Die Schlüsselszene
Für die Schlüsselszene sorgt Udo Portmann. Er wechselt zur Pause Sturm-Talent Mikolajewski ein. Der Pole braucht 67 Sekunden für sein Debüt-Tor und belebt das zuvor leblose Luzerner Offensivspiel komplett. Seinen Teamkollegen legt er gleich drei Top-Chancen auf. An diesem 19-Jährigen werden die Luzerner noch viel Freude haben.
Das Spiel
Von Beginn an dominiert St. Gallen das Geschehen, die Espen kommen bereits in der 3. Minute erstmals einem Treffer sehr nahe. Pfostenschuss! Und es wird nicht der einzige Aluminiumtreffer der Espen bleiben: Zunächst trifft der quirlige Baldé nur den Aussenpfosten, wenig später lenkt FCL-Keeper Simoni einen Kracher von Daschner mit einer Glanzparade an die Latte.
Kurz vor dem Pausenpfiff patzt Simoni dann aber – und Daschner nutzt den Bock zur verdienten St. Galler Führung.
Der Pausentee scheint den Espen dann überhaupt nicht bekommen zu sein. Zuerst gleicht Neuzugang Mikolajewski für die Luzerner aus, ehe Kabwit kurz darauf ebenfalls am Pfosten scheitert und das Pech auf die Seite der Gäste wechselt.
Im Anschluss drängt der FCSG zwar vehementer auf den erneuten Führungstreffer, doch auch die Luzerner erarbeiten sich Chancen zum Sieg. Und prompt: Di Giusto gelingt der Lucky Punch und dreht das Spiel für die Luzerner.
Erster Saisonsieg für Luzern? Von wegen! Nach einer über zehnminütigen Nachspielzeit voller Irrsinn gleicht St. Gallen durch Görtler zum 2:2-Endstand aus.
Die Tore
45+3. Minute, Lukas Daschner, 1:0. Wieder ein Mega-Bock von FCL-Goalie Simon Simoni. Frokaj flankt ins Zentrum, Simoni gleitet der Ball unglücklich durch die Arme – Daschner muss nur noch abstauben. Der Luzerner Schlussmann kann einem wirklich leidtun – selbst FCSG-Captain Görtler spendet ihm beim Gang in die Pause mit einem Handschlag Trost.
47. Minute, Daniel Mikolajewski, 1:1. Was für ein Einstand! Mikolajewski wird zur Pause eingewechselt und trifft nach Vorarbeit von Matteo Di Giusto – nur 67 Sekunden hat der Pole für sein erstes FCL-Tor gebraucht.
89. Minute, Matteo Di Giusto, 1:2. Luzern dreht die Partie! Nach Vorarbeit von Oehlers bleibt Di Giusto cool.
90+11. Minute, Lukas Görtler, 2:2. Was geht denn hier ab? Nach vogelwilden zehn Minuten in der Nachspielzeit trifft Görtler per Penalty zum 2:2-Endstand.
Der Beste
Daniel Mikolajewski. Der Neuzugang braucht 67 Sekunden für sein erstes Tor im FCL-Dress. Auch sonst belebt er das Luzerner Offensivspiel und setzt seine Teamkollegen stark in Szene.
Der Schlechteste
Simon Simoni. Der FCL-Goalie patzt auch in seinem dritten Spiel und schenkt dem FCSG so die Führung. Ausserdem verursacht er einen indirekten Freistoss, weil er den Ball zweimal in die Hände nimmt. Dämlich.
Das gab zu reden
Was war das denn? In der ersten Halbzeit gibts einen indirekten Freistoss für St. Gallen, weil FCL-Goalie Simoni den Ball zweimal in die Hand nimmt. Besonders dämlich: Schiri Dudic zeigt dem Schlussmann zuvor ganz klar an, dass er die Kugel nicht nochmals in die Hand nehmen darf. Immerhin: Der Freistoss bringt dann nichts ein.
Die Stimmen
Matteo Di Giusto gegenüber Blue: «Die Bewegung mit dem Arm ist schon zum Ball, aber für mich ist es ganz klar beim Leibchen oben – und ich habe gedacht, dass dort kein Hands gepfiffen wird, offenbar doch. Es war kein einfaches Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir versucht, uns zu wehren. St. Gallen hatte schon mehr vom Spiel und es ist natürlich schade, dass ein solcher Fehler kurz vor der Halbzeit passiert. Doch die Mannschaft hat sich wieder aufgerappelt und ist zusammengestanden und super aus der zweiten Halbzeit gekommen.»
Die Schiris
Alessandro Dudic hat das Spiel im Griff und zieht seine Linie durch. Beim Handspenalty kurz vor Schluss braucht er die Hilfe des VAR. Mühe hat er nur mit seinem Funkgerät, das in der zweiten Halbzeit einmal den Geist aufgibt. Und kurz vor Schluss gibt er FCL-Mikolajewski versehentlich Gelb-Rot, obwohl es die erste Verwarnung ist. Seinen Fehler korrigiert er aber umgehend und entschuldigt sich beim verdutzten Youngster.
Die Fans
Die 19’416 Fans sorgen im ausverkauften Sitterstadion für prächtige Stimmung. Vor dem Spiel knallt es ordentlich, als die FCL-Fans Feuerwerk auf den Platz werfen. Auch danach zündeln die beiden Fanlager immer wieder.
So gehts weiter
Nachdem die Espen am Donnerstag im Rückspiel gegen Sheriff Tiraspol den Einzug in die Conference-League-Playoffs perfekt machen wollen (20 Uhr), gastieren sie am Sonntag um 15 Uhr in der ersten Cup-Runde beim Erstligisten FC Thalwil. Zeitgleich startet der FC Luzern seine Cup-Kampagne beim SC Buochs, der ebenfalls in der 1. Liga Classic spielt.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 9 | 20 | 25 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
6 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
7 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
8 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
9 | FC Thun | 9 | -8 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |






