Urs Meier analysiert die heiklen Strafraum-Szenen im Klassiker
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Hands von Daniliuc und Hodza?Urs Meier analysiert die heiklen Strafraum-Szenen im Klassiker

Penalty-Ärger beim FCZ
Lindner redet sich in Rage – Koller kennt die Regel nicht

Auf den Stadion-Leinwänden ist zu sehen, wie der Ball dem Basler Daniliuc an die Hand geht. Trotzdem nimmt der Schiedsrichter den Penalty zurück. Und keiner begreift so richtig, warum.
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Hätte gerne eine Erklärung: FCZ-Trainer Marcel Koller nervt sich nach dem zurückgenommenen Penalty.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FCZ verliert 1:2 gegen Basel, Elfmeterentscheid von VAR zurückgenommen
  • Schiedsrichter erklärt, kein Handspiel bei Ballkontakt vom eigenen Mitspieler
  • Neue Regel sorgt für Verwirrung, auch Trainer Koller überrascht
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Florian RazReporter Fussball

Was kommt nach der Ankündigung, dass man sich eigentlich nie und nimmer über den Schiedsrichter beklagen möchte? Natürlich! Die Klage über den Schiedsrichter. Diesmal dargeboten von Heinz Lindner (36), Torhüter beim FC Zürich: «Ich bin eigentlich ein Typ, der noch nie irgendwas über Schiedsrichter gesagt hat. Aber …»

Lindner und die anderen Zürcher treibt nach diesem 1:2 gegen den FC Basel um, was in der 96. Minute und danach geschieht. Da spielt erst der FCZ-Goalie einen hohen Ball in den FCB-Strafraum. Dann haut der Neo-Basler Jonas Harder (20) im herrschenden Tohuwabohu seinem Teamkollegen Flavius Daniliuc (25) den Ball an die Hand.

Lindner motzt: «Das ist unerklärlich»

Schiedsrichter Anojen Kanagasingam (32) zeigt sofort auf den Penaltypunkt. Jubel beim FCZ. Entsetzen bei den Baslern. Aber gleich darauf wechseln die Rollen. Weil Video-Assistent Lukas Fähndrich (41) den Kollegen im Stadion vor den Bildschirm bittet. Und Kanagasingam den Elfmeterpfiff zurücknimmt.

Zum völligen Unverständnis von Lindner: «Erstens dürfte er ihn doch nur rausschicken, wenn es eine klare Fehlentscheidung ist. Und dann sieht das ganze Stadion auf dem Würfel, dass der Ball an der Hand war. Trotzdem nimmt er ihn zurück. Das ist unerklärlich.» Mit dem Würfel meint Lindner die Gross-Screens im Letzigrund, auf denen die Szene gemäss den neuen Richtlinien der Liga während der VAR-Überprüfung gezeigt wird.

Dorthin schaut auch Daniliuc. Nachdem ihn der Ball getroffen hat, bekommt er eine böse Vorahnung: «Vom Gefühl her hatte ich den Arm sehr hoch oben.» Aber dann sieht er sich selber auf dem Screen und denkt: «Der Arm war doch relativ weit unten. Darum für mich kein Elfmeter.»

Eine Analyse, mit der er zumindest zur Hälfte recht hat. Kein Elfmeter ist korrekt. Aber an der Höhe des Armes liegt es nicht, wie auch Marcel Koller (65) erst nach dem Schlusspfiff erfährt: «Ich habe den Schiedsrichter gefragt. Der meinte, es sei kein Handspiel, wenn der eigene Spieler den Teamkollegen anspielt. Ich wusste das nicht. Ich finde das komisch. Aber anscheinend ist das wieder eine neue Regelung.»

Regel sorgte bei den Bayern für Aufregung

Womit der FCZ-Trainer ähnlich knapp daneben liegt wie Daniliuc. Die Regel ist nicht neu. Sie wurde in der letzten Saison zum Beispiel im Halbfinal der Champions League zwischen Bayern München und Paris St-Germain angewandt. Damals zu Ungunsten des (deutschen) FCB.

Aber zu Kollers Ehrenrettung: Sie ist auch nicht ganz einfach zu finden im Regelgestrüpp des International Football Association Board (Ifab). In den offiziellen Regeln ist die Situation nicht beschrieben. Man muss schon auf die Ifab-Seite «footballrules.com» gehen, um folgenden Satz zu finden: «Ein Handspielvergehen liegt nicht vor, wenn ein Spieler von einem Ball, der von einem Mitspieler gespielt wurde, an der Hand/am Arm getroffen wird.»

Genau das versucht Kanagasingam in der 98. Minute auch den beiden Teamcaptains zu erklären. Und etwas später auch dem Rest der Schweiz auf SRF: «Laut unseren Guidelines kann es im Prinzip gar kein Hands sein.»

Wieder was dazugelernt also im scheinbar unendlich weiten Feld der Handspielregel, die immerhin etwas schafft: Alle Beteiligten immer wieder von neuem zu überraschen.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
3
9
9
2
FC Basel
FC Basel
4
3
9
3
BSC Young Boys
BSC Young Boys
3
8
7
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
3
2
7
5
FC Sion
FC Sion
3
2
6
6
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
4
0
5
7
FC Luzern
FC Luzern
4
-4
4
8
Servette FC
Servette FC
3
-1
3
9
FC Thun
FC Thun
3
-6
3
10
FC Zürich
FC Zürich
4
-6
3
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
3
-4
1
12
FC Vaduz
FC Vaduz
3
-3
0
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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