Nach Gerücht um Croci-Torti
Was Bologna wirklich plant auf dem Trainerposten

Bologna-Sportchef Giovanni Sartori schaut sich wieder einmal auf dem Schweizer Markt um. Wie Blick weiss, gefallen ihm derzeit zwei Personalien aus dem Tessin besonders.
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Mattia Croci-Torti hat gut lachen.
Foto: Daniela Frutiger/Freshfocus
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Ein Artikel der italienischen «Tuttosport» hat in dieser Woche hierzulande für viel Gesprächsstoff gesorgt. Darin hiess es, Bologna-Sportchef Giovanni Sartori (67) sei in den letzten Wochen im Cornaredo vorstellig geworden und habe sich nach Lugano-Trainer Mattia Croci-Torti (42) erkundigt.

Wie Blick weiss, schätzt man in Bologna Croci-Tortis Arbeit im Tessin tatsächlich sehr. Doch mehr auch nicht. Das oberste Ziel der Rossoblù lautet, ihren aktuellen Trainer Thiago Motta (41), der einen auslaufenden Vertrag hat, zu halten. Unter dem Italo-Brasilianer haben sich die «Felsinei» in diesem Jahr sensationell für die nächste Champions League qualifiziert.

Entsprechend hat Motta das Interesse von mehreren Topklubs geweckt. So etwa jenes von Juventus. Nach dem Gewinn der Coppa Italia scheint es sicher, dass Massimiliano Allegri (56) nicht weiter macht. Deshalb will sich der italienische Rekordmeister möglichst schnell die Dienste von Motta sichern. Ihm soll bereits ein Zweijahresvertrag vorliegen.

Nicht Croci-Torti interessiert, sondern ...

Sollte Motta für Juventus unterschreiben, müsste Bologna widerwillig auf Trainersuche. Ob dann Croci-Torti zum Top-Kandidaten wird? Wohl kaum. Der Klub denkt an andere Profile. Der Telefondraht zwischen Bologna und Lugano könnte in diesem Sommer trotzdem heiss werden – aber wegen eines Spielers.

Blick-Informationen decken sich mit jenen von Transferexperte Nicolò Schira: Sportchef Sartori hat in den letzten Wochen die Entwicklung von Albian Hajdari (20) intensiv verfolgt. Der Verteidiger aus Binnigen BL, der schon einmal bei Juventus unter Vertrag war, ist also der wahre Grund für seinen Besuch im Tessin.

Dass sich der Sportchef ohne Whatsapp, wie Sartori gerne beschrieben wird, gerne in der Schweiz nach Talenten umsieht, ist nichts Neues. Aus der Super League hat er schon zahlreiche Spieler zu seinen Klubs gelotst. Einen Trainer allerdings noch nie.

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