«Wir sind selber schuld»
3:21
Sion-Spieler Tosetti:«Wir sind selber schuld»

Schicksalsspiel in Lugano
Sion-Trainer Marco Walker ist vom Ligaerhalt felsenfest überzeugt

Dem FC Sion steht das Wasser trotz des glücklichen Punktes gegen Luzern nicht bis zum Hals, sondern bis zur Nase. Eine Niederlage in Lugano besiegelt das Walliser Schicksal wohl.
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Sion-Trainer Marco Walker (r.) und sein Assistent Amar Boumila: Skepsis.
Foto: freshfocus
Alain Kunz

Im normalen Leben wäre ein Punkt gegen das Team der Stunde – Luzern hatte die letzten vier Spiele gewonnen – ein guter Punkt. Aber in Sion ist im Moment nichts normal. Die Walliser sind im Ausnahmezustand. Halten sich noch so knapp am Leben. Wie ein Ertrinkender in einem U-Boot, das sich langsam mit Wasser füllt, wobei der Ertrinkende bloss noch mit der Nase atmen kann. Das Wasser steht ihm weit über den Hals hinaus …

Walker: «Das war ein schlechtes Spiel von uns»

So gesehen passt doch das Sprichwort «zu viel zum Sterben, zu wenig zum Leben» zum 1:1 gegen den FCL. Nicht, Marco Walker? «Nein. Zum Leben war das Spiel schon noch. Wir sind noch dabei. Aber es war ein schlechtes Spiel unsrerseits. Wir haben mit dem Ball nicht viel anzufangen gewusst. Den Ausgleich haben wir nur dank Emotionen und Willen geschafft.»

Aber klar ist: Im nächsten Spiel in Lugano ist ein Sieg banale Pflicht. Sonst wars das wohl mit der Super League. Das wissen alle. Auch Walker. «Wir müssen probieren das in Lugano besser zu machen. Doch was heisst probieren? Nein. Wir MÜSSEN es besser machen.» Der Imperativ steht.

Iapichino: «Jetzt brauchen wir zwei Siege»

Aber der Glaube ist dennoch da. Dennis Iapichino: «Ein Punkt ist eigentlich zu wenig. Aber Luzern ist im Moment halt sehr gut. Jetzt brauchen wir zwei Siege.» Der überragende Goalie Kevin Fickentscher, dem der FC Sion den Punkt verdankt: «Es wird immer dünner. Aber wir haben einen Punkt aufgeholt. Luzern hat einen Lauf. Und normalerweise hätten wir dieses Spiel verlieren müssen. Vielleicht ist dieser Zähler zum Schluss entscheidend. Wir haben in St. Gallen gesehen, dass wir gewinnen können.» Matteo Tosetti, der den Assist zum 1:1 gab: «Wir sind selber schuld, dass wir in dieser Situation sind. Das lag an den schlechten drei ersten Meisterschaftsvierteln. Luzern ist in einer sehr guten Phase. Wir wussten vor dem Spiel, dass wir es gewinnen mussten. In Lugano nun müssen wir das einfach machen. Sonst wirds ganz eng.»

Obs noch reicht für Sion? Einer lässt nicht mal den Ansatz eines Zweifels offen: Walker. Frage: Schafft Sion den Ligaerhalt. Antwort: «Ja!» Nichts weiter. Langes Schweigen.

Einfach nur: «Ja!»

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Super League 26/27
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FC Lugano
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FC Luzern
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FC Sion
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FC Thun
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FC Vaduz
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FC Zürich
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Grasshopper Club Zürich
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FC Lausanne-Sport
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Servette FC
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