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Highlights im Video:Vaduz-Goalie legt sich nach 20 Sekunden selbst ein Ei
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Vaduz lässt zu viele Chancen liegen
Joker Owusu verhindert Espen-Pleite im Ländle

Bis zur Schlussphase führt Vaduz 2:1 gegen St. Gallen, es sieht nach dem ersten Sieg für die Liechtensteiner nach der Super-League-Rückkehr aus. Doch dann kommt Espen-Joker Enoch Owusu und dreht das Spiel.
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Joker Owusu (r.) sorgt in der Schlussphase für den St. Galler Ausgleich und dreht danach auch noch das Spiel.
Foto: keystone-sda.ch

Die Schlüsselszene

Von diesem Hochkaräter wird Marcel Monsberger wohl noch die ganze Woche lang träumen. Mausbeinallein zieht der Vaduz-Stürmer in der 58. Minute nach einer pfannenfertigen Vorlage von FCSG-Sechser Lukas Daschner auf das gegnerische Tor zu, setzt den Ball aber aus bester Position bloss an den Aussenpfosten. Von einer «450-prozentigen Torchance» spricht der Blue-Kommentator. Monsberger bricht nach dem Fehlschuss zusammen und hält sich fassungslos den Kopf. Der Österreicher weiss: Hätte er getroffen, die Espen hätten das Comeback wohl nicht mehr geschafft und das Spiel noch zum 3:2 gedreht.

Das Spiel

Die Fans im Rheinpark Stadion bekommen zwischen den beiden Europacup-Teams ein rassiges Spiel mit reichlich Toraktionen zu sehen. Die erste führt bereits nach 24 Sekunden zur St. Galler Führung. Nach dem Blitzstart wollen die Espen direkt nachlegen, oftmals agieren sie aber zu kompliziert.

Hinten hat die von Verletzungssorgen geprägte FCSG-Abwehr Mühe. Die Vaduzer lauern und nutzen einzelne Fehler eiskalt aus. So antworten die Liechtensteiner verdient mit dem Ausgleich und können auch danach Nadelstiche setzen. Sorgic schiesst nach einem schönen Solo am Pfosten vorbei (24.), YB-Leihgabe Dalipi verpasst mit seinem frechen Distanzschuss die Führung (38.).

Diese ist nach der Pause dank Cabrera Tatsache. Die Liechtensteiner erhöhen die Kadenz und könnten höher führen. Doch Monsberger knallt den Ball nur an den Pfosten, dann zählt Dalipis Treffer wegen Abseits nicht. Für die ausgelassenen Chancen wird der Aufsteiger am Ende von Joker Owusu doppelt bestraft und verpasst die ersten Punkte nach der Rückkehr in die Super League.

Die Tore

1. Minute, Aliou Baldé, 0:1. Benjamin Büchel leistet sich kurz nach Anpfiff einen riesigen Patzer. Der Vaduzer Ersatzgoalie wartet lange mit einem Abschlag und schiesst danach Baldé an. Der Ball rollt so in Richtung Tor, wo der losstürmende Baldé nur noch einschieben muss. Und so führt St. Gallen bereits nach 24 Sekunden.

11. Minute, Marcel Monsberger, 1:1. Die Vaduzer kommen mit Lutfi Dalipi über die linke Seite, der von der St. Galler Defensive nicht gestört wird und aus spitzem Winkel auf den freistehenden Monsberger weiterleiten kann. Dieser schiebt den Ball an Lukas Watkowiak vorbei in die rechte untere Ecke.

55. Minute, Juan Cabrera, 2:1. Nach einem Einwurf versucht sich Monsberger, Watkowiak kann den Schuss abwehren. Der Ball prallt aber nach vorne ab, wo Cabrera goldrichtig steht und zur Führung einnetzt.

72. Minute, Enoch Owusu, 2:2. Diego Besio kann sich auf der rechten Seite durchsetzen und legt zur Mitte. Der kurz zuvor eingewechselte Owusu sprintet herbei und hämmert den Ball aus rund 18 Metern ins Tor.

87. Minute, Enoch Owusu, 2:3. Owusu kommt vor dem Strafraum an den Ball und zirkelt diesen zwischen der Vaduzer Verteidigung und an Vaduz-Goalie Büchel vorbei zur Führung ins Tor.

Die Stimmen

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Espen-Captain über Sieg:«So ein Spiel macht keinen Spass»
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«Den musst du machen»:Schneider hadert mit vergebener Mega-Chance

Vaduz-Mittelfeldspieler Juan Cabrera (gegenüber Blue): «Die Niederlage ist unheimlich bitter. Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit super im Spiel und haben das Spiel der St. Galler gut angenommen. Wir haben danach gute Chancen, ein drittes Tor zu erzielen. Es ist unglaublich bitter, so ein Spiel zu verlieren, weil du genau so gut warst, wenn nicht sogar besser. Es gibt uns aber Mut, dass wir in der Liga dranbleiben können.»

Vaduz-Mittelfeldspieler Nicolas Hasler (gegenüber Blue): «Es fehlt uns vor allem an Effizienz. Wir hätten in der ersten Halbzeit schon mehrere Tore machen können. Es ist bitter, dass wir da nicht mehr herausholen, wie auch schon in Lugano letztes Wochenende. Am Ende waren wir dann nicht nahe genug am Gegner, um die Abschlüsse zu verteidigen. Die langen Reisen sollen keine Ausrede sein. Mit dem Liechtensteiner Cupsieg wussten wir, dass wir europäisch spielen. Man muss einfach mental bereit sein.»

Der Beste

Lutfi Dalipi. Gehört YB. Und wird irgendwann ins Wankdorf zurückkehren, wenn er so weitermacht. Dass der FCSG das Ding noch dreht, ist nicht seine Schuld. Kreiert drei Grosschancen, legt einen Treffer auf.

Der Schlechteste

Benjamin Büchel. Schenkt dem FCSG nach 24 Sekunden die Führung, sieht beim dritten Gegentreffer unglücklich aus. Spielt nur, weil Leon Schaffran nach seiner Roten Karte gegen Lugano gesperrt ist.

Das gab zu reden I

Das IV-Problem der Espen. Mit Ambrosius, Gaal, Kleine-Bekel und May fehlen gleich vier Innenverteidiger, Jozo Stanic muss gegen Vaduz zur Pause raus. Und weil mit Joel Ruiz plötzlich ein 19-Jähriger zum Abwehrboss wird und mit Stevanovic ein gelernter Mittelfeldspieler in der Dreierkette verteidigt, gibts am Ende nur mit viel Dusel nicht aufs Dach.

Das gab zu reden II

Das Maskottchen der Vaduzer. Wolfang von den Rheinauen heisst der Wolf. Und er muss vor dem Spiel im Fell-Kostüm bei brütender Hitze die Menge unterhalten. Ohne Trinkpause. In der Pause ist Wolfgang dann nirgends mehr zu sehen. Verständlich, bei knapp 26 Grad.

Die Schiris

Nico Gianforte lässt sehr viel laufen. Zu viel, wenns nach dem Geschmack der St. Galler Fans geht, die den Schiri in der ersten Hälfte mit einem Pfeifkonzert eindecken. Grundsätzlich aber tut die Linie des Unparteiischen dem Spiel gut. Nach rund einer Stunde trifft Görtler seinen Gegner unglücklich am Fuss und sieht Gelb. Darüber regt sich der FCSG-Captain auf, es kommt zur Rudelbildung. Auch, weil die Vaduzer den VAR, sprich eine Rote Karte, fordern. Die ists nicht. Gelb ist korrekt.

Die Fans

Im ersten Super-League-Heimspiel nach dem Wiederaufstieg ist der Rheinpark gleich ausverkauft. 6814 Zuschauerinnen und Zuschauer sind vor Ort und sorgen für eine fantastisch friedvolle Atmosphäre im Nachbarschaftsderby.

So gehts weiter

Beide Teams stehen unter der Woche am Donnerstag in der dritten Quali-Runde der Conference League im Einsatz. Vaduz reist nach Finnland und trifft um 17 Uhr auf Inter Turku. Für den FCSG steht das Auswärtsspiel gegen Sheriff Tiraspol (19 Uhr) in Moldawien an. In der Liga geht es für beide am Sonntag um 16.30 Uhr weiter – für Vaduz auswärts in Sion, für St. Gallen zu Hause gegen Luzern.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
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FC Lugano
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BSC Young Boys
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FC St. Gallen
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FC Luzern
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Abstiegsrunde
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