Darum gehts
- Xherdan Shaqiri spricht über seine Abwesenheit bei Nati-Turnieren und analysiert
- Shaqiri lehnte Einladung der Fifa Legends ab, erwägt Teilnahme am Final
- Lichtsteiner: Statistiken zeigen, Schweiz hätte 3:1 oder 4:1 siegen müssen
Ein grosses Turnier der Schweizer Nati ohne Xherdan Shaqiri (34) ist für viele Fans immer noch kaum vorstellbar. In den Sozialen Medien sieht man immer wieder Beiträge, wie die Fans den Traumtoren an den Weltmeister- und Europameisterschaften des FCB-Captains nachtrauern.
Auch für den 34-Jährigen selbst ist es noch etwas speziell, wie er in einer Medienrunde zum Trainingsstart verrät: «Es war schon komisch, weil ich immer dabei war. Auf der anderen Seite konnte ich die Spiele zu Hause schauen und alles analysieren.»
Es sei aber auch einmal schön, diese Sicht zu haben und vom Sofa aus mitzufiebern, so Shaqiri. In seiner Analyse zieht der Mittelfeldspieler ein Fazit: «Es wird wie immer viel zu viel über Nebenschauplätze gesprochen. Das war aber schon immer so. Sie müssen sich auf das Wesentliche konzentrieren.»
Lichtsteiner ist zuversichtlich
Seine Ferien verbrachte er in Europa, verrät aber, dass er auch in die USA hätte gehen können: «Ich wurde von den Fifa Legends eingeladen, die Spiele vor Ort zu schauen. Ich wäre sehr gerne gegangen, aber es war etwas kurzfristig, weil ich schon alles sonst geplant habe.» Es wäre aber schon schön gewesen, mit all den Legenden die Eröffnung zu schauen, so Shaqiri. «Ich habe ihnen gesagt: Vielleicht komme ich für den Final».
Auch FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner schaut sich die Spiele der Schweiz an und versucht etwas von Nati-Coach Murat Yakin abzuschauen: «Ich finde es interessant, wie Murat mit dem Team umgeht. Ich kann daraus sehr viele Lehren ziehen.» Sorgen um die Nati macht er sich trotz des Unentschiedens gegen Katar aber keine: «Ich glaube nicht, dass sich die Schweiz Sorgen machen muss. Ich habe das Spiel gesehen und es war eigentlich fast ein perfektes Spiel.»
Auch die Statistiken haben eine klare Sprache gesprochen. «Wenn man das Resultat abdeckt und die Werte 20 Personen zeigen würde, würden alle sagen, dass es 3:1 oder gar 4:1 für die Schweiz hätte stehen müssen.» Am Ende habe das Tor gefehlt. «Ich habe ein Schweizer Team gesehen, das gut gespielt hat, aber im ersten Spiel vielleicht noch die letzte Überzeugung gefehlt hat. Mir hat das Spiel aber gefallen», so Lichtsteiner.


