Nach Eklat und Fristlos-Abgang
Sion muss Millionen-Zahlung an Yakin abdrücken

Das Engagement von Murat Yakin beim FC Sion endete für den Trainer 2019 im Streit mit Klub-Boss Christian Constantin. Im Zwist ist es nun zu einem Gerichtsurteil gekommen, das den FC Sion zur Kasse bittet.
Kommentieren
1/4
Murat Yakin, Christian Constantin und Barthélémy Constantin (v.l.n.r.): Die Trennung zwischen dem Trainer und den Verantwortlichen endete hässlich.
Foto: Manuel Geisser

Bis im Sommer 2019 war Murat Yakin Trainer beim FC Sion. Das Engagement des heutigen Nati-Coachs endete im Wallis äusserst unschön.

Die Trennung zwischen dem Klub und Yakin beschäftigte anschliessend auch die Justiz. Nun folgt im Entlassungs-Streit das Urteil: Der FC Sion muss seinem ehemaligen Trainer eine grosse Summe nachzahlen.

«Murat ist wie ein kleines Kind»

Zum Eklat kommt es Anfang Mai 2019. Der FC Sion ist nach einem guten Start unter Murat Yakin immer mehr in die Krise geraten. Von Klub-Boss Christian Constantin bekommt Yakin lange Rückendeckung. Dann aber kehrt der Wind – und es werden immer mehr hässliche Details bekannt.

Yakin wird von Constantin zuerst öffentlich angezählt, dann immer mehr demontiert. CC wirft dem Trainer fehlende Arbeitsmoral, Faulheit und unprofessionelles Verhalten vor. Der Sion-Boss stellt Yakin gar als Lügner hin. «Murat ist wie ein kleines Kind, das mit verschmiertem Mund bestreitet, Nutella gegessen zu haben.», sagte Constantin damals.

Der Zwist zwischen den beiden soll bei einem Team-Meeting gar zu Handgreiflichkeiten geführt haben. Am Ende wird es Yakin zu bunt. Er kündigt den Arbeitsvertrag fristlos.

Geht Sion in Berufung?

Seither war der Streit zwischen Constantin und Yakin eine Angelegenheit für die Justiz. Nun hat das Bezirksgericht Martigny entschieden: Dass Yakin bei Sion hingeschmissen hat, war aufgrund der nicht mehr tragbaren Umstände gerechtfertigt. Wie «Le Nouvelliste» schreibt, muss der Klub Murat Yakin jetzt über 1,1 Millionen Franken nachzahlen.

Ob Constantin und der FC Sion gegen dieses Urteil in Berufung gehen wird, ist noch offen. (cat)

«Nervös bin ich ehrlich gesagt nicht»
6:33
Meister in Abstiegsgefahr:«Nervös bin ich ehrlich gesagt nicht»
Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
25
29
58
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
26
19
47
3
FC Lugano
FC Lugano
26
12
46
4
FC Sion
FC Sion
26
9
40
5
FC Basel
FC Basel
26
5
40
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
26
0
36
7
FC Luzern
FC Luzern
26
3
33
8
FC Zürich
FC Zürich
26
-11
31
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
26
-3
30
10
Servette FC
Servette FC
26
-7
28
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
26
-13
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
25
-43
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen