Milan-Transfer durch
Entdecker Frick lobt Jashari: «Von einem anderen Planeten»

Der Wechsel von Ardon Jashari zur AC Milan ist durch. Sein Ex-Trainer Mario Frick lobt den 22-Jährigen überschwänglich und betont dessen Reife und Führungsqualitäten trotz seines jungen Alters.
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Mario Frick gilt als Entdecker von Ardon Jashari.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Die Transfersaga um Ardon Jashari (22) hat ein Ende gefunden. Der Ex-Luzerner wechselt zu Milan. Damit klettert er die Karriereleiter nach einem sensationellen Jahr in Belgien bei Brügge weiter hoch. Besonders Freude daran hat sein Entdecker Mario Frick (50), der ihm bereits mehrmals eine grosse Karriere voraussagte.

Nun hat die «Gazzetta dello Sport» vom früheren Serie-A-Stürmer und dem Luzern-Trainer wissen wollen, wie stark Jashari denn wirklich sei. Frick hält sich nicht zurück und haut einen raus: «Er ist von einem anderen Planeten.» Er spiele schon wie ein Dreissigjähriger und sei ein geborener Leader. «Mit 20 war Ardon bei uns schon der Chef der Kabine», betont er.

Eine Schwachstelle kennt Frick

So wie es sich für einen Chef gehört, nimmt Jashari manchmal in Kauf, dass er nicht allen gefällt. So war es jetzt im Transferpoker mit Brügge und so war es auch vor zwei Jahren, als er einen Wechsel zum FC Basel erzwingen wollte. «Wir haben ihm damals die Captainbinde abgenommen. Er hat es gut aufgenommen, weil er wusste, dass er einen Fehler begangen hatte. Sechs Monate später haben wir ihm die Binde wieder gegeben», erinnert sich Frick.

Inzwischen ist die Sache Schnee von gestern. Jasharis Zukunft heisst Milan – jener Klub, der ihn schon als Kind begeisterte. Doch wie kann er den Rossoneri auf dem Platz helfen? «Wann immer er kann, spielt er vertikal. Ich bin sicher, dass er in Italien dasselbe tun wird», erklärt Frick. Eine Schwachstelle kennt der Liechtensteiner aber: «Ardon schiesst wenige Tore. Dafür ist er schnell und physisch stark.»

Zum Schluss des Gesprächs mit der italienischen Zeitung kommt Frick noch einmal auf seinen persönlichen Sommerflirt mit Serie-A-Aufsteiger Pisa zu sprechen. «Ich hatte mit den Verantwortlichen vier Gespräche. Aber es kam zu keiner Einigung», erzählt er. Enttäuscht darüber ist der Trainer nicht mehr. Schliesslich weiss er, was er in Luzern hat. «Ich fühle mich hier sehr wohl. Wir haben ein tolles Projekt mit vielen Eigengewächsen. Die Stadt ist wunderschön und der Anhang ist heissblütig.»

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