Die Schlüsselszene
Die dritte Minute ist eben erst angebrochen, als der FC Luzern ein erstes Mal mit Entschlossenheit vor dem Tor von Melvin Mastil auftaucht. Owusu schiebt die Kugel auf Mikolajewski. Der kontrolliert sie sauber und zieht schnell ab, doch der Waadtländer Keeper pariert fantastisch. Allerdings unglücklicherweise vor die Füsse von Matteo Di Giusto, der eiskalt vollendet. Es ist das Game-winning-Goal. Logisch, es ist ja das einzige des Spiels. Vor allem aber muss Lausanne diesem Handicap extrem früh hinterherrennen – und scheitert daran, es wettzumachen.
Das Spiel
Luzern feiert gegen Lausanne sein 125-Jahr-Jubiläum und darf bereits früh jubeln. Di Giusto bringt das Heimteam nach drei Minuten in Führung und hat sogleich weitere freudige News zu verkünden, als er mit dem Baby-Jubel bekanntgibt, dass er erstmals Vater wird. Die Feierlichkeiten sind also lanciert. Und die Führung könnte danach durchaus höher ausfallen. Di Giusto (6.), Freimann per Kopf (22.) und gleich mehrere Luzerner nacheinander (33.) finden ihren Meister jedoch im jeweils stark reagierenden Lausanne-Goalie Mastil.
Lausanne kommt derweil kaum aus der eigenen Hälfte. Gefährlich wirds einzig nach einer Ecke, als Janneh per Volley abzieht (29.). Dorn rettet in extremis auf der Linie für den wegrutschenden Letica, der bei seinem Debüt gegen Ex-Klub Lausanne wenige Tage nach seinem Transfer geschlagen gewesen wäre.
Auch in der zweiten Hälfte hat Luzern mehr vom Spiel, kann seine Chancen jedoch nicht nutzen. Auf der Gegenseite kommt Lausanne zwar einige Male in die gefährliche Zone, ist aber im Abschluss ebenfalls zu ideenlos. Luzern bringt die knappe Führung so über die Zeit und feiert neben dem Jubiläum somit auch seinen ersten Saisonsieg.
Das Tor
3. Minute, Matteo Di Giusto, 1:0. Blitzstart für den FCL. Kabwit wird mit einem langen Ball lanciert und legt ab für Owusu. Dieser leitet weiter ins Zentrum zu Mikolajewski, der abzieht. Lausanne-Goalie Mastil kann abwehren, mit dem Nachschuss trifft Di Giusto zur frühen Luzerner Führung – und setzt danach zum Baby-Jubel an.
Die Stimme
FCL-Torschütze Matteo Di Giusto (gegenüber Blue): «Es ist extrem schön. Die Mannschaft hat sich das verdient mit harter Arbeit. Es war kein einfacher Saisonstart. Wir haben heute eine sehr gute Leistung gezeigt. Es ist ein verdienter Sieg. Wir wollten das Spiel passend zum Jubiläum mit voller Energie angehen und allen Leuten im Stadion ein schönes Erlebnis geben. Für uns als Mannschaft konnten wir ein positives Ergebnis schaffen.»
Der Beste
Matteo Di Giusto ist so ziemlich omnipräsent, wenn es um gefährliche Aktionen des FCL geht. Symptomatisch, macht der Zürcher das Siegtor. Und das eiskalt.
Der Schlechteste
Tyler Fredricsen, die Leihgabe von Manchester United, die einmal in der Premier Leaguer auflaufen durfte. Er hat den Job, den an den Adduktoren verletzten Kevin Mouanga zu vertreten. Das gelingt nicht ebenbürtig.
Das gab zu reden
Es ist ja das Spiel zu einem grossen Jubiläum. An diesem Tag vor 125 Jahren wurde der FC Luzern aus der Taufe gehoben. Weshalb Legenden aus verschiedenen Epochen, vor allem dem einzigen Meistertitel der Klubgeschichte 1989, dem Spiel beiwohnen. Einer von ihnen hat rabenschwarzes Pech: Meisterspieler Hebi Baumann verletzt sich beim Warm-up zum Lattenschiessen in der Pause und muss durch Peter Gmür ersetzt werden. Doch weder er noch einer der fünf Fans treffen ... Zum Glück machen es die aktuellen Profis besser.
Die Schiris
Keine wesentlichen Probleme für WM-Ref Sandro Schärer, der allerdings eine für ihn ungewöhnlich kleinliche Linie bei den Gelben fährt. Immerhin: Er stellt Lausannes Sow nach dem Foul an Mikolajewski (74.) nicht mit Gelb-Rot vom Platz, was dann extrem kleinlich gewesen wäre.
Die Fans
Top-Stimmung in der Thermoplan-Arena! Logisch, es war ja das Jubiläumsspiel. 14'007 Fans sind zugegen, was bedeutet: Fast ausverkauft. Und die Innerschweizer Anhänger sorgen für 90 Minuten Partystimmung.
So gehts weiter
Für Luzern steht am nächsten Samstag (18 Uhr) das Auswärtsspiel bei Servette an. Lausanne empfängt gleichzeitig den FCZ in der Tuilière.
Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!
Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 10 | 24 | 28 | |
2 | BSC Young Boys | 10 | 15 | 22 | |
3 | FC Sion | 10 | 6 | 19 | |
4 | FC St. Gallen | 10 | -2 | 16 | |
5 | FC Zürich | 10 | -4 | 14 | |
6 | Servette FC | 10 | 1 | 13 | |
7 | FC Basel | 10 | -3 | 13 | |
8 | FC Luzern | 10 | -5 | 12 | |
9 | FC Thun | 10 | -10 | 10 | |
10 | FC Vaduz | 10 | 0 | 9 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 10 | -13 | 8 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 10 | -9 | 6 |