Für kurze Zeit erstmals seit 2003
Servette schiesst sich aus elf Metern an die Spitze

Die Super League hat einen neuen Tabellenführer. Die Genfer schlagen Lausanne im Derby und grüssen von für mindestens zwei Stunden von Platz eins.
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Tim Guillemin und Matteo Bonomo
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Matchwinner: Crivelli (r.) schiesst Servette zum Derbysieg.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Das Spiel

Es steht viel auf dem Spiel im dritten Leman-Derby der Saison. Die Genfer könnten bei einem Sieg vorübergehend den Leaderthron besteigen. Lausanne seinerseits würde bei einem Punktgewinn den Barrage-Platz verlassen.

Entsprechend hoch ist das Tempo von der ersten Minute an – mit den besseren Chancen für die Gäste. Der Aufwand der Lausanner wird schliesslich von Megatalent Pafundi (17) belohnt. Der Italiener vollendet einen stark herausgespielten Konter mit seinem ersten Tor in der Super League.

Das Gegentor schüttelt die Genfer durch. Sie betreiben Chancenwucher. Kurz vor der Pause kommts zum Getümmel im Strafraum der Lausanner, die den Ball mit Ach und Krach geklärt bekommen. Doch Schiedsrichter Fähndrich schaut sich die Szene nochmals an und zeigt zu Recht auf den Punkt. Dabanli steht Antunes auf die Wade. Die Verantwortung übernimmt schliesslich Nishimura, der den Ball millimetergenau in den rechten Winkel haut.

Die Partie bleibt auch nach dem Seitenwechsel attraktiv. Erst scheitert Lausannes Dabanli volley am Pfosten. Wenige Minuten später landet Ondouas Kopfball am Gehäuse. Servette investiert in der Schlussphase mehr. Guillemont entwischt Roche, der sich nur noch mit einem Foul helfen kann – wieder Elfer! Der eingewechselte Crivelli schiesst die Hausherren schliesslich in Führung. Doch der Franzose hat noch nicht genug und macht in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer den Deckel drauf.

Und dabei bleibts. Servette verdrängt YB, zumindest vorübergehend, vom Leaderthron der Super League. Das letzte Mal an der Spitze der Schweizer Liga war Servette übrigens im Juli 2003.

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Kurzzeitiger Tabellenführer:Servette feiert Sieg im Léman-Derby mit Mbabu

Der Beste

Es waren zwei Elfmeter nötig, um Karlo Letica zu bezwingen. Ansonsten ist der kroatische Riese einfach überragend und kann mehrere entscheidende Paraden zeigen, darunter eine mirakulöse gegen Dylan Bronn in der 64. Minute.

Der Schlechteste

Raoul Giger erlebt einen sehr komplizierten Nachmittag und Ludovic Magnin trift die richtige Entscheidung, indem er dessen Arbeitstag nach einer Stunde Spielzeit frühzeitig beendet. Der Lausanne-Rechtsverteidiger sieht in den Zweikämpfen immer wieder schlecht aus.

Das gab zu reden

Schon der erste Elfmeter sorgt für Gesprächsstoff, da er vom VAR gegeben wird. Noch ärgerlicher ist für Lausanne der zweite Penalty: Ludovic Magnin will Jamie Roche auswechseln, Ersatzmann Donat Rrudhani steht schon an der Seitenlinie bereit, aber der Ball will einfach nicht ins Aus. Dann foult der Schwede Jérémy Guillemenot im Strafraum bei seiner allerletzten Ballberührung tatsächlich noch.

So gehts weiter

Für die Genfer steht am Donnerstag das Achtelfinal-Rückspiel in der Conference League bei Viktoria Pilsen auf dem Programm. In der Liga geht es am Sonntag (16.30 Uhr) in Luzern weiter. Die Lausanner empfangen am Sonntag zeitgleich YB.

Servette – Lausanne 3:1 (1:1)

Stade de Genève, 12’628 Zuschauer – SR: Fähndrich

Tore:
26. Pafundi 0:1; 34. Nishimura (Foulelfmeter) 1:1; 82. Crivelli (Foulelfmeter) 2:1; Crivelli 3:1.

Aufstellungen:
Servette: Mall; Tsunemoto, Rouiller, Bronn, Mazikou; Stevanovic, Ondoua, Cognat, Kutesa; Antunes; Nishimura.
Lausanne: Letica; Giger, Dussenne, Dabanli, Poaty; Roche, Bernede; Custodio, Pafundi, Diabate; Sène.

Einwechslungen:
Servette: Crivelli (64. für Kutesa), Guillemenot (76. für Nishimura), Bolla (86. für Antunes), Magnin (86. für Cognat).
Lausanne: Loucif (67. für Giger), Labeau (67. für Sène), Sanches (81. für Pafundi), Rrudhani (81. für Roche)

Bemerkungen:
Servette ohne Douline (verletzt).
Lausanne ohne Szalai (gesperrt), Coyle, Grippo, Ilie und Kalu (alle verletzt).

Verwarnungen und Platzverweise:

Gelb: Dabanli (34., Foul), Giger (71. Zeitverlust), Cognat (79. Foul), Roche (82. Foul), Bronn (90. Zeitverlust), Mall (90. Zeitverlust), Dussenne (90. Foul).
Gelb-Rot: Bronn (90., Applaus gegen Schiedsrichter)

Stade de Genève, 12’628 Zuschauer – SR: Fähndrich

Tore:
26. Pafundi 0:1; 34. Nishimura (Foulelfmeter) 1:1; 82. Crivelli (Foulelfmeter) 2:1; Crivelli 3:1.

Aufstellungen:
Servette: Mall; Tsunemoto, Rouiller, Bronn, Mazikou; Stevanovic, Ondoua, Cognat, Kutesa; Antunes; Nishimura.
Lausanne: Letica; Giger, Dussenne, Dabanli, Poaty; Roche, Bernede; Custodio, Pafundi, Diabate; Sène.

Einwechslungen:
Servette: Crivelli (64. für Kutesa), Guillemenot (76. für Nishimura), Bolla (86. für Antunes), Magnin (86. für Cognat).
Lausanne: Loucif (67. für Giger), Labeau (67. für Sène), Sanches (81. für Pafundi), Rrudhani (81. für Roche)

Bemerkungen:
Servette ohne Douline (verletzt).
Lausanne ohne Szalai (gesperrt), Coyle, Grippo, Ilie und Kalu (alle verletzt).

Verwarnungen und Platzverweise:

Gelb: Dabanli (34., Foul), Giger (71. Zeitverlust), Cognat (79. Foul), Roche (82. Foul), Bronn (90. Zeitverlust), Mall (90. Zeitverlust), Dussenne (90. Foul).
Gelb-Rot: Bronn (90., Applaus gegen Schiedsrichter)

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
9
20
25
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
9
13
19
3
FC Sion
FC Sion
9
9
19
4
FC Basel
FC Basel
9
0
13
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
9
-3
13
6
FC Luzern
FC Luzern
9
-1
12
7
FC Zürich
FC Zürich
9
-6
11
8
Servette FC
Servette FC
9
-2
10
9
FC Thun
FC Thun
9
-8
10
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
9
-11
8
11
FC Vaduz
FC Vaduz
9
-3
6
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
9
-8
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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