Da war alles angerichtet, für die grosse Walliser Party. Und dann crasht sie Papadopoulos in der letzten Minute der regulären Spielzeit. Und plötzlich ist es statt des grossen Sieges bloss ein Punkt, der bedeutet, dass Sion nun auf (das schwache) Basel hoffen muss, um noch Dritter zu werden. Keine Ausgangslage, die wirklich Hoffnung macht. Entsprechend sind die Noten nicht so hoch, wie wenn Boteli und Chouaref den Sack zugemacht hätten mit ihrer Monumentalchance zum 3:1. Racioppi ist bei beiden Toren machtlos, muss im Gegenteil mehrere Male spektakulär retten, damit Lugano nicht einen Dreier einfährt. Den zweiten Fünfer fährt der wie immer bärenstarke Mittelfeld-Aggressivleader Baltazar ein, der bei seinem 2:1 viele Klischees eines brasilianischen Tores bedient: subtil, elegant, ohne Kraftaufwand, zauberhaft, präzis. Ungenügend sind Hajrizi, der sich bei der Lugano-Führung von Belhadj viel zu einfach austanzen lässt und dann auch schlicht Schwein hat, dass Ref Turkes ein Foul pfeift, als ihn Koutsias abkocht. Da war eigentlich sehr wenig. Lukembila bleibt blass. Ebenso wie Nivokazi, trotz seines Assists mit dem Kopf zum 1:1. Und Chouaref? Der macht wohl ein Toptor. Aber er nervt in Halbzeit eins mit vielen viel zu leichten Umfallern. Und er verpasst nach Botelis Pfostenschuss das sichere 3:1, als er den rechten Aussenrist anstatt des linken Innenristes nimmt, um die Kugel aus fünf Metern in die Maschen zu jagen.
Hinweis: Lukembila bis 64., Surdez bis 64., Nivokazi bis 70., Chouaref bis 80., Kabacalman bis 80. Minute.
Chipperfield ab 64., Boteli ab 64., Berdayes ab 70., Rrudhani ab 80., Sow ab 85. Minute (alle zu kurz für eine Bewertung).
Und so haben die Lugano-Spieler abgeschnitten
Das Spiel ist gekennzeichnet durch zwei komplett unterschiedliche Hälften. Was unter dem Strich die Noten in eine gewisse Balance bringt. Bei Lugano erhält der Schwabe Antonios Papadopoulos eine 5 für seinen unbedingten Willen, den Ausgleich erzielen zu wollen. Ein wahrer Goleador! Dann ist auch Georgios Koutsias stark. Vor allem aber beendet er die Ungeschlagenheits-Serie von Anthony Racioppi, die 555 Minuten angedauert hat. Hinter den Spitzen hat Mahmoud Belhadj immer wieder Ideen. Beste Szene: Als er Koutsias’ Tor wunderbar vorbereitet. Ungenügend sind Cimignani, der blass bleibt, und Mai, der das erste Tor mit einem Doppelfehler verschuldet. Alle anderen kriegen eine 4.
Hinweis: Cimignani bis 68., Koutsias bis 68., Belhadj bis 74., Grgic bis 89. Minute.
Alioski ab 68., Pihlström ab 68., Bottani ab 74., Kendouci ab 89. Minute (alle zu kurz für eine Bewertung).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 37 | 28 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 37 | 25 | 69 | |
3 | FC Lugano | 37 | 13 | 64 | |
4 | FC Sion | 37 | 23 | 62 | |
5 | FC Basel | 37 | 1 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 37 | 11 | 54 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 37 | 7 | 50 | |
2 | Servette FC | 37 | 6 | 50 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 37 | -12 | 42 | |
4 | FC Zürich | 37 | -21 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 37 | -28 | 30 | |
6 | FC Winterthur | 37 | -53 | 23 |

