Personalisierte Tickets wieder weg
Ticket-Posse in Sion endet mit einem Knall

Personalisierte Tickets und ein geschlossener Gästesektor: Sion schafft die strengen Stadion-Regeln ab sofort wieder ab. Zuvor entwickelt sich ein skurriles Schwarz-Peter-Spiel, wer diese Massnahmen überhaupt wollte: CC oder der Kanton?
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Sion-Boss Constantin: Die personalisierten Tickets sorgten im Tourbillon für Zuschauerschwund.
Foto: keystone-sda.ch
Matthias Dubach

Dass Sion seit dem Saisonstart personalisierte Tickets und einen geschlossenen Gästesektor hat, geriet in der Super League schon fast in Vergessenheit. Doch nun endet das Ticket-Schlamassel, das für erhebliche Verluste an den Stadionkassen sorgte, mit einer skurrilen Posse!

Denn plötzlich schieben sich der Klub und die Kantonsregierung gegenseitig die Schuld zu, wer denn überhaupt diese Massnahmen eingeführt habe. Es ist Präsident Christian Constantin, der letzte Woche in einem Brief die Politik bittet, die Verordnung, wieder aufzuheben.

Die Reaktion vom Walliser Sport- und Sicherheits-Vorsteher Frédéric Favre? Er lässt im «Le Nouvelliste» durchblicken, dass es gar nicht die Politik ist, die auf die strikten Ticket-Massnahmen bestünde – sondern der FC Sion selbst.

Schwarz-Peter-Spiel zwischen CC und Politik

Diesen Ball nimmt der Klub nun auf, hebt die strengen Richtlinien per sofort auf und erklärt sich so: «Der FC Sion hat die jüngsten Äusserungen von Frédéric Favre zur Kenntnis genommen, dass es eine Entscheidung des Vereins sei. Daraufhin beschlossen der Präsident und der Klub, die Beschränkungen aufzuheben.»

Tatsächlich war es von Anfang an etwas undurchsichtig, ob es die Regierung oder doch eher CC selber war, der die Namen auf den Billetten und einen geschlossenen Gästesektor haben wollte.

Nun ist die Posse vorbei: Am Sonntag soll der erste Auftritt vom neuen, alten Sion-Trainer Paolo Tramezzani gegen Basel zu einem Fussballfest im Tourbillon werden.

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