Schällibaum weg – was nun?
Das ist alles nicht gut genug bei GC

Die Krise bei GC ist da – und sie ist gross. Die Freistellung von Trainer Marco Schällibaum entspannt die Lage aber keineswegs. Ganz im Gegenteil: Jetzt seien alle gefordert, findet Blick-Fussballchef Tobias Wedermann.
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Die Zeit für Marco Schällibaum als GC-Trainer ist abgelaufen.
Foto: keystone-sda.ch
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Tobias WedermannFussballchef

Alle Alarmlichter bei GC stehen auf Rot: Kaum Punkte, kaum Tore, keine Siege – 159 Tage nach der grossen Barrage-Party in Thun steckt der Rekordmeister erneut mitten in einer richtig grossen Krise.

Während in den USA heute alles von der Präsidentschaftswahl bestimmt wird, haben die Besitzer in Los Angeles ihre eigene Wahl getroffen: Marco Schällibaum ist das erste Opfer der aktuellen GC-Misere.

«Wenn gewisse Herren finden, es sei nicht mehr gut genug, dann ist es einfach so», sagte Schällibaum nach der Niederlage gegen Luzern am Sonntag. Es war seine elfte Liga-Niederlage als GC-Trainer seit Amtsantritt im April. Insgesamt wurden in dieser Zeit nur vier Super-League-Spiele gewonnen – das ist nicht gut genug. Nie zuvor stand GC nach 13 Spieltagen in der Geschichte der Super League schlechter da als jetzt. Selbst in der Abstiegssaison 2019 waren die Hoppers besser. Das ist nicht gut genug.

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Die nächste Trainerwahl muss sitzen

Mit der Entlassung von Schällibaum entspannt sich die Lage auf der GC-Geschäftsstelle in Niederhasli allerdings keineswegs – ganz im Gegenteil. Jetzt müssen alle abliefern. Für Interimstrainer und Schällibaum-Assistent Giuseppe Morello ist ein Sieg am Sonntag im nächsten Krisengipfel gegen St. Gallen Pflicht. Die Spieler müssen nicht nur Topleistungen für das Resultat, sondern auch für die Gunst des nächsten Trainers zeigen.

Und was diesen neuen Trainer betrifft, stehen nun auch GC-Sportchef Stephan Schwarz und LAFC-Europachef Harald Gärtner mächtig unter Druck. Mit Bruno Berner und Marco Schällibaum hat man noch zwei Trainer auf der Gehaltsliste. Die nächste Wahl muss sitzen.

Ein Abstieg wäre der Super-GAU für das GC-Projekt der US-Amerikaner, und bereits eine erneute Barrage wäre eine Katastrophe für die Kaderplanung. Wie soll man einen Kader gestalten, bei dem sage und schreibe zwei Dutzend Verträge im kommenden Sommer auslaufen und die Ligazugehörigkeit bis zuletzt unklar ist? Jetzt müssen alle liefern. Denn: Bislang ist das alles nicht gut genug.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
21
21
46
2
FC Lugano
FC Lugano
21
11
39
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
20
14
37
4
FC Basel
FC Basel
21
9
36
5
FC Sion
FC Sion
21
6
32
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
21
-5
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
21
3
28
8
FC Zürich
FC Zürich
21
-8
25
9
Servette FC
Servette FC
21
-5
24
10
FC Luzern
FC Luzern
21
-3
22
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
21
-11
18
12
FC Winterthur
FC Winterthur
20
-32
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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