Das Spiel
YB erlebt im Derby auswärts gegen Thun ein Debakel. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit braucht das Heimteam nach der Pause eine Viertelstunde, um den Kantonsrivalen zu düpieren. Dabei sticht ausgerechnet YB-Leihgabe Kastriot Imeri heraus. Er trifft zur Führung und schlägt zehn Minuten später jene Ecke, die zum 2:0 führt. Zwar können die Berner auf das 3:0 durch Rastoder mit dem schnellen Anschlusstor reagieren, von einer Schlussoffensive kann allerdings keine Rede sein. Im Gegenteil: Rastoder schnürt in der 84. Minute noch einen Doppelpack – und lässt die YB-Defensive dabei ganz schlecht aussehen.
Damit kassiert YB die vierte Ligapleite in Serie, das gabs in der Geschichte der Super League noch nie. Und die Bilanz von Gerardo Seoane wird immer schlimmer: In zehn Super-League-Spielen haben die Berner bereits fünf Niederlagen kassiert. Der Rückstand auf Leader Thun beträgt bereits 17 Punkte. Damit dürften die Meisterträume ausgeträumt sein.
Die Tore
46. Minute, Kastriot Imeri, 1:0. Meichtry bleibt im Zweikampf gegen Zoukrou robust und setzt sich durch. Dann hat er das gute Auge für den einlaufenden Imeri, der die flache Hereingabe im Rückraum der Abwehr direkt zum 1:0 verwertet – und danach ausgiebig gegen seinen Stammverein jubelt.
56. Minute, Mattias Käit, 2:0. Eine langgezogene Imeri-Ecke legt Bürki per Kopf nochmals in die Mitte – danach stimmt die Zuordnung in der YB-Defensive nicht und Käit trifft wuchtig durch viele Beine hindurch zum Doppelschlag.
62. Minute, Elmin Rastoder, 3:0. Thun spielt sich in einen Rausch und kombiniert sich flüssig durch die desorientierte YB-Defensive. Nach einem Meichtry-Pässchen verwandelt Rastoder alleine vor Keller.
64. Minute, Alan Virginius, 3:1. Sanches steckt den Ball im letzten Moment auf rechts zu Virginius durch und erwischt Thun-Keeper Steffen im nahen Eck.
84. Minute, Elmin Rastoder, 4:1. Butterweich nimmt der formstarke Stürmer einen hohen Ball herunter, danach spielt er mit Wüthrich und Zoukrou Katz und Maus und schnürt seinen Doppelpack.
Die Stimmen
Der Beste
Kastriot Imeri. Ein starkes Zeichen gegen den Klub, bei dem er in drei Jahren nie richtig auf Touren gekommen ist. Tor und Vorlage innert zehn Minuten. Und viel Energie beim Jubeln. Die YB-Fans pfeifen, als er vom Feld geht, die Thun-Fans jubeln ihm frenetisch zu. Einziger Abstrich: Die dreiste Schwalbe in der 75. Minute, für die er völlig zurecht Gelb abholt.
Der Schlechteste
Sandro Lauper. Zeigt in der ersten Halbzeit einige Male seine Übersicht. Aber der Ex-Thuner steht defensiv im Schilf. Vor dem 1:3 klärt er ungenügend und hebt anschliessend noch das Abseits auf.
Das gab zu reden
Das aberkannte YB-Tor in der ersten Halbzeit. Bedia schüttelt Käit wie eine lästige Fliege ab und trifft. Doch das Malheur aus Stadtberner Sicht passiert davor. Fassnacht springt der Ball an den Oberarm. Bitter: Er will den Arm zurückziehen, wobei die Bewegung zu einem leichten Ausschwingen nach aussen führt und genau dann der Kontakt zum Ball entsteht. Korrekt, dass Schiri Kanagasingam nicht auf Captain Benito hört, der bei der Konsultation der Bilder noch ruft: «Das war sicher kein Handspiel!» Er nimmt den Treffer zurück.
Die Schiris
Anojen Kanagasingam sieht Fassnachts Hands vor dem vermeintlichen Führungstor der Gäste nicht und muss vom VAR Fähndrich an den Bildschirm geholt werden. Ansonsten ein solider Auftritt.
Die Fans
Thun wollte ein ausverkauftes Stadion, das mehrheitlich in Rot erscheint – und hat das durch einen Ticket-Kniff (kein Online-Verkauf im Vorfeld, nur vor Ort an einem Mittwochmittag) mehrheitlich geschafft. Nur der Gästebereich auf der Nordtribüne erscheint in Gelb-Schwarz. 10’014 Fans sind im Stadion.
So gehts weiter
Auf YB wartet am Donnerstag die Auswärtspartie in der Europa League in Stuttgart (ab 21 Uhr). Wollen die Berner international überwintern, braucht es dort wohl noch zumindest einen Punkt. In der Liga geht es am Sonntag mit einem Heimspiel gegen den FCZ (ab 16.30 Uhr) weiter. Leader Thun spielt gleichzeitig in Basel.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 30 | 38 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 29 | 4 | 46 | |
5 | FC Sion | 30 | 9 | 45 | |
6 | BSC Young Boys | 29 | 3 | 42 | |
7 | FC Luzern | 29 | 3 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 29 | -2 | 36 | |
9 | Servette FC | 29 | -6 | 33 | |
10 | FC Zürich | 30 | -17 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -18 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 29 | -47 | 16 |






