyi sündigt jetzt auch Lovric…
Die Stimmen:
Vaduz-Coach Mario Frick gegenüber RSI: «Wir sind sehr zufrieden mit dem Unentschieden. Vor dem Spiel hätten wir für diesen Punkt unterschrieben. Jetzt wollen wir am Samstag gegen den FCZ gewinnen!»
Lugano-Trainer Maurizio Jacobacci: «Unser Start war eine Katastrophe. Danach hat sich Vaduz noch weiter zurückgezogen. Der Ausgleich entsprang einer schönen Aktion. Aber leider war das die Ausnahme.»
Der Beste: Joël Schmied. Torschütze zum 1:0 – und Abräumer in der Vaduz-Abwehr.
Der Schlechteste: Sandi Lovric. Schwächt sein Team mit einer zweiten Gelben Karte. Unnötiges Foul, unnötiger Platzverweis!
So gehts weiter: Für Vaduz gilts am Samstag wieder ernst, dann gastiert der FC Zürich im Ländle (20.30 Uhr). Lugano hingegen hat am Wochenende frei, da das Duell mit St. Gallen vorgezogen wurde. Die Tessiner bestreiten nächsten Mittwoch auswärts ihr Nachtragsspiel gegen den FC Luzern (20.30 Uhr).
Cornaredo. 5 Zuschauer. SR: Luca Cibelli.
Tore: 2. Schmied (Schmid) 0:1, 23. Gerndt (Lungoyi) 1:1.
Aufstellungen
Lugano: Baumann; Lavanchy, Kecskes, Daprelà, Facchinetti; Covilo; Lovric, Sabbatini; Lungoyi, Abubakar, Gerndt.
Vaduz: Büchel; Schmied, Schmid, Simani; Dorn, Gajic, Obexer; Gasser, Di Giusto, Lüchinger; Sutter.
Einwechslungen
Lugano: Bottani (46. für Lungoyi), Ardaiz (61. für Gerndt), Custodio (84. für Sabbatini).
Vaduz: Prokopic (57. für Lüchinger), Cicek (57. für Di Giusto), Coulibaly (68. für Sutter).
Gelbe Karten: 34. Lovric, 35. Simani, 45. Sabbatini (alle Foul).
Gelb-Rote Karte: 80. Lovric (Foul).
Bemerkungen: 67. Pfostenschuss von Abubakar.
Lugano ohne Maric, Osigwe (beide verletzt), Opara, Monzialo, Guidotti, Stefanovic (alle nicht im Aufgebot).
Vaduz ohne Wieser (gesperrt), Rahimi (verletzt), Iodice (nicht spielberechtigt), Antoniazzi, Saglam, Santin, Ibrisimovic (alle nicht im Aufgebot).
Cornaredo. 5 Zuschauer. SR: Luca Cibelli.
Tore: 2. Schmied (Schmid) 0:1, 23. Gerndt (Lungoyi) 1:1.
Aufstellungen
Lugano: Baumann; Lavanchy, Kecskes, Daprelà, Facchinetti; Covilo; Lovric, Sabbatini; Lungoyi, Abubakar, Gerndt.
Vaduz: Büchel; Schmied, Schmid, Simani; Dorn, Gajic, Obexer; Gasser, Di Giusto, Lüchinger; Sutter.
Einwechslungen
Lugano: Bottani (46. für Lungoyi), Ardaiz (61. für Gerndt), Custodio (84. für Sabbatini).
Vaduz: Prokopic (57. für Lüchinger), Cicek (57. für Di Giusto), Coulibaly (68. für Sutter).
Gelbe Karten: 34. Lovric, 35. Simani, 45. Sabbatini (alle Foul).
Gelb-Rote Karte: 80. Lovric (Foul).
Bemerkungen: 67. Pfostenschuss von Abubakar.
Lugano ohne Maric, Osigwe (beide verletzt), Opara, Monzialo, Guidotti, Stefanovic (alle nicht im Aufgebot).
Vaduz ohne Wieser (gesperrt), Rahimi (verletzt), Iodice (nicht spielberechtigt), Antoniazzi, Saglam, Santin, Ibrisimovic (alle nicht im Aufgebot).
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 9 | 20 | 25 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
6 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
7 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
8 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
9 | FC Thun | 9 | -8 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |