Nach zwei Liga-Pleiten in Serie holte der FC Luzern vergangene Woche immerhin einen Punkt in Sion (1:1). Dabei aber nicht mit von der Partie: Vize-Captain Stefan Knezevic (30).
Der Innenverteidiger wurde für das Spiel gegen die Walliser überraschend aus dem Kader gestrichen. Und das, obwohl er nicht verletzt war und der FCL in der Abwehr nicht gerade übermässig besetzt ist.
Wie Trainer Udo Portmann (49) jetzt erklärt, musste er aufgrund seiner Leistung auf der Tribüne Platz nehmen: «Ich als Trainer muss unbequeme Entscheidungen fällen», sagt er an der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen YB. «Das war ein unbequemer Entscheid. Er ist ein wohlverdienter Spieler, ein Cupsieger und Vize-Captain. Trotzdem muss ich auf die Leistung schauen. Es sind viele kleine Faktoren, die da reinspielen und die wir jede Woche anschauen. Natürlich ist es nicht alltäglich, aber allzu viel muss man da nicht reininterpretieren.»
Wie reagierte er?
Knezevic habe es sportlich hingenommen: «Natürlich war er nicht glücklich über die Entscheidung. Das ist logisch. Ich habe noch nie einen Spieler glücklich gemacht, den ich nicht mitgenommen habe. Egal, ob er 19 ist oder 30. Am Ende sind sie aber alle Profis und verhalten sich dementsprechend», so Portmann. Deshalb sieht er es auch nicht als potenziellen Unruheherd innerhalb des Teams: «Nein, und sonst würden wir reagieren.»
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Ob die Massnahme das Ende von Knezevics Zeit beim FCL bedeuten könnte? Für seinen Trainer nicht: «Ich finde es schade, wenn man einem Spieler den Stempel aufdrückt, dass seine Zeit abgelaufen ist. Das ist nicht fair gegenüber ihm.»
Sportchef steht hinter Trainer
Auch Sportchef Remo Meyer (45) steht hinter den Aussagen des Trainers und pocht auf das Leistungsprinzip. Gegenüber der Luzerner Zeitung sagt er: «Seine bisherigen Leistungen waren nicht zufriedenstellend und zu wenig konstant. Das sieht Stefan selbst auch so.»
Meyer zeigt auch auf, was Knezevic tun muss, um sich seinen Platz in der Mannschaft zurückzuerobern: «Aktuell geht es für Stefan darum, seine Rolle voll anzunehmen, weiterhin hart zu arbeiten und mit seiner Erfahrung als Vorbild auf und neben dem Platz voranzugehen, damit wir als Mannschaft in den kommenden Spielen eine Leistungssteigerung zeigen können.»
Ob der Vize-Captain auch am Samstag gegen YB wieder auf der Tribüne Platz nehmen muss, verrät Trainer Portmann derweil nicht: «Das ist Gegenstand unserer Diskussionen der nächsten 24 Stunden.»
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 12 | 26 | 34 | |
2 | BSC Young Boys | 12 | 15 | 25 | |
3 | FC Sion | 12 | 7 | 23 | |
4 | FC Zürich | 12 | -1 | 20 | |
5 | FC St. Gallen | 12 | -3 | 19 | |
6 | Servette FC | 12 | 1 | 16 | |
7 | FC Basel | 12 | -4 | 14 | |
8 | FC Luzern | 12 | -6 | 13 | |
9 | FC Thun | 12 | -10 | 13 | |
10 | FC Vaduz | 12 | -1 | 10 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 12 | -13 | 10 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 12 | -11 | 6 |