Das Spiel
Der Thuner Wintermeistertitel muss warten! Und mehr: Das Rennen vor Weihnachten wird wieder spannend. Statt mit einem Sieg im Spitzenduell gegen St. Gallen den Platz auf dem Leaderthron bis ins neue Jahr sicherzustellen, nähern sich die Espen dank des 2:0-Sieges dem Tabellenführer an.
Thun ist wie letzte Woche noch grippegeschwächt (Bamert zu Beginn nur auf der Bank), erwischt aber den besseren Start in die Partie. Zigi bewahrt die Gäste aber mit einem richtig starken Reflex vor dem Rückstand (9.). Danach dreht St. Gallen auf und übernimmt das Spieldiktat.
Die Pausenführung durch Baldé geht in Ordnung, auch wenn sie etwas glücklich zustande kommt. Schiedsrichter Piccolo gibt den Treffer aufgrund einer Offside-Position nicht. Die TV-Bilder zeigen: haarscharfer Entscheid! Der VAR aber gibt das Tor.
Die Berner Oberländer können auch nach der Pause nicht an die vielen starken Auftritte der letzten Wochen anknüpfen. St. Gallen schafft, was Thun jeweils mit den Gegnern gemacht hat: Durch das kompromisslose Vertikalspiel stellen die Ostschweizer den Leader vor riesige Probleme. Und hinten stehen die Espen dicht. Thun kommt kaum zu Chancen. Mit Ausnahme des Abschlusses von Meichtry (72.).
Aber bevor sich Thun weitere Chancen erarbeiten kann, verwertet Boukhalfa einen sehr streng gepfiffenen Penalty zum 2:0 für St. Gallen (77.). Dann bringen die Espen die Führung über die Runden, obwohl sie weitere Top-Chancen vergeben.
Die Tore
22. Minute, Aliou Baldé, 0:1. Okoroji spielt steil in den Lauf von Baldé, der Guineer schiebt den Ball eiskalt an Goalie Steffen vorbei ins Tor. Ein Pfiff unterbricht seinen Jubel schnell – Offside. Der VAR aber meldet sich und gibt den Treffer. Ein ultraknapper Entscheid.
77. Minute, Carlo Boukhalfa, 0:2. Efekele geht im Zweikampf mit Bamert im Strafraum zu Boden. Er fällt leicht, aber Bamert stellt sich auch nicht besonders clever an. Boukhalfa verwandelt vom Punkt souverän.
Die Stimmen
Der Beste
Aliou Baldé. Sehr flink – und technisch stark, wie er den Ball vor dem Führungstor verarbeitet.
Der Schlechteste
Genis Montolio. Letzte Woche ist der Thun-Verteidiger noch im Hoch mit Tor und Baby-Jubel, nun steht er beim 0:1 komplett im Schilf. Muss zur Pause raus.
Das gab zu reden
Offensichtlich gibts Stunk zwischen den Thuner Fans und dem Klub. Kurz nach Spielbeginn steht im Thuner «Block Süd» ein Banner: «Ufem Platz gli Wintermeister – hinger dä Gleser gseht me Geister», steht da drauf. Zudem sind die Fans zu Beginn still. Thun-Präsident Andres Gerber nimmt in der Pause bei Blue Stellung: «Es geht um Beachtung, Vorschriften und Vorstellungen beider Seiten. Es ist ein Mittel, das Fans schon öfter gewählt haben, jetzt hat es auch uns getroffen, schade.» Ganz aufklären will er das Problem jedoch nicht.
Die Schiris
Schiedsrichter Luca Piccolo gibt den ersten St. Galler Treffer durch Baldé zuerst nicht, nach minutenlangem VAR-Check zeigt er dann aber doch auf den Anspielpunkt. Das war ultraknapp. Anders sieht es beim Penaltypfiff vor dem 2:0 aus: Piccolo stuft den Kontakt von Bamert gegen Efekele als Foul ein, Bamert wartet auf den VAR-Eingriff. Dieses Mal schaltet sich Video-Schiri Qovanaj aber nicht ein. Ebenfalls eine heisse Szene, die im Nachgang zu reden gibt.
Die Fans
9247 Fans sind gemeldet. Die Heimfans sorgen mit dem erwähnten Banner für Fragezeichen. Bemerkenswert auf der anderen Seite: Der Gästeblock ist bis an die Aussengitter komplett gefüllt. Mehrere Unterbrechungen wegen Pyros führen zu 12 Minuten Nachspielzeit.
So gehts weiter
St. Gallen und Thun stehen bereits am Dienstag wieder im Einsatz (20.30 Uhr). Die Espen spielen zu Hause gegen Sion, Thun reist nach Winterthur.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 21 | 21 | 46 | |
2 | FC Lugano | 21 | 11 | 39 | |
3 | FC St. Gallen | 20 | 14 | 37 | |
4 | FC Basel | 21 | 9 | 36 | |
5 | FC Sion | 21 | 6 | 32 | |
6 | BSC Young Boys | 21 | -5 | 29 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 21 | 3 | 28 | |
8 | FC Zürich | 21 | -8 | 25 | |
9 | Servette FC | 21 | -5 | 24 | |
10 | FC Luzern | 21 | -3 | 22 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 21 | -11 | 18 | |
12 | FC Winterthur | 20 | -32 | 10 |






