Das Spiel
Es braucht die letzte Aktion der ersten Hälfte, um die Zuschauer im Genfer Stadion zu wecken. Winti-Araz wird im Strafraum gefoult, Buess versenkt den anschliessenden Penalty souverän. Zuvor präsentiert sich das Geschehen träge, vor allem auf der Seite der Gäste merkt man, dass Trainer Patrick Rahmen beim kriselnden Servette die Rotationsmaschine angekurbelt hat – im Gegensatz zum 2:1-Sieg gegen SLO wechselt er auf acht Positionen. Nur der Ausfall von Captain Lekaj geschieht aus verletzungsbedingten Gründen.
Lekaj ist es schliesslich, der beim sichtbar weniger eingespielten Winti-Team hinten fehlt, als Servettes Bedia zehn Minuten nach Wiederanpfiff im Sechzehner völlig alleinstehend zum Ausgleich trifft. Für die Mannschaft von René Weiler ist es nach drei Ligapleiten in Serie ein Weckruf. Plötzlich fliessen die Angriffe beim Vizemeister vom vergangenen Jahr – mit dem zweiten Tor als Belohnung. Spiel gedreht, Krise überwunden? Nein! Denn die Genfer haben kurz vor Schluss Pech: Innenverteidiger Severin befördert die Kugel ins eigene Tor. So kann die Winterthurer B-Elf am Ende doch noch jubeln.
Der Beste
Chris Bedia ist in der ersten Halbzeit der einzige Genfer, der auffällt. Nach dem Seitenwechsel ist der Ivorer nicht mehr zu stoppen, ist omnipräsent und markiert das zwischenzeitliche 1:1.
Der Schlechteste
Servette-Mittelfeldmotor Timothé Cognat hat schon bessere Leistungen abgeliefert. Negativer Höhepunkt: das Foul, das zum Penalty und somit zum 0:1 führt.
Das gab zu reden
Servette kann einfach nicht mehr gewinnen. Im Europacup und in der Super League steht nur ein Sieg nach 90 Minuten zu Buche – das 3:1 am 1. Spieltag gegen GC. Siege gabs seither nur noch im Cup gegen Amateure. Noch haben sie in Genf Geduld, aber nach dem Vizemeistertitel vergangene Saison unter Ex-Trainer Alain Geiger muss René Weiler langsam aber sicher Punkte holen.
So geht es weiter
Winti empfängt am Samstag Lugano (18 Uhr), zur gleichen Zeit steigt in Genf das Romand-Derby zwischen Servette und Lausanne.
Stade de Genève. - 4124 Zuschauer. - SR Wolfensberger.
Tore: 45+2. Buess (Penalty) 0:1. 54. Bedia (Ondoua) 1:1. 82. Stevanovic (Bolla) 2:1. 89. Severin (Eigentor) 2:2.
Aufstellungen:
Servette:
Frick; Bolla, Rouiller, Severin, Mazikou; Stevanovic, Cognat, Ondoua, Kutesa; Crivelli, Bedia
Winterthur: Keller; Sidler, Schmid, Stillhart, Diaby; Araz, Zuffi; Ramizi, Schneider, Burkart; Buess
Wechsel:
Servette: Guillemenot (76. für Kutesa). Douline (85. für Crivelli). Rodelin (94. für Mazikou).
Winterthur: Ltaief (60. für Ramizi). Ballet (60. für Burkart). Turkes (86. für Buess). Di Giusto (86. für Schneider). Gantenbein (90. für Sidler).
Gelb: 43. Araz, 49. Bedia, 69. Buess (Foul), 79. Severin (Unsportlichkeit), 94. Stillhart (Foul)
.Bemerkungen: Servette ohne Baron, Lyng, Magnin (verletzt), Diallo, Souare (ohne Aufgebot). Winterthur ohne Lekaj (verletzt).
Stade de Genève. - 4124 Zuschauer. - SR Wolfensberger.
Tore: 45+2. Buess (Penalty) 0:1. 54. Bedia (Ondoua) 1:1. 82. Stevanovic (Bolla) 2:1. 89. Severin (Eigentor) 2:2.
Aufstellungen:
Servette:
Frick; Bolla, Rouiller, Severin, Mazikou; Stevanovic, Cognat, Ondoua, Kutesa; Crivelli, Bedia
Winterthur: Keller; Sidler, Schmid, Stillhart, Diaby; Araz, Zuffi; Ramizi, Schneider, Burkart; Buess
Wechsel:
Servette: Guillemenot (76. für Kutesa). Douline (85. für Crivelli). Rodelin (94. für Mazikou).
Winterthur: Ltaief (60. für Ramizi). Ballet (60. für Burkart). Turkes (86. für Buess). Di Giusto (86. für Schneider). Gantenbein (90. für Sidler).
Gelb: 43. Araz, 49. Bedia, 69. Buess (Foul), 79. Severin (Unsportlichkeit), 94. Stillhart (Foul)
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 9 | 20 | 25 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
6 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
7 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
8 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
9 | FC Thun | 9 | -8 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |