Schiri-Hammer in der Super League
Luca Piccolo muss vorübergehend Challenge League pfeifen

Super-League-Ref Luca Piccolo (29) pfeift bis auf weiteres nur noch in der Challenge League. Der Tessiner bezahlt für seine zwei Fehler gegen Servette am Sonntag in St. Gallen.
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Piccolo pfeift vorerst keine Super-League-Spiele mehr.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus
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Ugo Curty

Diese Fehlentscheidungen haben ein Nachspiel!

Super-League-Schiri Luca Piccolo (29) unterlaufen im Spiel St. Gallen gegen Servette zwei Böcke. Jetzt wird der Tessiner auf absehbare Zeit nicht mehr in der Super League zu sehen sein. Piccolo muss «bis auf weiteres» in der Challenge League pfeiffen.

Das sagt Piccolo

In einer ersten Version dieses Artikels wurde erwähnt, dass Luca Piccolo nach mehreren Fehlpfiffen am vergangenen Wochenende degradiert worden sei. Eine Formulierung, die vor allem in der Westschweiz für Aufregung sorgte – und bei Ref Piccolo. Der Schweizerische Fussballverband hat sich daraufhin bei Blick gemeldet. Piccolo legt Wert auf die Feststellung, dass er weder seinen Status als SFL-Schiedsrichter, noch seine Lizenz verloren habe. Er wird aber bis auf weiteres keine Super-League-Spiele mehr pfeifen, sondern in der Challenge League zu sehen sein.

In einer ersten Version dieses Artikels wurde erwähnt, dass Luca Piccolo nach mehreren Fehlpfiffen am vergangenen Wochenende degradiert worden sei. Eine Formulierung, die vor allem in der Westschweiz für Aufregung sorgte – und bei Ref Piccolo. Der Schweizerische Fussballverband hat sich daraufhin bei Blick gemeldet. Piccolo legt Wert auf die Feststellung, dass er weder seinen Status als SFL-Schiedsrichter, noch seine Lizenz verloren habe. Er wird aber bis auf weiteres keine Super-League-Spiele mehr pfeifen, sondern in der Challenge League zu sehen sein.

Auch den geplanten VAR-Einsatz als Assistent fürs Spiel Luzern – St. Gallen gibts nicht. Piccolo kriegt ein Wochenende komplette Auszeit.

Junge Schiris sollen geschützt werden

«Wir haben am Montagmorgen beschlossen, unsere jungen Schiedsrichter vorübergehend aus der Super League zu nehmen», sagt Christophe Girard, Chef der Schweizer Schiedsrichterkommission, zu Blick. Das betrifft vor allem Piccolo. «Wir müssen sie besser schützen. Bis auf weiteres werden unsere erfahreneren Schiedsrichter auf dem Spielfeld sein. Und soweit möglich, auch beim VAR.»

Der 29-Jährige muss also für seine unglücklichen Entscheidungen im Kybunpark büssen. Girard räumt zwei Fehler ein und sagt: «Herr Piccolo hat die Entscheidung perfekt verstanden. Es tut ihm leid, dass er einen Fehler gemacht hat, und er ist offensichtlich durch die Kontroverse ein wenig verunsichert. Wenn man den Beruf erlernen will, gehören die Fehler und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, dazu.»

Vorgang wie bei einem U21-Spieler

Piccolo pfeift seit zwei Jahren in der Super League. Girard versichert, dass es gerade bei jungen Schiris schon immer solche Auszeiten gegeben habe. Analog etwa zu einem U21-Spieler, der bereits in der ersten Mannschaft spielt, aber manchmal in die U21 zurück müsse. Girard: «Neu ist, dass wir darüber sprechen. Wir wollen mehr Transparenz zeigen.»

Was ist mit Urs Schnyder? Er war beim Servette-Spiel in St. Gallen Video-Schiri und damit an beiden umstrittenen Entscheidungen beteiligt. Doch Schnyder kommt davon – er leitet am Sonntag die Partie zwischen Luzern und den Espen.

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