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Highlights im Video:Rrudhani-Knaller lässt Vaduz-Goalie keine Chance
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Vaduz wieder ohne Punkte
Tholot-Joker lassen die Walliser spät jubeln

Lange sieht es nach dem ersten Punktgewinn der Vaduzer nach dem Aufstieg aus, doch dann sticht mit Franck Surdez noch ein zweiter Tholot-Joker.
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Franck Surdez trifft tief in der Nachspielzeit zum 3:2-Sieg für Sion.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Die Schlüsselszene

Didier Tholot spricht oft von der Startelf und der Schlusself. Wieder einmal haben die Wechsel des Sion-Trainers funktioniert, die Tholot diesmal bereits in der 56. Minute vornimmt. Sie sorgen für die Wende. Winsley Boteli erzielt den Ausgleich, Franck Surdez sorgt für den späten Walliser Lucky Punch in der Nachspielzeit.

Das Spiel

Die beiden Conference-League-Kandidaten liefern sich im Tourbillon in der ersten Halbzeit ein munteres Hin und Her. Die Liechtensteiner gehen früh in Führung und übernehmen in der Folge auf des Gegners Platzes sogar das Spieldiktat. Durch ein Traumtor kommen die Hausherren dennoch zum Ausgleich. Und dann hat Sion Oberwasser. Nach einem Corner in der 27. Minute kommen sie der Führung am nächsten. Rilind Nivokazis Kopfball trifft den linken Pfosten, Jan Kronigs Nachschuss geht an die Latte. Treffen tut dann aber wieder der FCV, weil die Sittener Innenverteidigung bei einer Flanke schläft.

Nach dem Seitenwechsel spielt vor allem Sion, das in der 56. Minute mit Boteli, Surdez, Kabacalman und Chouaref vier Spieler bringt, die im Vergleich zum Europacup rausrotiert wurden. Und zwei der Joker stechen: Boteli trifft zum fünften Mal im sechsten Pflichtspiel der Saison. Auch der sechste Treffer wäre noch dringelegen, doch eine Hereingabe in der 88. Minute landet im Rücken des Knipsers. Es dürfte ihm egal sein, da Franck Surdez den Sittenern spät doch noch den Sieg sichert. Bitter für tapfere Vaduzer, die erneut ein Spiel aus der Hand geben und ohne Punkte dastehen.

Die Tore

5. Minute, Julian Stark, 0:1. Ein Schuss von Dejan Sorgic wird abgefälscht, sodass Marcel Monsberger im Fünf-Meter-Raum zu Stark rüberlegen kann. Goalie Anthony Racioppi im Tor kommt zu zögerlich raus.

21. Minute, Donat Rrudhani, 1:1. Was für ein Hammer! Nach einer rausgeköpfelten Flanke haut der Kosovare den Ball aus dem Rückraum von halblinks mit dem ersten Kontakt aus knapp 20 Metern volley oben in die nahe Ecke. Damit macht er seine Schwalbe, die mit Gelb bestraft wurde, mehr als wieder gut.

36. Minute, Marcel Monsberger, 1:2. Der 1,87 Meter grosse Mittelstürmer wird im Zentrum nach einer Flanke von Lutfi Dalipi alleingelassen und köpfelt den Ball via Boden in die linke Ecke.

79. Minute, Winsley Boteli, 2:2. Der erste Joker sticht: Wuchtig köpfelt der junge Stürmer nach einer Cipriano-Flanke von links in die weite Ecke.

90.+4. Minute, Franck Surdez, 3:2. Wieder eine Flanke, wieder Tor. Diesmal kommt der Ball von rechts von Chouaref (ebenfalls eingewechselt) und Surdez vollendet per Kopf.

Der Beste

Lutfi Dalipi ist trotz der Vaduzer Niederlage der beste Spieler auf dem Platz. Der offensive Mittelfeldspieler stellt seine gesamte technische Qualität unter Beweis, insbesondere bei seiner perfekten Flanke zum 2:1. Dalipi arbeitet aber auch viel nach hinten, steht am Ende trotzdem mit leeren Händen da.

Der Schlechteste

Schon am Donnerstag in Jerewan gibt Anthony Racioppi nicht die beste Figur ab. Und auch gegen Vaduz sieht der Sion-Keeper bei beiden Gegentoren nicht gut aus. Beim 0:1 kommt er zu spät raus und faustet ins Leere, beim 1:2 lässt er einen relativ harmlosen Kopfball-Aufsetzer passieren.

Das gab zu reden

Drei Spiele, drei gute Leistungen – und trotzdem null Punkte. Aufsteiger Vaduz muss Lehrgeld zahlen. Bereits beim 1:2 in Lugano, beim 2:3 gegen St. Gallen und nun im Wallis hätte das Team von Marc Schneider dank seines beherzten Auftretens mindestens einen Punkt verdient gehabt.

Die Fans

7000 Fans sind im Tourbillon und erleben ein spannendes Spiel. Ein paar Dutzend Fans aus Vaduz sind auch angereist.

Die Schiris

Hajrim Qovanaj leitet die Partie souverän. Er lässt sich von Rrudhanis Schwalbe nicht täuschen und verwarnt den Walliser zu Recht. Der VAR muss nicht eingreifen.

So gehts weiter

Beide Teams sind bereits am Donnerstag wieder in der Conference League gefordert. Es geht um den Einzug in die Playoffs. Sion empfängt mit einem 2:2 aus dem Hinspiel den FC Noah aus Armenien (20.15 Uhr). Auch Vaduz spielt nach einer 1:2-Auswärtspleite gegen Inter Turku aus Finnland zu Hause (19.30 Uhr).

In den heimischen Wettbewerben geht es für Sion am kommenden Sonntag in der ersten Cup-Runde im Kanton Freiburg gegen Kerzers (2. Liga). Vaduz greift im Liechtensteiner Cup erst ab dem Viertelfinal im Oktober ein.

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