Hier zeigt Servette-Schalk den Stinkefinger
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Skandal im Romand-Derby:Hier zeigt Servette-Schalk den Stinkefinger

Nach Stinkefinger gegen Sion
Servette nimmt «Fall Schalk» nicht so ernst

Servette nimmt den Fall Alex Schalk nicht so ernst. Der Spieler entschuldigt sich. Denn er weiss: Er wird gesperrt werden. Wohl für zwei Spiele.
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Die Szene des Spiels ist eine Unschöne.
Foto: screenshot teleclub
Alain Kunz

Gut, wenn es einen Präzedenzfall gibt. Vor sieben Jahren jubelt der heutige Nationalspieler Josip Drmic ebenfalls mit ausgestrecktem Mittelfinger. Allerdings hielt er ihn nicht spezifisch in Richtung der Lausanne-Fans. Er zeigte damit irgendwo ins Nirgendwo.

Man musste davon ausgehen, dass die Geste FCZ-Trainer Rolf Fringer galt, mit dem Drmic das Heu nicht auf der gleichen Bühne hatte. Der Spieler versuchte mit diesen Voten aus der Nummer zu kommen: «Die Geste galt niemandem. Der zugegeben nicht allzu fotogene Torjubel entstand aus den Emotionen heraus.»

Dem Disziplinarrichter reichte das nicht, um Drmic nicht zu sperren Er verknurrte ihn wegen «grober Beleidigung von Zuschauern und Spielern» im Nachgang des Spiels zu zwei Sperren. Schiedsrichter Dani Wermelinger hatte die Geste damals nicht gesehen.

Dasselbe gilt im Fall des an die Adresse der Sion-Fans gerichteten Jubels von Servettes 1:0-Torschütze Alex Schalk. Weder Ref Lionel Tschudi noch der VAR hatten den ausgestreckten Mittelfinger gesehen. So schreitet nun der Disziplinarrichter auch in diesem Fall ein. Er wird Schalk wegen des Präzedenzfalles sperren müssen.

Entschuldigung auf Instagram

Der Spieler selber, dem Servette nach dem Spiel einen Maulkorb verpasst hat, entschuldigt sich auf Instagram: «Derbys sind spezielle Spiele, in der Aufregung konnte ich mich nicht kontrollieren». Er bereue sein Verhalten und entschuldige sich bei allen, die er damit habe beleidigen können. Die «unverzeihbare» Geste soll jedoch nicht über die gute Teamleistung in Sion hinwegtäuschen, so Schalk im Hinblick aufs nächste Heimspiel gegen YB am Sonntag. Das dann wohl ohne ihn steigen wird.

Intern wird Schalk mit Samthandschuhen angefasst. Präsident Didier Fischer zu BLICK: «Er wird gemäss unseres Mannschafts-Reglements verwarnt und zurechtgewiesen.» Damit ist klar: Es gibt keine Busse, wie sie damals der FCZ gegen Drmic verhängte. Erstaunlich...

Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
33
38
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
33
24
60
3
FC Lugano
FC Lugano
33
12
57
4
FC Basel
FC Basel
33
6
53
5
FC Sion
FC Sion
33
16
52
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
33
5
48
7
FC Luzern
FC Luzern
33
3
40
8
Servette FC
Servette FC
33
0
40
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
33
-10
39
10
FC Zürich
FC Zürich
33
-18
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
33
-25
27
12
FC Winterthur
FC Winterthur
33
-51
19
Meisterschaftsrunde
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