Nach zwei tollen Spielen gegen Luzern und Servette
Fabio Grosso, ist Fayulu die neue Nummer eins?

Und plötzlich steht beim FC Sion Timothy Fayulu für den zuvor besten Walliser Kevin Fickentscher zwischen den Pfosten. Ist der Kongo-Schweizer die neue Nummer eins?
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Timothy Fayulu ist Sions Mann der Stunde.
Foto: freshfocus
Alain Kunz, Dario Dietsche

30 Minuten spielt Sion bei Servette in Unterzahl, steht unter Dauerbeschuss, muss unten durch. Dennoch bringt die Grosso-Truppe einen Punkt zurück ins Wallis und beendet damit ihre Pleite-Serie von vier Niederlagen in Folge. Bedanken müssen sich die Sittener allen voran bei ihrem Goalie, Timothy Fayulu (21).

Der Youngster hatte bereits gegen Luzern (1:2) überraschend den Vorzug gegenüber dem nicht verletzten Kevin Fickentscher (32) erhalten, überzeugte dabei mit zehn Paraden und darf sich deshalb in Genf erneut beweisen.

Diese Chance packt der 1.92-Meter-Mann, und wie! Der Schweizer mit kongolesischen Wurzeln macht zwei Hundertprozentige zunichte und dirigiert seine Vorderleute, wie wenn er schon hundert Jahre zwischen Super-League-Pfosten stünde. Letzte Saison musste er einmal, vorletzte zweimal für den verletzten oder rekonvaleszenten Fickentscher ran.

Fayulu wird in Genf geboren und wächst fussballerisch wie Johan Djourou bei Etoile Carouge auf. 2018 stösst er von Olympique Genève aus der 2. Liga zum FC Sion. Letztes Jahr entscheidet sich Fayulu nach nur einem Aufgebot für die helvetische U21-Nati gegen die Schweiz und für sein Ursprungsland Kongo. Prompt folgen drei Aufgebote für die Kongo-Nati. Zum Einsatz kommt er allerdings weder für die Schweiz noch für das schwarzafrikanische Land. Für die beiden letzten Spiele der Afrika-Cup-Qualifikation Mitte November wird er nicht mehr aufgeboten. Ändert sich das nun? Katapultiert er sich durch die zwei starken Auftritte vom Genfer Provinzkeeper zum Sittener Stammgoalie?

Grosso: «Fickentscher ist unsere Nummer eins»

«Nein», sagt Sion-Coach Fabio Grosso (43) bestimmt. Er sei zwar sehr zufrieden mit Fayulus zweiter «grossen Leistung», doch Fickentscher sei die klare Nummer eins. Das wisse auch Fayulu selbst. «Fickentscher war zuletzt etwas müde, gerade auch mental. Deshalb habe ich auch auf der Goalie-Position rotiert», so Grosso weiter.

Anders als bei den Feldspielern sei es im Tor jedoch wichtig, eine klare Ordnung zu haben. Deshalb stelle sich die Goalie-Frage derzeit nicht. Und dennoch: Macht Grosso bei seinen hundert Baustellen, die er schon hat, nicht unnötigerweise eine weitere auf? Präsident Christian Constantin, als Ex-Goalie mit der fragilen Psyche des Keepers durchaus vertraut: «Fabio sagte, Kevin habe etwas ausser Atem gewirkt, weshalb er ihn habe durchschnaufen lassen. Fakt ist: Tim lieferte zwei ausgezeichnete Spiele. Also kann ich dem Coach nichts vorwerfen.»

Sollte Grosso auch für das heutige Heimspiel gegen Vaduz an Fayulu festhalten, ist eines klar: Der Italiener hätte mittlerweile uneingeschränktes Vertrauen in den Genf-Kongolesen. Denn für Grosso gehts im Direktduell, einem Sechspunktespiel, um mehr als drei Punkte. Sollte Sion gewinnen, würden die Walliser in jedem Fall nicht auf dem letzten Platz überwintern und das Trauma vom kürzlichen 1:4 im Ländle überwinden. Verliert Sion aber, riskiert es die Rote Laterne. Und das die ganzen Feiertage über. Dann würde CC seinen Plan, Grosso nicht antasten zu wollen, garantiert in der Pause überdenken.

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