Darum gehts
- GC-Captain Abels ärgert Schiedsrichterentscheid gegen Lausanne nach VAR-Eingriff
- Trainer Scheiblehner lobt Schiedsrichter Luca Piccolo
- Spiel endete 1:1, Piccolos Entscheid bleibt trotz minutenlanger Diskussion bestehen
Es sind mehr als nur ein paar Sekunden, die GC-Captain Dirk Abels (28) intensiv auf Schiedsrichter Luca Piccolo (33) einredet. Unmittelbar vor dem Gegentor zum 0:1 hatte Lausanne-Stürmer Nathan Butler-Oyedeji den Hoppers-Verteidiger mit einem leichten Schubser aus dem Spiel genommen. Für den GC-Holländer ist der Fall klar: Foul!
Und das sieht offenbar auch Video-Schiedsrichter Alessandro Dudic so. Dieser ruft Piccolo nach mehreren Minuten Wartezeit schliesslich doch noch an den TV-Bildschirm. Dort schaut sich der Tessiner die Szene noch einmal genau an. Zum Entsetzen von Abels und seiner GC-Teamkollegen nimmt Piccolo das Tor überraschenderweise aber nicht zurück.
«Für mich ein klares Tor»
Dass ein Schiedsrichter trotz VAR-Eingriff an seinem ursprünglichen Entscheid festhält, hat in der Super League Seltenheitswert. Noch aussergewöhnlicher ist aber, dass sich ein Trainer über einen Schiedsrichter-Entscheid gegen sein eigenes Team freut. Und genau das macht GC-Trainer Gerald Scheiblehner nach dem 1:1 im Waadtland. «Für mich ist das ein klares Tor. Ich bin froh, dass der Schiedsrichter für einmal bei seiner Entscheidung geblieben ist und nicht ständig revidiert wird», sagt der Österreicher.
Der Einsatz von Butler-Oyedeji gegen Abels sei zwar an der Grenze gewesen. «Aber für mich noch im Erlaubten», findet Scheiblehner. Nach dem Spiel habe er darum Piccolo sogar für seine Leistung gratuliert. «Wir brauchen viel mehr Schiedsrichter, die bei ihren Entscheidungen bleiben und nicht dauernd auf den VAR warten», so der GC-Coach.
Wartezeiten ärgern GC-Trainer
Scheiblehner lässt durchblicken, dass er ohnehin nicht der grösste Befürworter des Videobeweises ist. «Es sollte wieder ein Spiel werden, wo die zwei Mannschaften, der Schiedsrichter und seine zwei Assistenten die Hauptakteure sind», fordert er. «Dann wären alle zufriedener. Ich könnte eher mit einer Fehlentscheidung leben statt mit diesen ständigen Wartezeiten, in denen man nicht weiss, was passiert.»
Im Stade de la Tuilière trifft das vor allem auf Dirk Abels zu. Nachdem Piccolo seinen Entscheid bestätigt, diskutiert der GC-Abwehrchef noch einmal intensiv mit dem Unparteiischen. Warum dieser die Aktion gegen ihn nicht als Foulspiel wertet, scheint er aber auch nach Abschluss des Gesprächs nicht wirklich verstanden zu haben.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 20 | 18 | 43 | |
2 | FC Lugano | 21 | 11 | 39 | |
3 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
4 | FC Basel | 20 | 8 | 33 | |
5 | FC Sion | 21 | 6 | 32 | |
6 | BSC Young Boys | 20 | -2 | 29 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 21 | 3 | 28 | |
8 | FC Zürich | 20 | -7 | 25 | |
9 | FC Luzern | 21 | -3 | 22 | |
10 | Servette FC | 20 | -7 | 21 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 21 | -11 | 18 | |
12 | FC Winterthur | 20 | -32 | 10 |


