«Immer mehr eine Abneigung gegen das System entwickelt»
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Albrecht zur Sportchef-Rolle:«Immer mehr eine Abneigung gegen das System entwickelt»

Albrecht über Thun-Abgang
«Hatte die Befürchtung, dass es eskalieren könnte»

Thuns Sportchef Dominik Albrecht räumt seinen Posten aus eigenem Willen. Am Mittwoch erklärt er selbst, warum er zu diesem Entscheid gekommen ist – und wie er zu einer allfälligen Rückkehr zum Meister in Zukunft steht.
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Dominik Albrecht nennt vor allem familiäre Gründe, warum er als Thun-Sportchef aufhört.
Foto: keystone-sda.ch
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Davide MalinconicoRedaktor Sport

Die wichtigste Nachricht vorweg: Dominik Albrecht (40) geht es gut. Sein Rücktritt als Sportchef beim FC Thun ist vor allem der schwierigen Balance zwischen Familienleben und den extrem «intensiven» Anforderungen des Berufes als Sportchef geschuldet: «Dieser Spagat war das Herausforderndste am ganzen Job.» Für ihn sei klar gewesen, dass er diese Funktion nicht jahrelang ausüben werde: «Mein persönliches Wohlbefinden stand im Vordergrund.»

Dass der Entscheid genau jetzt fällt, liegt daran, dass er zum einen erneut einen Sommer erlebte, in dem er seine drei Kinder kaum sah. «Der Drang, aus familiären Gründen loszulassen, wurde immer stärker.» Zum anderen kollidierte das Verhalten bestimmter Spielervermittler mit seinen Werten.

Albrecht räumt ein, dass ihn diese Vorkommnisse zunehmend genervt hätten: «Ich bin eigentlich ein ruhiger Mensch, konnte aber nicht mehr garantieren, dass es nicht irgendwann eskaliert.» Der definitive Entschluss fiel vergangenen Donnerstag, das Thema sei aber schon vor dem Saisonstart ein Thema gewesen.

Rückkehr noch nicht fix

Präsident Andres Gerber (53) und Neo-Sportchef Simone Rapp (33) zeigen Verständnis. «Sportchef ist ein taffer Job – mit Familie erst recht», so Gerber. Er freue sich, dass es kein endgültiger Abschied von Albrecht sei.

Ganz so spruchreif ist die Zukunft allerdings noch nicht: «Es ist angedacht, dass ich in einer anderen Rolle zurückkomme – Betonung auf ‹angedacht›. Fix ist noch nichts, aber eine Rückkehr in einer ähnlichen Funktion ist ausgeschlossen», so der scheidende Sportchef. Läuft alles wie erhofft, sei ein Wiedereinstieg frühestens Mitte Oktober ein Thema – direkt nach den Herbstferien, die er voll und ganz seiner Familie widmen möchte.

Hier gibts die Pressekonferenz zum Nachlesen: 

05.08.2026, 16:07 Uhr

Das wars

Die anwesenden Reporter sehen alle ihre Fragen beantwortet, damit ist die PK zu Ende. Vielen Dank fürs Mitlesen. In Kürze erscheint hier ein Bericht.

05.08.2026, 16:06 Uhr

Gerber über seine Rolle

«Ich werde Rapp und den neuen Trainer schützen und unterstützen.»

05.08.2026, 16:05 Uhr

Rapp über die Unterstützung beim FC Thun

«Ich habe ein Riesen-Glück, dass ich eine solche Unterstützung habe. Von Albrecht und Gerber, aber auch allgemein beim FC Thun.»

05.08.2026, 16:04 Uhr

Rapp über Albrecht

«Ich habe in den letzten zwei Monaten gesehen, wie intensiv dies ist. Ich verstehe Albrecht zu 100 % und finde es super, dass er diese Entscheidung getroffen hat. Ich versuche jetzt reinzufinden in das Ganze.»

05.08.2026, 16:02 Uhr

Albrecht über die Entscheidung

«Gewisse Verhaltensweisen sind aufgetreten, die ich mit meiner Art und Weise nicht vereinbaren konnte. Ich bin jemand der für Direktheit steht. Es waren gewisse Vorgehensweise, bei denen ich mit einer gewissen Genervtheit hätte eskalieren können. Dies hat es auch in vergangenen Transferfenstern gegeben, dort war ich aber vielleicht ein bisschen frischer. Aus diesem Grund ist die Entscheidung dann auch früher gekommen als gedacht. Konkreter will ich nicht darauf eingehen.»

05.08.2026, 15:59 Uhr

Gerber über Albrecht und seine Entscheidung

«Ich habe wirklich grosses Verständnis, auch weil ich ihn so gut kenne.»

05.08.2026, 15:58 Uhr

Gerber über Albrecht und die potenzielle Rückkehr

«Mir ist wichtig, dass er wirklich abschalten kann – das ist ja das Ziel des Ganzen. Und dann merken, wie lange es geht. Es wird erst Sinn machen, wenn die gegenseitige Überzeugung da ist.»

05.08.2026, 15:56 Uhr

Albrecht über den Zeitpunkt

«Ich habe das Gefühl es ist der richtige Zeitpunkt und dass ich ihn nicht verpasst habe. Mir geht es gut, deshalb sitze ich auch da.»

05.08.2026, 15:54 Uhr

Rapp über die To-Do-Liste, die bevorsteht

«Ein Schritt nach dem anderen – gleichzeitig ist es wichtig den Fokus auf der Mannschaft zu behalten.»

05.08.2026, 15:53 Uhr

Albrecht darüber wann der Entscheid gefällt wurde

«Der definitive Entscheid ist letzten Donnerstag gefallen. Aber schon vor dem Saisonstart war das ein Thema. Und ich habe diesen Gedanken schon damals mit Gerber geteilt. Wir haben dann entschieden es doch nochmals zu versuchen. Abe dann habe ich immer mehr gemerkt, dass es nicht zielführend ist zu bleiben.»

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
9
20
25
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
9
13
19
3
FC Sion
FC Sion
9
9
19
4
FC Basel
FC Basel
9
0
13
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
9
-3
13
6
FC Luzern
FC Luzern
9
-1
12
7
FC Zürich
FC Zürich
9
-6
11
8
Servette FC
Servette FC
9
-2
10
9
FC Thun
FC Thun
9
-8
10
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
9
-11
8
11
FC Vaduz
FC Vaduz
9
-3
6
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
9
-8
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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