Die Espen feiern im kalten Kybunpark! Last-Minute-Sieg gegen Lausanne.
Spielerisch hat die Partie lange nur wenig zu bieten. Zigi rettet nach rund zehn Minuten gegen Bair, auf der Gegenseite pariert Letica nach einem Abpraller einen Vogt-Abschluss in extremis zur Ecke. Danach bleiben Torchancen lange Mangelware.
Doch Feuer ist trotz tiefer Temperaturen drin. Das Spiel ist von vielen Zweikämpfen geprägt. Und FCSG-Captain Lukas Görtler fliegt kurz vor der Pause mit Gelb-Rot vom Platz.
In Überzahl kommt Lausanne zu zwei Topchancen. Espen-Goalie Zigi ist jedoch hellwach und pariert einen Beloko-Versuch und kurze Zeit später einen Mouanga-Kopfball aus kurzer Distanz mirakulös. Danach tun sich die Waadtländer trotz eines Mannes mehr weiterhin schwer. Auf der Gegenseite ist es nach einer Stunde plötzlich St. Gallens Aktivposten Vogt, der alleine auf das Lausanne-Tor loszieht und die Möglichkeit auf den Führungstreffer hat. Im entscheidenden Moment wird er von Roche aber noch abgegrätscht.
In der Schlussphase wird es dann nochmals hitzig. Zunächst wird ein Treffer von Baldé wegen Abseits aberkannt. Nur Sekunden später steht der Ex-Lausanner gleich nochmals im Mittelpunkt, als er einen Penalty herausholt, den Boukhalfa zur Führung verwandelt. Damit vermiest der Stürmer auch die Rückkehr von Lausanne-Coach Peter Zeidler nach St. Gallen.
89. Minute, Carlo Boukhalfa, 1:0. Sow will Baldé am Torschuss hindern, spielt bei seiner Grätsche aber den Ball mit der Hand. Schiri Von Mandach zeigt sofort auf den Punkt. Boukhalfa tritt an und verwandelt souverän in der linken oberen Ecke.
Lausanne-Coach Peter Zeidler (gegenüber Blue): «Wir hätten uns das Ergebnis anders vorgestellt. Wir kamen hierher, um etwas mitzunehmen. Die Chancen waren da, jetzt gehen wir ohne Punkt nach Hause. Das ist nicht gut und daher können wir nicht zufrieden sein. St. Gallen hat trotz Unterzahl weiter aufopferungsvoll gekämpft und es taktisch gut gemacht. Es ist uns nicht gelungen, unsere Chancen zu nutzen, um das 1:0 zu machen. Man denkt immer automatisch, es sei ein Vorteil mit einem Mann mehr, heute war es für uns aber kein Vorteil. Wir hätten es besser machen müssen.»
Lawrence Ati Zigi. Zeigt sieben Paraden, hält die Null – und den Sieg der St. Galler in Unterzahl fest. Starker Auftritt des Ghanaers, der in der Nati-Pause mal wieder mit seinem Land unterwegs war, aber nicht zum Einsatz kam.
Karim Sow. Zeigt 88 Minuten lang ein gutes Spiel, verschuldet dann erst den Penalty und fliegt danach auch noch vom Platz. Ein gebrauchter Abend für den Lausanne-Verteidiger.
Der neue Stadionname bewegt die Fussball-Ostschweiz. Ab 13 Uhr sind die Urnen geöffnet. Alle, die eine Saisonkarte besitzen, dürfen an der Abstimmung teilnehmen. Zur Auswahl stehen: Säntisstadion, Gallusstadion und Sitterstadion. Wie der Noch-Kybunpark in Zukunft heissen wird, wird am 3. Dezember bekannt gegeben.
Das Schiri-Trio um Johannes von Mandach, Susanne Küng und Mirco Bürgi hat wenig brenzlige Situationen zu beurteilen. Klar, über die erste Gelbe Karte für Lukas Görtler kann man diskutieren, weil der FCSG-Captain zuvor beim Rencontre mit Mouanga angerempelt wird und man es auch bei einer Ermahnung hätte belassen können. Die zweite Gelbe, die zum Platzverweis führt, ist hingegen diskussionslos.
Etwas mehr als 15’000 Menschen trotzen den eisigen Temperaturen und füllen den Kybunparkt mit Wärme. Gegen Ende der Partie wirds gar richtig feurig, weil die Espen-Fans den Abpfiff herbeisehnen, Schiri Mandach aber noch ein bisschen weiterlaufen lässt.
Für St. Gallen steht unter der Woche am Mittwoch um 19 Uhr das Nachholspiel in Lugano an. In der nächsten Runde misst sich der FCSG nächsten Sonntag (16.30 Uhr) auswärts in Basel mit dem amtierenden Meister. Auch für Lausanne geht es bereits am Donnerstag weiter, nämlich um 18.45 Uhr mit dem Conference-League-Spiel bei Lech Posen aus Polen. In der Liga empfangen die Waadtländer am Sonntag (16.30 Uhr) den FC Thun.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 19 | 16 | 40 | |
2 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
3 | FC Lugano | 19 | 5 | 33 | |
4 | FC Basel | 19 | 8 | 32 | |
5 | BSC Young Boys | 19 | 0 | 29 | |
6 | FC Sion | 18 | 4 | 27 | |
7 | FC Zürich | 19 | -7 | 24 | |
8 | FC Luzern | 19 | 0 | 21 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 18 | 0 | 21 | |
10 | Servette FC | 18 | -6 | 20 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 19 | -9 | 17 | |
12 | FC Winterthur | 18 | -27 | 10 |






