Sions «Super-Sub» Lukembila über seine Joker-Rolle
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Nach 3:0 gegen Luzern:Sions «Super-Sub» Lukembila über seine Joker-Rolle

Matchwinner Josias Lukembila ist ein happy Super-Sub
Sions neue Breite im Kader – mit nur einem Zuzug!

Der FC Sion hat eine zusätzliche Waffe im Kampf um nationale Titel und die europäische Ligaphase: Kaderbreite. Und das mit bisher nur einem eingesetzten Neuzugang. Wie machen die Walliser das bloss?
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Die beiden Joker, die gegen den FC Luzern getroffen haben: Théo Berdayes (l.) und Josias Lukembila (daneben).
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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  • FC Sion gewinnt 3:0 gegen Luzern, auch dank früher roter Karte für Owusu
  • Trainer Tholot setzt neu auf Kaderbreite: 18 Spieler kamen bisher zum Einsatz
  • Exemplarisch ist das Beispiel von Super-Sub Josias Lukembila, der den Sack zumacht
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Alain KunzReporter Fussball

Wie gefährlich wird dieser FC Sion diese Saison noch, wo er sogar dann gewinnt, wenn er mit einer gewissen Fahrlässigkeit agiert? Wie beim 3:0 gegen Luzern: Nach der ultrafrühen roten Karte gegen Luzern-Akteur Owusu war eigentlich klar, dass der Sieg von ganz allein kommen würde.

Klar, das erste Saisonspiel in Bern ging verloren. 2:4 gegen YB. Doch zwischenzeitlich hatte Sion ausgeglichen, hätte gar in Führung gehen können. Es war alles offen. Am Ende aber legt YB noch einen Zacken zu. Doch gegen wen man da verlor, hat erst das zweite YB-Spiel aufgezeigt, als der Hauptstadt-Klub Meister Thun mit 6:0 in Einzelteile zerlegte.

Tholot hat nach vier Spielen schon 18 Spieler eingesetzt

Gegen Luzern nun gibts dieses ungefährdete 3:0. Doch den Sack zumachen mussten die eingewechselten drei, die nach gut einer Stunde kamen: Josias Lukembila, Franck Surdez und Théo Berdayes. Drei Joker, die alle stachen. Insgesamt sind diese Saison bereits 18 Spieler zum Einsatz gekommen. Und das beim grundsätzlich zurückhaltend wechselnden Coach Didier Tholot, der vergangene Saison gefühlt mit den immergleichen 14, 15 Spielern durchkam.

Vergangene Saison hatte Tholot auch schon seinen Super-Sub, und der hiess Winsley Boteli, der nach dem ultrateuren Kauf – Boteli kostete Sion 3,5 Millionen Franken – inzwischen zu einem Startelf-Habitué aufgestiegen ist. Wenn er gemeinsam mit Rilind Nivokazi spielt, agiert Sion in einem 4–4–2. Auch das eine Neuheit, die aufzeigt, dass das Team an Flexibilität gewonnen hat.

Nur Fodé Sylla ist ein eingesetzter Neuzugang

Vor allem aber hat man in Sion an der Breite des Kaders gearbeitet. Und das ohne viele Neuzugänge. Von den diese Saison eingesetzten 18 Mann waren 17 bereits vergangenes Jahr da. Nur Fodé Sylla, der aus Lens kam, ist neu im Wallis. Und dass Tholot alle bedenkenlos bringt, zeigt einerseits auf, dass einige einen Sprung nach vorn gemacht haben. Und der Coach andererseits auch wegen des internationalen Geschäfts darauf bedacht ist, alle bei Laune zu halten.

Weil das neue Topduo in der Startelf nun Nivokazi/Boteli heisst, ist der Primärjob von Lukembila mittlerweile der eines Jokers. Reinkommen, den Sack zumachen. Wie gegen Luzern mit einem Super-Assist und einem blitzsauberen Tor. «Ich denke, ich war da eine Art Super-Sub, wie man so sagt», erläutert der Schweiz-Kongolese lächelnd. «Es ist auch der Job von uns Reservisten, den Job zu beenden, wenn nicht nur diejenigen, die begonnen haben, müde sind, sondern auch die Gegner. Gerade bei dieser gewaltigen Hitze. Das ist uns gelungen, und das macht Spass. Man hat gesehen, dass wir mittlerweile ein Team haben, in dem alle den Unterschied machen können. Ob Fixstarter oder Ersatzspieler.»

Tholot: Es gibt jene, die das Spiel beginnen, und jene, die es beenden

Wie nimmt er selbst diese Rolle hin? Vergangene Saison stand er inklusive Cup doch 18-mal in der Startelf. Heuer in vier Spielen erst einmal. «Es ist halt schon so, wie der Coach sagt: Es spielen jene, die das Spiel beginnen, und jene, die es beenden. Brauchen tut man alle. Das wird diese Saison noch mehr Gültigkeit haben.» Klar wolle er von Beginn weg spielen. «Aber ich sehe das nicht negativ, wir werden ganz viele Spiele haben diese Saison. Da braucht es viele Spieler.»

Hoffen wir, dass Sion viele Spiele haben wird, denn das würde bedeuten, dass man sich für die Ligaphase der Conference League qualifiziert. Und dazu muss nur schon das unangenehme armenische Hindernis FC Noah aus Jerewan aus dem Weg geräumt werden, vor dem viele warnen, es sei eine hohe Hürde. Und dann folgen die Playoffs mit der Unberechenbarkeit der Auslosung, wo man bei entsprechendem Pech auf einen Grossen Europas wie Atalanta Bergamo, Ajax Amsterdam, Gent oder Monaco treffen kann. Mit der neuen Breite im Kader darf man den Spielen gegen den FC Noah durchaus zuversichtlich entgegensehen.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
2
8
6
2
FC Lugano
FC Lugano
2
4
6
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
2
2
6
4
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
2
1
4
5
FC Sion
FC Sion
2
1
3
6
FC Zürich
FC Zürich
2
0
3
7
FC Basel
FC Basel
2
0
3
8
FC Thun
FC Thun
2
-4
3
9
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
2
-3
1
10
FC Vaduz
FC Vaduz
2
-2
0
11
Servette FC
Servette FC
2
-2
0
12
FC Luzern
FC Luzern
2
-5
0
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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