Die Schlüsselszene
Man könnte jedes einzelne Tor des FCL für diese Rubrik herauspicken. Denn die Luzerner dominieren die Partie in sämtlichen Belangen. Zu keinem Zeitpunkt entsteht der Eindruck, dass die Hoppers hier einen oder gar mehrere Punkte mitnehmen könnten.
Das Spiel
GC kassiert nach dem 2:5 im Nachholspiel gegen Sion die nächste Pleite. In Luzern verschlafen die Hoppers den Start komplett, während die Luzerner von Anfang an bereit sind. So geht das Heimteam nach fünf Minuten in Führung, nur vier Minuten später wird Torschütze Owusu zum Vorlagengeber und legt den zweiten Treffer von Kabwit auf.
Nach neun Minuten steht es bereits 2:0 für den FCL. Damit ist GC aber noch gut bedient, denn Luzern hätte durchaus nochmals nachlegen können. Die überrumpelten Zürcher brauchen derweil eine Weile, bis sie ins Spiel finden, stellen die Luzerner Defensive aber nie wirklich vor grosse Probleme.
Luzern macht hingegen weiter Druck. Nach der Pause hat Kabwit aus der Drehung die Chance, zu erhöhen. GC-Goalie Hübel kann sein Team mit einer Glanzparade noch im Spiel halten, wenig später sorgt Mikolajewski mit einem Doppelpack aber für die Vorentscheidung. Bengondo kann noch verkürzen, die Hoppers agieren jedoch zu harmlos, um noch eine Aufholjagd starten zu können. Stattdessen wird es mit dem nächsten Luzerner Treffer noch bitterer. GC kassiert mit dem 1:5 die zweite hohe Klatsche in Folge. Für Coach Peter Zeidler dürfte es langsam ungemütlich werden.
Die Tore
5. Minute, Tyron Owusu, 1:0. Freimann setzt sich auf der linken Seite durch. Über Mikolajewski gelangt der Ball zu Di Giusto. Di Giusto legt den Ball von der linken Strafraumseite auf Owusu im Zentrum zurück. Dieser zieht von Höhe der Strafraumgrenze ab und lässt Hübel im GC-Tor keine Chance. Die GC-Spieler reklamieren ein Foulspiel von Freimann bei der Entstehung, der VAR greift aber zu Recht nicht ein.
9. Minute, Oscar Kabwit, 2:0. GC kann kurz vor der Mittellinie nur ungenügend klären. Der Ball kommt so zu Owusu, der auf Kabwit durchsteckt. Der Stürmer rennt auf den heraus eilenden Hübel los und versenkt den Ball eiskalt am GC-Goalie vorbei im Tor.
60. Minute, Daniel Mikolajewski, 3:0. Pllana lässt im eigenen Strafraum das Bein gegen Mikolajewski stehen. Cibelli zeigt sofort auf den Punkt. Der polnische Stürmer übernimmt die Verantwortung gleich selbst und lässt Hübel mit seinem eiskalten Schuss keine Abwehrchance.
73. Minute, Daniel Mikolajewski, 4:0. Joker Bongeli legt perfekt in die Mitte für Mikolajewski auf. Die Parma-Leihgabe muss aus kurzer Distanz nur noch einschieben.
76. Minute, Samuele Bengondo, 4:1. Lee bedient Bengondo, der den Ball aus der Distanz via Lattenunterkante ins Tor zimmert.
86. Minute, Daniel Mikolajewski, 5:1. Ferreira lanciert Mikaolajewski in der Strafraummitte. Der Pole bezwingt Hüberl ein drittes Mal und macht seinen Hattrick perfekt.
Die Stimmen
FCL-Captain Stefan Knezevic (gegenüber Blue): «Wenn man nur das Resultat anschaut, ist es fast perfekt. Das Gegentor schmerzt etwas, aber das haben sie sich verdient, weil sie doch die eine oder andere Chance hatten. Für mich war es zuletzt eine happige Zeit und ich war viel mit mir selbst beschäftigt. Ich bin froh, konnte ich heute wieder mal auf dem Platz stehen und dass der Abend so verlief.»
Der Beste
Daniel Mikolajewski. Dreierpack für den jungen polnischen Stürmer. Es ist sein Abend. Er steht immer am richtigen Ort und versenkt den Penalty eiskalt. Damit steht er nach 7 Spielen schon bei 7 Skorerpunkten. Sein Ziel sind 20. Er ist auf einem guten Weg.
Der Schlechteste
Giotto Morandi. Zu keiner Zeit findet er in die Partie. Muss nach 45 Minuten runter. Sein Ersatz Bengondo macht in zehn Sekunden mehr als Morandi in der gesamten ersten Halbzeit – holt einen Eckball heraus und erzielt den GC-Ehrentreffer.
Das gab zu reden
Vor einem Jahr stand GC nach 9 Partien mit 9 Punkten da. Dieses Jahr ist es nach der Pleite gegen Luzern ein Punkt weniger. Zudem hat man eine deutlich schlechtere Defensive. Waren es letztes Jahr noch 13 Gegentore nach 9 Partien, sind es dieses Jahr schon 24 – zehn davon in den letzten zwei Spielen. Ungemütlich für Peter Zeidler.
Die Schiris
Luca Cibelli (Schiedsrichter), Guillaume Maire (Assistent), Quentin Christe (Assistent), Johannes von Mandach (VAR). Problemloser Arbeitstag für das Schiri-Gespann. Alles korrekt. Auch der Penaltypfiff für Luzern.
Die Fans
Neben der Thermoplanarena steigt das Luzerner Oktoberfest. 13224 Fans entscheiden sich allerdings dafür, ihr Bier lieber beim Fussballspiel zu geniessen, statt das Münchner Volksfest in Kopie zu feiern.
So gehts weiter
Nun folgt die lange Nati-Pause. Für Luzern steht danach am Samstag, 10. Oktober (20.30 Uhr) das Auswärtsspiel in Lugano an. GC empfängt einen Tag später um 14 Uhr YB im Letzigrund.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 10 | 24 | 28 | |
2 | BSC Young Boys | 10 | 15 | 22 | |
3 | FC Sion | 10 | 6 | 19 | |
4 | FC St. Gallen | 10 | -2 | 16 | |
5 | FC Zürich | 10 | -4 | 14 | |
6 | Servette FC | 10 | 1 | 13 | |
7 | FC Basel | 10 | -3 | 13 | |
8 | FC Luzern | 10 | -5 | 12 | |
9 | FC Thun | 10 | -10 | 10 | |
10 | FC Vaduz | 10 | 0 | 9 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 10 | -13 | 8 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 10 | -9 | 6 |