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Lausanner Flaute hält an
Verrückte drei Minuten bringen Sion den Sieg

Lausanne kann weiter nicht punkten: Gegen Sion gibts für das Schlusslicht die fünfte Pleite in Folge. Entschieden wird das Spiel nur drei Minuten nach einem vergeblichen Waadtländer Torjubel.
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Sion jubelt nach 33 Minuten über die Führung.
Foto: Pascal Muller/freshfocus
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Thomas Freiburghaus und Gian-Andri Baumgartner

Die Schlüsselszene

In der 30. Minute glaubt Lausanne-Sport, nach einer Ecke den Führungstreffer erzielt zu haben. Doch nach der Überprüfung durch den VAR wird das Tor wegen eines Fouls am Torhüter von Sion aberkannt. Und nur drei Minuten später ist es der FC Sion, der nach einer schönen Kombination in Führung geht. Das ist eindeutig der Wendepunkt des Spiels.

Das Spiel

Endlich netzt Lausanne nach drei Liga-Spielen ohne Tore wieder ein – und dann wird der Treffer aberkannt. Was den Jubel noch bitterer macht: Praktisch im Gegenzug fällt das 1:0 für Sion. Lausanne läuft damit nach einer halben Stunde wieder einmal einem Rückstand hinterher.

Obendrein ist die Sittener Führung nicht wirklich zwingend: Das Heimteam hat zwar mehr vom Spiel, kann sich gegen tief stehende Waadtländer aber nur selten gute Torchancen herausspielen. Da wirken die Gäste gefährlicher – die kläglichen Abschlüsse von Molebe und Soppy zeigen aber, weshalb Lausanne so lange auf einen Torerfolg wartet.

Immerhin: In der zweiten Halbzeit verschärfen die Waadtländer den Kampf gegen die Torflaute. Janneh scheitert alleine vor Racioppi (60.), später kratzt Hefti einen Kopfball von Youté von der Linie (76.). Ohne Zittern gehts für Sion also nicht. Das 1:0 reicht schliesslich aber – dass Surdez und Nivokazi in der Nachspielzeit die definitive Entscheidung verpassen, tut nichts mehr zur Sache.

Das Tor

33. Minute, Théo Berdayes, 1:0. Sion kombiniert sich in den Lausanne-Strafraum, wo Chouaref den Ball mit der Hacke auf Lavanchy zurücklegt. Dieser sieht vor dem verlassenen Tor Teamkollege Berdayes – einen Abstauber später liegt das Heimteam in Front.

Die Stimme

Sion-Verteidiger Jan Kronig: «Wir haben gewusst, dass Lausanne als Schlusslicht etwas unter Wert geschlagen ist. Wir mussten viel arbeiten, es ist ein dreckiger Sieg – aber schlussendlich doch verdient. Bei unseren Ambitionen musst du solche Heimspiele gewinnen. Gerade nach der Niederlage im Derby ist der Sieg wichtig.»

Der Beste

Théo Berdayes. Ganz einfach: Der linke Flügelspieler aus Sitten erzielt das einzige Tor des Spiels. Ein schöner Treffer nach einer gelungenen Mannschaftsaktion. Obwohl er in dieser Saison nicht immer in der Startelf steht, muss er sich im Vergleich zu den Talenten seiner Sturmkollegen keineswegs verstecken.

Der Schlechteste

Omar Janneh. Wie schon seit Beginn der Saison kommt der Stürmer von Lausanne-Sport nicht richtig zur Geltung. Er hat Mühe, die gegnerischen Verteidiger zu überlaufen, kommt nur selten an den Ball und vergibt in der 60. Minute seine Chance.

Das gab zu reden

Der LS gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Von Verletzungen geplagt, mit mangelndem Selbstvertrauen und fehlendem Talent auf dem Platz müssen die Männer von Luka Elsner ihre fünfte Niederlage in Folge in der Super League hinnehmen. Damit belegen sie den traurigen letzten Platz.

Die Fans

Trotz der Sperrung des Gästesektors infolge der Ausschreitungen zwischen den beiden Fanblöcken im vergangenen April sind die Ultras aus Lausanne im Tourbillon-Stadion zahlreich vertreten. Sie reisen friedlich mit dem Zug an und nehmen auf der Südtribüne Platz – die Partie verläuft reibungslos.

Die Schiris

Johannes von Mandach und seine Assistenten haben das Spiel insgesamt gut im Griff. Der Schiedsrichter wird in der 30. Minute an den VAR-Bildschirm gebeten und erkennt das Tor von Lausanne nach einer Ecke wegen eines Fouls am Torwart zu Recht ab. In der 74. Minute scheint es hingegen im Strafraum von Sion zu einem Handspiel gekommen zu sein – die Gäste fordern Penalty. Der Schiedsrichter ist jedoch gut positioniert, wirkt sehr selbstsicher und wird vom VAR nicht hinzugezogen, um seine Entscheidung zu revidieren.

So gehts weiter

Beide Teams stehen am kommenden Wochenende in der 12. Runde der Super League wieder im Einsatz. Auf Sion wartet dann am Samstag um 20.30 Uhr ein Gastspiel in Luzern, Lausanne empfängt einen Tag später um 16.30 Uhr den FC Thun.

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