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Highlights im Video:Mutandwa haut den Penalty unter die Latte
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Servette siegt dank Penalty
Fan-Boykott sorgt für gespenstisches Genfersee-Derby

Spezielle Stimmung in Lausanne: Da die Hardcore-Fans die Partie boykottieren, ist es im Stade de La Tuilière still. Servette gewinnt das Derby knapp.
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Servette gewinnt ein eigenartiges Genfersee-Derby.
Foto: keystone-sda.ch

Die Schlüsselszene

Am Ende ist es der Penalty-Pfiff, der dieses Spiel entscheidet. Kingstone Mutandwa verwandelt eiskalt zum 1:0 für Servette. Weil die Lausanner danach viele Chancen liegen lassen, ist es das Siegtor.

Das Spiel

Das Spiel passt in der ersten Halbzeit zur Stimmung im Stadion: Weil die Servette-Fans nicht ins Stadion gelassen werden, boykottiert auch die Lausanner Kurve die Partie. Auf dem Kunstrasen ist das Heimteam bemühter, Torgefahr kommt aber auf beiden Seiten kaum auf.

So überrascht es nicht, dass nach der Pause Standardsituationen zu den Grosschancen führen. Zunächst verpasst Omar Janneh per Kopf nach einer Lausanne-Ecke, dann gehen die Genfer per Penalty in Führung.

Das Tor tut dem Spiel gut. Lausanne sucht den Ausgleich und bietet dadurch auch Servette mehr Räume für Gegenangriffe. Trotz guter Chancen, wie beispielsweise der fast perfekte Freistoss von Nordsjaelland-Leihagbe Levy Nene an den Pfosten, stehen die Waadtländer am Ende mit leeren Händen da. Es ist ihr fünftes siegloses Liga-Spiel in Folge (zwei Punkte). Servette feiert nach zwei Niederlagen wieder einen Vollerfolg.

Das Tor

52. Minute, Kingstone Mutandwa, 0:1. Étienne Kinkoué holt Miroslav Stevanovic im Strafraum von den Beinen, Sandro Schärer zeigt nach VAR-Intervention auf den Punkt. Cagliari-Leihgabe Mutandwa übernimmt die Verantwortung und verwandelt den Penalty sicher. Erstes Tor für ihn im Servette-Dress.

Der Beste

Der Angriff von Servette glänzt zwar erneut nicht, er hat mit Kingstone Mutandwa aber einen lebhaften und durchschlagskräftigen Stürmer. Er verwandelte den entscheidenden Elfmeter mit grosser Gelassenheit und stellt eine ständige Gefahr für die Lausanner Abwehr dar.

Der Schlechteste

Theo Bergvall. Besonders folgenschwer sind seine zwei Rückpässe. Den ersten kann Karim Sow noch in letzter Sekunde klären. Beim zweiten geht es schief: Bergvall bringt seine Abwehr mit einem riskanten Rückpass in Bedrängnis – am Ende resultiert ein Penalty für Servette.

Das gab zu reden

Um den Servette-Fans die Anreise zum Stade de la Tuilière zu erleichtern – respektive überhaupt erst zu ermöglichen –, werden Busse organisiert, die sie vom Bahnhof zum Stadion bringen. Dort werden die Anhänger allerdings angeblich vor den Toren des Gästesektors in den Bussen festgehalten.

Daraufhin fordert der Anführer der Lausanner Ultras die Fans auf, die Heimkurve zu verlassen und sich mit den Gästen zu solidarisieren. Im Block wird ein Transparent mit der Botschaft «Gefüllte Gästeblöcke für lebendige Stadien» präsentiert. Im leeren Gästesektor ist derweil zu lesen: «Freiheit für die Ultras.»

Die Solidaritätsaktion hat eine ungewöhnliche Atmosphäre zur Folge: Das Spiel findet in fast gespenstischer Stille statt und erinnert damit eher an ein Testspiel als an ein Derby.

Die Fans

Es wird eine Kulisse von 8712 Zuschauerinnen und Zuschauern ausgerufen. Ein grosser Teil davon ist aber nicht anwesend. Stimmung kommt entsprechend nicht auf.

Die Schiris

Perfekt geleitet von Sandro Schärer, der sich von der Intensität der Partie nicht aus der Ruhe bringen lässt. Einmal geht er zum VAR-Bildschirm und trifft die richtige Entscheidung, indem er dem SFC einen Penalty zuspricht.

So gehts weiter

Servette steht bereits am Mittwoch (19 Uhr) im Nachholspiel in Thun wieder im Einsatz. Damit werden die Grenats, die am Samstag (18 Uhr) bei YB spielen, zwei Partien absolvieren, bevor Lausanne am Sonntag zu Hause gegen Lugano (16.30 Uhr) das nächste Mal ran muss.

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