Darum gehts
- Mauro Lustrinelli wird neuer Trainer bei Union Berlin ab Juli 2026
- Lustrinelli bevorzugt Pressing- und Umschaltspiel, anders als Urs Fischer
- 224 Spiele unter Fischer führten Union Berlin bis zur Champions League
Ein Schweizer Trainer bei Union Berlin? Daran erinnern sich die Fans an der Alten Försterei gerne zurück. 224 Spiele lang stand Urs Fischer (60) zwischen 2018 und 2023 an der Seitenlinie, führte den Kult von der 2. Bundesliga bis in die Champions League.
Vier Trainer und eine Trainerin sind auf ihn gefolgt. Doch niemand hat die Herzen der Fans erobern können, wie es Fischer getan hat.
Nun nimmt sich Mauro Lustrinelli (50) dieses Unterfangens an. Auch ein Schweizer, der im Berner Oberland grosse Erfolge gefeiert hat. Den grössten der Klubgeschichte sogar. Und trotzdem ist der Thuner Meistertrainer ein komplett anderer Typ als Fischer. Ruhig, zurückhaltend und doch irgendwie charmant – so beschreiben sie inzwischen in Mainz ihren Trainer Fischer.
Kein Fischer-Fussball unter Lustrinelli
Auch Lustrinelli ist keiner, der regelmässig grosse Töne spuckt. Trotzdem ist der Tessiner ein Trainer, der seine Mannschaft auch über seine Emotionen anpackt. Der auch aus der Haut fahren kann. Und der an Pressekonferenzen auch mal in die Frage eines Journalisten grätscht, weil er mit dieser nicht ganz einverstanden ist. Auch wenn die Frage eigentlich an den gegnerischen Trainer gerichtet gewesen wäre.
Doch nicht nur von ihrem Charakter, auch von ihrer Art des Fussballs unterscheiden sich der ehemalige und der neue Union-Trainer. Viel Ballbesitz, viele Pässe – darauf verzichten beide gerne. Doch während Fischer für eine eher abwartende und defensiv orientierte Spielweise steht, setzte Lustrinelli in Thun auf ein hohes Pressing und schnelles Umschaltspiel.
Neuer Union-Trainer wird Zeit brauchen
Eine Art des Fussballs, die man sich nun offenbar auch in Berlin wünscht. Um diesen Fussball aber auch in der Bundesliga so umsetzen zu können, wird Lustrinelli nicht nur den einen oder anderen neuen Spieler, sondern auch Zeit benötigen. Schliesslich hat er auch in Thun drei Jahre gebraucht, um den Klub zurück in die Super League zu führen.
Dort hat er aber gleich in seiner ersten Saison eindrücklich bewiesen, was mit einer eingespielten Mannschaft möglich ist. Indem er sie mit klaren Ideen trotz eines mittelmässigen Kaders zum Meistertitel geführt hat.
Nun verabschiedet er sich vom bescheidenen Thun in die Millionen-Metropole Berlin. Ein grosser Schritt. Aber womöglich sowohl für Lustrinelli als auch Union genau der richtige. Und einer, der fussballerisch und menschlich passen könnte. Schliesslich geniesst «Lustrigoal» im Berner Oberland nicht erst seit dem Meistertitel Kult-Status. So wie es Fischer noch immer in Berlin-Köpenick tut.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 38 | 28 | 75 | |
2 | FC St. Gallen | 38 | 25 | 70 | |
3 | FC Lugano | 38 | 17 | 67 | |
4 | FC Sion | 38 | 23 | 63 | |
5 | FC Basel | 38 | -3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 38 | 11 | 55 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 38 | 10 | 53 | |
2 | Servette FC | 38 | 8 | 53 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 38 | -14 | 42 | |
4 | FC Zürich | 38 | -23 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 38 | -26 | 33 | |
6 | FC Winterthur | 38 | -56 | 23 |
