«Das ist noch nicht genug»
FCB-Trainer Jokanovic spricht trotz Sieg Klartext

Dem FCB gelingt im Cup gegen Nyon (3:0) ein kleiner Befreiungsschlag. Aus der Krise sind die Basler deshalb aber noch nicht, findet Trainer Slavisa Jokanovic.
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Akpe Victory trifft gegen Nyon zum frühen 1:0 für den FCB.
Foto: Pascal Muller/freshfocus
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Lucas WerderReporter Fussball

Es hätte das erste ganz grosse Highlight in der Karriere von Akpe Victory (20) werden sollen: In der vergangenen Länderspielpause ist der Basler Verteidiger zum ersten Mal für die Nationalmannschaft von Nigeria aufgeboten worden. Doch statt im Testspiel gegen Russland (3:3) sein Debüt für die «Super Eagles» zu feiern, schlug sich Victory in den letzten Wochen mit Oberschenkelproblemen herum, die dazu führten, dass er am vergangenen Wochenende beim 0:3 gegen Vaduz nur zu einem Kurzeinsatz kam.

Wie wichtig der Sommer-Neuzugang für den FCB bereits geworden ist, zeigt sich am Freitagabend. Im Cup-Duell steht Victory nicht nur in der Startelf, sondern trifft in der sechsten Minute per Kopf zur frühen Basler Führung. Am Ende steht ein 3:0-Sieg auf der Anzeigetafel. «Das war ein erster kleiner Schritt», sagt der Verteidiger nach dem Einzug in den Cup-Achtelfinal. Allerdings ist sich Victory bewusst, dass der klare Sieg über einen durchwachsenen FCB-Auftritt hinwegtäuscht.

«Müssen diesen Gegner dominieren»

Das sieht auch sein Trainer Slavisa Jokanovic (58) so, der nach dem ersten Sieg seiner Amtszeit zwar ebenfalls von einem Schritt in die richtige Richtung spricht, gleichzeitig aber auch festhält: «Wir müssen genug erwachsen sein, um zu erkennen, dass wir noch weit weg sind.»

Gegen den Tabellenletzten der Challenge League liefert der FCB eine ordentliche erste Halbzeit ab, verliert nach dem Seitenwechsel aber den Faden. «Das ist noch nicht genug», fasst Jokanovic die Leistung seiner Mannschaft zusammen. «Mit allem Respekt, aber dieser Gegner ist eine Kategorie unter uns. Wir müssen hierherkommen, um dieses Spiel zu dominieren», fordert er.

Shaqiri leicht angeschlagen auf der Bank

Im Waadtland fehlt etwas überraschend der Name von Xherdan Shaqiri (35) in der Basler Startelf. Der Captain wird erst in der Schlussphase eingewechselt. «Er ist nicht ganz 100 Prozent fit», erklärt Jokanovic seinen Personalentscheid. Der FCB-Coach betont aber: «Shaqiri ist der Spieler mit der grössten Qualität und der meisten Erfahrung in meinem Team. Ich bin hierhergekommen, um Erfolg zu haben. Und mit Shaqiri ist das einfacher als ohne ihn.»

Das gilt wohl auch für Akpe Victory. Gegen Nyon unterläuft zwar auch ihm der eine oder andere Fehler. Sollte der Verteidiger sein zum Saisonstart angedeutetes Potenzial aber wieder regelmässig abrufen, wird ihm in dieser Saison beim FCB eine zentrale Rolle zukommen. Und womöglich klappt es auch zeitnah doch noch mit dem Debüt für Nigeria.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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