Stürmer-Schnäppchen verpasst
Sturmhoffnung kostete den FCL rund fünf Mal mehr

Asumah Abubakar (24) kommt aus Lugano als neuer Hoffnungsträger zum FCL. Allerdings wäre der frühere Kriens-Stürmer vor einem Jahr in der Nachbarschaft für einen Spottpreis zu haben gewesen.
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Asumah Abubakar soll den Luzerner Angriff verstärken.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
Marco Pescio

Löst er die Offensivprobleme von Schlusslicht Luzern? Asumah Abubakar (24) soll den FCL in der Rückrunde zum Ligaerhalt ballern. Seine Tore sind bitter nötig, denn bislang hat in der Super League einzig Lausanne (18 Tore) weniger oft getroffen als die seit Saisonbeginn dauerkriselnden Luzerner (20).

Abubakar kommt mit dem Leistungsausweis von sechs Treffern und vier Assists in 42 Pflichtspielen für Lugano – innerhalb von zwölf Monaten. Im Vorjahr war er im Januar aus der Luzerner Nachbarschaft, vom SC Kriens, ins Tessin gewechselt.

Schon damals steckte der FCL in der sportlichen Misere, unter Fabio Celestini belegte man den vorletzten Platz. Abubakar, der mitten in seiner zweiten starken SCK-Saison war, wäre da für wenig Geld vom Kleinfeld in die Swissporarena zu locken gewesen.

Doch jetzt hatte der portugiesisch-ghanaische Angreifer bereits Super-League-Status. Der FC Luzern, der im Vorjahr einen Verlust von 3,3 Mio. Franken schrieb, musste deutlich tiefer in die Taschen greifen. Rund das fünffache soll Abubakar nun gekostet haben, wird kolportiert (rund eine halbe Million Franken).

Frick wollte Abubakar «schon immer»

Hatte der FCL da eine Chance vertan? Oder passte Abubakar Anfang 2021 schlicht nicht in die Pläne des Duos Celestini/Remo Meyer? Klar ist: Luzerns neuer Cheftrainer Mario Frick ist auf jeden Fall ein Fan des 1,83 grossen Stürmers. Er hatte ihn bereits in Vaduz im Visier, dort fehlten jedoch die nötigen Mittel. Frick: «Er ist ein sehr wendiger Spieler, ein steter Unruheherd und hat trotzdem Verdrängung, kann einen Ball gut halten. Deshalb wollte ich ihn schon immer holen.»

Sportchef Meyer nimmt seinerseits nach dem 0:1 im Test gegen Winterthur ebenfalls Stellung. Er sagt auf die Frage, warum Abubakar erst jetzt verpflichtet wurde: «Es muss immer alles passen, dass es zu einem Transfer kommen kann – und dies war nun der Fall.» Er sei «froh» dass es jetzt «geklappt» habe.

Nun hoffen in Luzern alle, dass Abubakar in der Swissporarena zu alter Kriens-Form (22 Tore/zehn Assists in 50 Spielen) findet.

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