Stocker neuer FCB-Captain
Trainer Koller degradiert Fabian Frei

«Wir wollten etwas Neues probieren», sagt Marcel Koller. Und macht Valentin Stocker zum Captain. Fabian Frei, der sich hinter dem Rücken des Trainers beim Präsidenten beschwerte, guckt in die Röhre.
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Letzte Saison trug Fabian Frei in Abwesenheit des verletzten Suchys die Captain-Binde.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus
Stefan Kreis

«Die Captain-Frage spaltet Basel», titelt BLICK am 17. Juni und setzt ein Fragezeichen hinter den Führungsanspruch von Fabian Frei. Der war in der letzten Saison hinter Marek Suchy Vize-Captain und dessen logischer Nachfolger nach dem Abgang des tschechischen Innenverteidigers. Frei machte in Interviews nie einen Hehl daraus, dass er einst gerne Captain werden würde. Nun aber kommts zum Knall, Koller degradiert Frei! «Valentin Stocker neuer Captain», meldet der FCB via Twitter. Taulant Xhaka und Jonas Omlin sind seine Stellvertreter. 

«Fabian Frei gehört dem Vernehmen nach zum Anti-Koller-Lager», berichtete die NZZ Anfang der letzten Woche. Dass der Mittelfeldspieler einer jener Spieler war, die sich im Dezember hinter dem Rücken des Trainers beim Präsidenten beschwerten, ist kein Geheimnis. Gegenüber BLICK bestätigt der Mittelfeldspieler die Diskussionen kurz nach dem Treffen mit Burgener: «Die Gespräche sind alle sehr normal und zielorientiert verlaufen. Jeder, seien es nun die Spieler, der Sportchef oder der Trainer, will nur das Beste für diesen Verein. Das ist wie in einer Familie. Da darf man auch mal sagen, wenn einem etwas nicht passt.» Nun kriegt Frei die Quittung. 

Koller selbst begründet seine Wahl nach dem 5:1-Sieg im Testspiel gegen 1860 München damit, «etwas Neues machen zu wollen.» Er habe sehr gute Gespräche mit Stocker gehabt, so der Trainer. «Vali hat eine Mega-Vergangenheit in Basel, ist ein Kämpfer, ein guter Typ. In der Kabine akzeptiert», schwärmt Koller. Stockers Stellvertreter Taulant Xhaka nennt er «eine Identifikationsfigur in Basel», der dritte im Bunde, Jonas Omlin, sei ebenfalls ein Führungsspieler.

Und Frei? Auch der sei eine Persönlichkeit und werde zusammen mit Eder Balanta, Zdravko Kuzmanovic und Eray Cömert im Spielerrat bleiben. «Wenn einer der drei Captains ausfällt, wird einer aus diesem Quartett die Binde tragen», sagt Koller. Gegen 1860 München ist es Fabian Frei. Wohl das letzte Mal für längere Zeit.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
25
29
58
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
2:0
25
17
46
3
FC Lugano
FC Lugano
25
11
43
4
FC Basel
FC Basel
25
7
40
5
FC Sion
FC Sion
25
7
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
25
2
36
7
FC Luzern
FC Luzern
25
1
30
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
25
-2
30
9
FC Zürich
FC Zürich
25
-12
28
10
Servette FC
Servette FC
25
-7
27
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
25
-12
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
0:2
25
-41
14
Meisterschaftsrunde
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