Darum gehts
- Oscar Kabwit glänzt im Februar für den FC Luzern mit Top-Leistungen
- Der 20-jährige Kongolese erzielte drei Tore und zwei Assists
- Kabwit ist aktuell von TP Mazembe ausgeliehen, Zukunft in Luzern möglich
Einen Transfer hat der FC Luzern im Winter nicht getätigt. Trotzdem fühlt es sich gerade so an, als ob sich Blau-Weiss im jüngsten Transferfenster verstärkt hat. Der Grund? Oscar Kabwit (20). Seit Februar ist der Kongolese so richtig on fire. Drei Tore und zwei Assists sind ihm allein in diesem Monat gelungen.
Davor kam Kabwit zwar regelmässig zu Kurzeinsätzen. Allerdings vermochte er nie vollends zu überzeugen. Nun ist das anders. Das sieht auch Trainer Mario Frick (51) so. «Seit dem St.-Gallen-Spiel zeigt er ein anderes Gesicht. Er liefert. Deshalb hat er immer gespielt», erklärt der Liechtensteiner nach dem FCZ-Spiel.
Deshalb holte ihn der FCL
Gegen die Zürcher spielte Kabwit die überforderte Abwehr mehrmals schwindlig und suchte immer wieder den Abschluss. Dass sein Tor nur durch ein Patzer von FCZ-Goalie Silas Huber (20) zustande kam, war reiner Zufall. «Seine Anlagen sind unglaublich. Er ist schnell, robust und kann sowohl mit rechts und links abschliessen», beschreibt Frick seine Stärken.
Genau aufgrund dieser Qualitäten holte Sportchef Remo Meyer (45) den Kongolesen in die Schweiz. Aktuell ist er noch von seinem Stammklub TP Mazembe ausgeliehen. Doch es ist davon auszugehen, dass Kabwit über diese Saison hinaus in der Zentralschweiz sein Geld verdienen wird.
«Er ist der einzige Afrikaner bei uns»
Zumal sich Kabwit in Luzern von Tag zu Tag wohler fühlt. «Er ist ein eher introvertierter Typ, der sich bislang andere Temperaturen gewohnt war und zum ersten Mal Schnee gesehen hat. Zudem ist er der einzige Afrikaner in unserer Mannschaft. Das sind Komponenten, die man nicht unterschätzen darf», erläutert Frick.
Hinzu kommt, dass Kabwit beim FCL eigentlich kaum auf seiner Lieblingsposition spielt. «Seine angestammte Position ist auf dem rechten Flügel», verrät Frick. Weil der Liechtensteiner Systeme ohne Flügel aber meist bevorzugt, musste sich der junge Afrikaner anpassen. Wie es auch schon Kevin Spadanuda (29) ergangen ist.
Kabwits Problem mit dem Schuhwerk
Ein weiteres Detail: Kabwits Schuhe. Gegen St. Gallen spielte er mit Nocken, was Frick besonders bei einer Szene missfiel, weil Kabwit im entscheidenden Moment wegrutschte. «Die Stollen tun ihm weh», begründete der Trainer dessen Schuhwahl.
Seit jenem Auftritt hat Kabwit mit dem Schuhwerk variiert. Gegen den FCZ spielte er erneut mit Nockenschuhen – und sammelte wie gegen die Espen zwei Skorerpunkte. Kein schlechtes Omen also. «Ich hoffe, dass sich bei ihm in den letzten Spielen der Knoten gelöst hat. Er könnte eine richtige Verstärkung für die Rückrunde sein», sagt Frick.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 25 | 29 | 58 | |
2 | FC St. Gallen | 25 | 19 | 46 | |
3 | FC Lugano | 25 | 11 | 43 | |
4 | FC Basel | 25 | 7 | 40 | |
5 | FC Sion | 25 | 7 | 37 | |
6 | BSC Young Boys | 25 | 2 | 36 | |
7 | FC Luzern | 25 | 1 | 30 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 25 | -2 | 30 | |
9 | FC Zürich | 25 | -12 | 28 | |
10 | Servette FC | 25 | -7 | 27 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 25 | -12 | 21 | |
12 | FC Winterthur | 25 | -43 | 14 |
