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Genfer schlagen Lausanne
Servette entscheidet Léman-Derby für sich

Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit, gewinnt Servette dank eines Doppelpacks binnen weniger Minuten gegen Lausanne mit 2:0.
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Servette gewinnt das Léman-Derby gegen Lausanne-Sport mit 2:0.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus

Das Spiel

Servette entscheidet das letzte Léman-Derby für sich. Nach einer – gelinde gesagt – ereignisarmen ersten Halbzeit, drehen die Genfer nach dem Pausentee auf und schlagen Lausanne-Sport dank eines Doppelpacks binnen weniger Minuten mit 2:0.

Die Anfangsphase gestaltet sich unspektakulär: Es ist ein klassisches gegenseitiges Abtasten, bei dem sich keine der Mannschaften wirklich gefährlich vor das gegnerische Gehäuse kombinieren kann.

In der 22. Minute folgt die erste – und bis zu diesem Zeitpunkt einzige – Grosschance: Servette-Legende Stevanovic wird lanciert, umkurvt Lausanne-Keeper Letica und schliesst ab. Verteidiger Sow rettet jedoch in höchster Not und klärt den Ball unmittelbar vor der Torlinie. Kurz nach dieser Szene prallt Stevanovic heftig mit Poaty zusammen; wenig später muss der Bosnier verletzt ausgewechselt werden.

Viel mehr passiert im ersten Durchgang nicht mehr. Die Abschlussstatistik spricht Bände: Während das Heimteam auf drei Abschlüsse kommt, verzeichnet Lausanne lediglich deren zwei.

Nach dem Seitenwechsel zeigen sich die Genfer zwar bemüht, lassen aber lange die nötige Konsequenz vermissen. Das ändert sich nach einer guten Stunde, als Douline den Knoten platzen lässt: Zunächst verhindert Letica mit einer Glanzparade noch den Rückstand, doch die anschliessende, schnell ausgeführte Ecke führt zur Führung: Letica pariert zwar erneut gegen Kadile, ist beim Nachschuss von Douline jedoch machtlos.

Keine fünf Minuten später legt Servette nach: Mraz vollendet eine Vorarbeit von Youngster Lopes zum Doppelschlag. Lausanne hätte in der 70. Minute antworten können, doch Janneh setzt einen Kopfball aus aussichtsreicher Position knapp neben den Pfosten.

Beide Mannschaften kommen noch zu Chancen – Tore fallen an diesem Dienstagabend im Stade de Genève aber keine mehr: Servette geht nach einer starken zweiten Halbzeit als verdienter Sieger vom Platz.

Die Tore

61. Minute, David Douline, 1:0. Kadile zieht von der Strafraumgrenze ab. Lausanne-Goalie Letica kann den Schuss nur nach vorne klatschen lassen, wo Douline goldrichtig lauert und mühelos zur Führung einschiebt.

65. Minute, Samuel Mraz, 2:0. Nach einem Eckball bringt Lopes die Kugel gefährlich zu Mraz in die Mitte, der zum 2:0 vollendet.

Der Beste

In einem Spiel, das ganz im Zeichen der Verteidiger steht, zeigt Steve Rouiller eine schlichtweg hervorragende Leistung. Er gewinnt fast alle Zweikämpfe gegen das Ausnahmetalent Omar Janneh.

Der Schlechteste

Brandon Soppy durchlebt definitiv eine schwierige Saison. Wie konnte dieser Spieler Stammkraft in der Serie A sein, fragen sich die Fans von Lausanne-Sport beim Anblick seiner Leistungen?

Das gab zu reden

Lausanne-Sport bringt in dieser Partie, die nach der miserablen Leistung in Winterthur eigentlich die Wende für die Waadtländer hätte bringen sollen, keinen einzigen Schuss aufs Tor. Und selbst als das Tor leer stand, schoss Omar Janneh seinen Kopfball daneben (70.)… Es ist höchste Zeit, dass diese Saison endlich zu Ende geht.

Der Schiedsrichter

Luca Cibelli, Matthias Sbrissa und Christophe Loureiro, das Schiedsrichtertrio, das das Finale des Schweizer Cups leiten wird, ist am heutigen Dienstag in Genf im Einsatz. Sie haben ihre Arbeit sauber erledigt, ohne dass es zu strittigen Situationen kommt. Selbst nach der Pause, als das Tempo endlich ansteigt, ist das Schiedsrichterteam der Situation gewachsen.

Die Fans

Beim letzten Heimspiel der Saison in La Praille verzeichnet der SFC offiziell 10’112 Zuschauer, eine Zahl, die über dem Durchschnitt (7’643) liegt. Etwa 500 Fans befinden sich im Gästeblock. Beide Fanblöcke setzen pyrotechnische Mittel (auf beiden Seiten), sehr laute Knallkörper (auf der LS-Seite) sowie zahlreiche wenig höfliche Gesänge und Transparente gegen den Gegner ein (auf beiden Seiten).

So gehts weiter

Nach ihrem heutigen Spiel in der englischen Woche treffen die beiden Mannschaften in ihrem jeweils letzten Saisonspiel am kommenden Wochenende auf einen Zürcher Klub. Während Lausanne die Hoppers am Samstag, dem 16. Mai um 18 Uhr empfängt, gastiert Servette zeitgleich im Letzigrund beim FCZ.

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