BLICK: Herr Nuzzolo, Schiri Stephan Klossner tritt zurück und ist tief getroffen, dass man ihm in der Spuck-Affäre um Sie nicht glaubt. Wie sehen Sie den Fall?
Raphael Nuzzolo: Menschlich tut es mir leid für ihn, die ganze Geschichte hätte nicht so enden müssen. Aber es gab nur eine Wahrheit: Ich habe nicht gespuckt. Auch die Schiedsrichter machen Fehler. Ich hoffe nun, ich kann noch vor seinem Rücktritt mit ihm sprechen.
Er ist sich sicher, dass Sie gespuckt haben. Wie kann das sein?
Ich habe keine Ahnung, warum er so sicher war. In seinem Rapport standen viele Sachen, die nicht korrekt waren. Ich glaube, das war der Hauptgrund für meinen Freispruch. Aber am Ende stand mein Wort gegen seines. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass in diesem Fall nicht das Prinzip galt, dass der Schiedsrichter Recht hat und der Spieler der Schuldige ist. Ich finde, die Rekurskommission hat viel Mut gezeigt. Vielleicht auch, weil meine Sicht der Dinge eher der Wahrheit entsprach.
Haben Sie je mit ihm geredet?
Nach der Partie war ich bei ihm in der Kabine und habe ihm im Namen meiner Kinder geschworen, dass ich nicht gespuckt habe. Ich werde auf alle Fälle den Kontakt mit ihm noch suchen.
Vielleicht pfeift er noch ein Spiel von Ihnen.
Damit hätte ich absolut kein Problem. Es wäre die Gelegenheit, um noch ein Bier zusammen zu trinken.
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