«Kamberi-Rot? Überrascht, dass der VAR nicht eingriff»
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Ehrliche Worte von YB-Lauper:«Kamberi-Rot? Überrascht, dass der VAR nicht eingriff»

Obwohl er Liga-Topskorer ist
Darum darf YB-Torgarant Chris Bedia nicht von Anfang an ran

In der Torschützenliste ist der Stürmer die Nummer eins. Aber bei YB-Trainer Gerardo Seoane steht Deadline-Day-Zugang Samuel Essende höher im Kurs. Auch ohne Tore.
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Was uns der Finger wohl sagen will? Chris Bedia feiert nach seinem Tor gegen den FC Zürich.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Chris Bedia erzielt zwei Tore beim 3:0-Sieg von YB gegen den FCZ
  • Trotz 15 Saisontoren kein Stammplatz für Bedia, Essende wird bevorzugt
  • YB zahlte 3 bis 4 Millionen Franken für Essendes Verpflichtung von Augsburg
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Florian RazReporter Fussball

Was der Finger auf der Lippe des Torschützen wohl bedeuten soll? Das scheint sich kurz auch Gerardo Seoane (47) auf der Bank der Young Boys zu fragen. Aber dann ist dem YB-Trainer die Botschaft des Torjubels doch egal. Hauptsache, der Ball ist drin.

Zwei Treffer erzielt Chris Bedia (29) an diesem Sonntagnachmittag gegen den FC Zürich. Es sind keine schwierigen Dinger. Das erste ein Abstauber, unbedrängt aus wenigen Metern. Das zweite ein Penalty, vor dem er selbst gefoult worden ist.

Bedia schliesst zu Fassnacht auf

Aber Tore sind Tore. Und Bedia hat nun immerhin 15 davon in dieser Saison erzielt. Der Ivorer ist damit zusammen mit Teamkollege Christian Fassnacht (32) Topskorer der Super League. Das Leben könnte eigentlich schön sein für den Stürmer.

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Ist es aber nur bedingt. Weil Bedia trotz all der Tore keinen Platz in der Startformation seines Trainers findet. Gegen den FCZ spielt wie schon beim 1:3 gegen Sion Samuel Essende (28) von Anfang an. Der Deadline-Day-Zugang provoziert mit seinem Lauf in die Tiefe den Platzverweis gegen den Zürcher Lindrit Kamberi (26) und ist mit seinem abgewehrten Schuss so etwas wie der Vorlagengeber zu Bedias erstem Treffer.

Ein eigenes Tor aber bringt Essende trotz ein paar guten Ansätzen auch in seinem zweiten Spiel für Gelbschwarz nicht zustande. Und doch steht er bei Trainer Seoane derzeit höher im Kurs als der interne Konkurrent Bedia. Weil YB für Essende 3 bis 4 Millionen Franken an Augsburg überwiesen haben soll?

Seoane führt nach dem 3:0-Sieg natürlich andere Gründe ins Feld. Er schwärmt von «der Energie», die Essende dem Team gebe – auf und neben dem Platz. «Samuel hat viel mehr Volumen im Spiel», sagt Seoane beim direkten Vergleich seiner beiden Stossstürmer, «er hat mehr Intensität, die den Gegner zermürbt.»

Der Trainer liebt den Konkurrenzkampf

Und Bedia? «Der ist bei der Kaltschnäuzigkeit einen Schritt voraus», gibt Seoane zu. Und verweist auf die zweite Halbzeit, als Essende und Bedia gleichzeitig auf dem Platz stehen: «Da haben sie gezeigt, dass sie zusammen spielen können.»

Vor allem aber will Seoane eines festgehalten haben: «Es ist ein wichtiger Bestandteil von YB, dass es einen hohen Konkurrenzkampf gibt. Es ist für jeden Spieler gut, wenn er Gas geben muss.»

Und für den YB-Trainer? Kann es eigentlich nicht besser laufen. Der eine Stürmer klopft den Gegner weich. Und der andere ist durch seine Bankdrückerei so angestachelt, dass er gleich doppelt trifft.

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