Die grosse Bottani-Show ist zum Abschied ausgeblieben. Der Lugano-Captain verabschiedet sich mit einem Kurzeinsatz gegen Basel nach insgesamt 402 Spielen von den Bianconeri. Richtig auffällig ist der Mittelfeldspieler aber erst, als er nach Abpfiff von seinen Teamkollegen gefeiert wird. Dass er in seinem letzten Spiel mit der Note 4 vom Platz geht, wird «Botta» entspannt zur Kenntnis nehmen.
Gegen den FCB glänzen andere. Zum Beispiel Doppeltorschütze Kevin Behrens, der in der ersten Halbzeit zweimal per Kopf trifft. Oder Ezgjan Alioski, der die beiden Tore mit seinen Flanken vorbereitet. Oder Verteidiger Antonios Papadopoulos, der häufiger in der gegnerischen als in der eigenen Platzhälfte anzutreffen ist. sich das aufgrund des starken Tessiner Auftritts aber auch erlauben kann.
So haben am Ende zehn Lugano-Spieler die Note 5 in ihrem letzten Saisonzeugnis stehen. Das gilt auch Joker Georgios Koutsias, der zum 4:0-Endstand trifft. Im Mittelpunkt steht nach Abpfiff aber trotzdem ein anderer Einwechselspieler.
Hinweis: Behrens bis 46., Steffen bis 59., Mahmoud bis 79., Cimignani bis 79., Bislimi bis 86. Minute.
Koutsias ab 46., Bottani ab 59. Minute. Kendouci ab 79., Philstrom ab 79. Ajdin ab 86. Minute (alle drei zu kurz für eine Bewertung).
Und so haben die FCB-Spieler abgeschnitten
Statt ins Tessin zu reisen, hat FCB-Goalie Marwin Hitz seine Karriere auf dem heimischen Sofa ausklingen lassen. Ibrahim Salah dagegen steht im Cornaredo auf dem Platz. Nur ist der Einfluss des Flügelspielers – abgesehen von einer ungenutzten Halbchance in der Startphase – etwa genau so gross wie jener von Fussball-Rentner Hitz. Salahs Bilanz in 62 Einsatzminuten: 21 Ballkontakte, keine angebrachte Flanke, kein erfolgreiches Dribbling – Note 2.
Mit dieser Bewertung ist der Belgien-Marokkaner aber nicht allein. Gleich sechs Teamkollegen kassieren ebenfalls die Blick-Note 2. Darunter die beiden Innenverteidiger, die sich wie so oft in den letzten Wochen viel zu passiv anstellen. Flavius Daniliuc gewinnt in 90 Minuten nur einen einzigen Zweikampf. Und Becir Omeragic gibt nicht nur vor dem dritten Tor eine unglückliche Figur ab.
Dass der eher schmächtige Andrej Bacanin bei den Eckbällen Lugano-Bulle Behrens zugeteilt wird und darum bei den ersten beiden Toren das Nachsehen hat, ist nur bedingt die Schuld des jungen Serben. Von seinem schwachen Abwehrverhalten beim 0:3 kann man Bacanin aber nicht freisprechen. Den Titel des schwächsten Baslers heimst aber Julien Duranville ein. Der Belgier verabschiedet sich in seinem letzten Spiel bereits nach einer halben Stunde in die Garderobe. Wohl auch wegen leichten Wadenproblemen, wie Trainer Lichtsteiner erklärt. Sein unterirdischer Auftritt dürfte aber ebenfalls einen Einfluss gehabt haben. Note 1.
Einen genügenden FCB-Spieler sucht man bei der 0:4-Klatsche zum Saisonabschluss vergeblich.
Hinweis: Duranville bis 30., Rüegg bis 46., Ajeti bis 62., Salah bis 62., Bacanin bis 62. Minute.
Soticek ab 30., Tsunemoto ab 46. Minute. Koloto ab 62., Cissé ab 62., Shaqiri ab 62. Minute (alle drei zu kurz für eine Bewertung).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 38 | 28 | 75 | |
2 | FC St. Gallen | 38 | 25 | 70 | |
3 | FC Lugano | 38 | 17 | 67 | |
4 | FC Sion | 38 | 23 | 63 | |
5 | FC Basel | 38 | -3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 38 | 11 | 55 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 38 | 10 | 53 | |
2 | Servette FC | 38 | 8 | 53 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 38 | -14 | 42 | |
4 | FC Zürich | 38 | -23 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 38 | -26 | 33 | |
6 | FC Winterthur | 38 | -56 | 23 |

