Lugano als Spielverderber
Titelparty vertagt – wird Thun am Sonntag Sofameister?

Kein Meisterjubel, keine knallenden Korken. Thun hat nach der 0:1-Niederlage gegen Lugano den Titel noch nicht auf sicher – und drückt nun am Sonntag Kantonsrivale YB die Daumen.
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So wird Thun am Sonntag Sofameister

Das Super-League-Duell am Sonntag zwischen YB und St. Gallen (16.30 Uhr) ist für alle Thuner Pflicht. Wenn die Ostschweizer im Wankdorf Punkte liegen lassen, ist Thuns erster Meistertitel der Klubgeschichte Tatsache. Dann wird nicht auf dem Rasen, sondern auf dem Sofa gefeiert.

Das Spiel

Thuns Meisterparty ist vertagt. Die Heimpleite gegen Lugano reicht den Berner Oberländern nicht, um sich vorzeitig zum Meister zu krönen.

Damit endet der Abend so wie er begonnen hat: mit einer schlechten Nachricht. Schon nach zwei Minuten verletzt sich Abwehrchef Genis Montolio am Knie. Seine Mitspieler sind geschockt. Und entsprechend brauchen die Thuner Zeit, um ins Spiel zu kommen. Ab der 10. Minute sind die Berner Oberländer aber das spielbestimmende Team. Zu einer hundertprozentigen Chance kommen sie aber nicht, was der Verdienst Luganos ist. Nach einem aktiven Start konzentrieren sich die Tessiner hauptsächlich aufs Verteidigen. Und sie machen es gut. Bis zur Pause schaffen es die Thuner nicht, den Tessiner Abwehrblock zu überwinden.

Immer wieder ist es Hannes Delcroix, der die Thuner daran hindert, wirklich gefährlich zu werden. So ist es auch in der zweiten Halbzeit. Die Berner Oberländer werden bis auf zwei Abschlüsse von Kastriot Imeri und Elmin Rastoder nicht mehr gefährlich. Ganz anders Lugano. Die Tessiner haben mehrfach die Führung auf den Füssen. Allerdings sind sie zu ineffizient. Bis sie tief in der Nachspielzeit einen Penalty nach einem VAR-Check zugesprochen erhalten. Ezgjan Alioski verwandelt diesen eiskalt. Und streicht so die Thuner Party für Samstagnacht.

Das Tor

97. Minute, Ezgjan Alioski, 0:1 (Foulpenalty). Nachdem Luca Cibelli draussen am Bildschirm das Foul von Valmir Matoshi an Mohamed Mahmoud im Thuner Strafraum erkennt, zeigt der Ref auf den Punkt. Alioski lässt Goalie Niklas Steffen nicht den Hauch einer Chance, indem er aus elf Metern den Ball unter die Latte zimmert.

Die Stimmen

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Leonardo Bertone (Thun) gegenüber SRF: «Wir haben uns mehr vorgenommen. Gegen Lugano haben wir irgendwie Mühe, unser Spiel aufzuziehen. Wir können nicht zufrieden sein, haben wir die Party fallen gelassen.»

Mauro Lustrinelli (Thun) gegenüber SRF: «Morgen treffen wir uns alle zusammen in der Arena und schauen das Spiel YB gegen St. Gallen.»

Der Beste

Hannes Delcroix. Luganos Abwehrchef ist wie eine Mauer. An ihm gibt es kein Vorbeikommen.

Der Schlechteste

Christopher Ibayi. Ist an diesem Abend kaum zu sehen.

Das gab zu reden

Der Abend hat aus Thuner Sicht schon schlecht begonnen. Nach zwei Minuten verletzt sich der bissige Verteidiger Genis Montolio am Knie. Noch am Boden liegend weiss der Spanier, was es geschlagen hat. Voller Frust und Schmerz hält er sich die Hände vors Gesicht, nach dem Aufstehen kann er das Knie nicht mehr richtig belasten. Als er das Feld verlässt, trösten ihn sogar die Gegner.

Die Schiris

Luca Cibelli (Schiedsrichter), Matthias Sbrissa (Assistent), Ilco Jancevski (Assistent), Nico Gianforte (VAR). Es steht viel auf dem Spiel in Thun. Das Schiri-Gespann meistert die Aufgabe aber ohne grössere Probleme. Und den Lugano-Penalty gibt es nach VAR-Eingriff völlig zurecht.

Die Fans

Schon den ganzen Nachmittag über herrscht in Thun eine fantastische Stimmung. Und so ist es auch am Abend in der Stockhorn Arena. 10'014 Fans sorgen für eine elektrisierende Stimmung. Das Stadion ist ausverkauft – auch wenn es im Gästeblock noch den einen oder anderen freien Platz hat.

So gehts weiter

Thun trifft am kommenden Samstag auswärts auf Basel (20.30 Uhr), während Lugano am Tag danach zu Hause YB empfängt (16.30 Uhr).

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Kastriot Imeri und der FC Thun verpassen gegen Lugano den benötigten Sieg, um in der 34. Runde den Meistertitel klarzumachen.
Foto: keystone-sda.ch
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Mannschaft
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11
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11
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3
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FC Zürich
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FC Thun
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