Darum gehts
- Luzern-Goalie Simoni (22) patzt erneut gegen St. Gallen, wird emotional
- Dritter Fehler im dritten Spiel, weinend in der Kabine gesehen
- St. Gallens Görtler und FCL-Team stärken ihm mit ermutigenden Worten den Rücken
Dieser Kerl kann einem echt leidtun. Luzern-Goalie Simon Simoni (22) patzt kurz vor der Pause und schenkt St. Gallen so die Führung. Ihm flutscht eine harmlose Flanke durch die Finger, FCSG-Daschner sagt Danke und muss nur noch einschieben.
Schon wieder patzt Simoni. Es ist der dritte Fehler im dritten Spiel. Ein Albtraum-Start für den Nachfolger von Pascal Loretz (23). Nach dem Spiel übermannen Simoni dann die Emotionen. Auf dem Weg in die Kabine weint der 22-Jährige bittere Tränen und versteckt sein Gesicht im Trikot.
Aufmunternde Worte von Freund und Feind
Da haben sogar die Gegenspieler Mitleid. St. Gallens Captain Lukas Görtler (32) munterte den gegnerischen Goalie schon in der Halbzeitpause auf dem Weg in die Kabine auf. «Er ist ein guter Typ und ein guter Torwart. Als älterer Spieler mit Fussballer-Herz finde ich das natürlich nicht geil. Ich wünsche ihm, dass er aus diesem Loch kommt», sagt er nach der Partie gegenüber Blick.
Teamkollege Leonardo Bertone sagt, dass das Team hinter dem Torwart stehe. «Wir sind hier für jeden. Jeder darf Fehler machen. Das ist Fussball. Wir stehen hinter ihm.» Und Stefan Knezevic fügt an: «Wir wollten das Spiel auch für ihn kehren und stärken ihm den Rücken.»
FCL-Trainer hält zu seiner Nummer 1
Auch Luzerns Trainer Udo Portmann stärkt derweil seinen Goalie. «Als junger Torwart musst du durch solche Täler durch. Er ist gefestigt und wir werden ihn weiter unterstützen. Im Moment werden diese Dinge bestraft, aber es wirft uns nicht aus der Bahn.» Ein Goalie-Wechsel sei aber keine Option.
Simoni ist also gesetzt im FCL-Kasten. Warum Luzern ihn holte, zeigte er zwischendurch auch in St. Gallen. Einen Weitschuss von Daschner lenkt er mit einer spektakulären Flugeinlage an die Latte.
Doch wenige Minuten später folgt der Patzer. Und dazwischen unterläuft Simoni noch ein weiteres Malheur. Weil er den Ball zweimal in die Hand nimmt, gibts einen indirekten Freistoss. Ziemlich dämlich, denn Schiri Dudic zeigte ihm zuvor noch deutlich an, dass er ihn nicht nochmals in die Hand nehmen darf.
Alles in allem ist dem Schlussmann die Verunsicherung deutlich anzusehen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 3 | 9 | 9 | |
2 | BSC Young Boys | 3 | 8 | 7 | |
3 | FC St. Gallen | 3 | 2 | 7 | |
4 | FC Sion | 3 | 2 | 6 | |
5 | FC Basel | 3 | 2 | 6 | |
6 | FC Lausanne-Sport | 3 | 1 | 5 | |
7 | Servette FC | 3 | -1 | 3 | |
8 | FC Zürich | 3 | -5 | 3 | |
9 | FC Thun | 3 | -6 | 3 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 3 | -4 | 1 | |
11 | FC Luzern | 3 | -5 | 1 | |
12 | FC Vaduz | 3 | -3 | 0 |

