Luzerns Neuzugang Patrick Farkas (28)
Schlaganfall vor der Champions League

Es passierte zwei Tage vor seinem ersten Startelf-Einsatz in der Champions League. Patrick Farkas (28) erleidet einen Schlaganfall. Bis heute nimmt er Blutverdünner und nach der Karriere folgt die OP.
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Der Österreicher Patrick Farkas spielt neu beim FC Luzern.
Foto: FCL
Eynat Bollag

Er darf sich vierfacher Meister und dreifacher Cupsieger nennen. Patrick Farkas, aufgewachsen in Oberdorf im Burgenland (Ö), durfte mit seinem Ex-Klub Salzburg viele Erfolge feiern. Doch ganz so rosig bleiben Farkas seine vier Jahre bei Österreichs Nummer eins nicht in Erinnerung. Mit dem Kreuzbandriss Mitte Mai 2018, und vor allem dem Schlaganfall Ende Oktober 2019, hatte Farkas schwere Rückschläge zu bewältigen.

«Es hätte viel schlimmer ausgehen können»

Zwei Tage vor der Partie gegen Napoli, seinem ersten Startelf-Einsatz in der Champions League, passiert es. Farkas kippt im Kraftraum plötzlich um. Ein Schlaganfall. Noch im Krankenhaus denkt der Aussenverteidiger, alles sei halb so wild. «Das erste, was ich gefragt habe war, ob ich für den Mittwoch noch immer gesetzt bin», erzählt Farkas, als er seinen Trainer im Spitalzimmer erblickt. «Ich dachte, ich kann sofort weiterspielen, doch der Arzt hat mir sogleich die Augen geöffnet und gesagt, dass es auch anders, viel schlimmer hätte ausgehen können.» Bei Farkas wird ein kleines Loch in der Herzrückwand entdeckt. Etwas, das jeder fünfte Mensch hat und im Normalfall nie davon erfährt.

Dass es ihn treffen musste, sei ein grosser Schock gewesen, gesteht Farkas. Immer sei er einer der fittesten Spieler in Salzburg gewesen. Doch die Geschichte hat ihn stärker gemacht, «in meiner Persönlichkeit und auch als Mensch.» Was bleibt, sind die Blutverdünner, die er täglich nehmen muss. Nach der Karriere soll das Loch operativ verschlossen werden.

Grüsse an Schwegler

Bis dahin steht aber sicherlich noch einiges auf dem Programm. Aktuell ist es der FCL, Farkas’ erst zweiter Transfer und erste Auslandsstation. Wie bereits in Salzburg, beerbt der Ex-Mattersburger den eben erst zurückgetretenen Christian Schwegler (37, bis 2017 bei Salzburg d. Red.) rechts aussen. Und beide Male verpassen sie sich. «Ich hoffe, dass ich ihm hier irgendwann über den Weg laufe, denn ich habe ein Versprechen einzulösen», sagt Farkas und schmunzelt. Schöne Grüsse von Schwegis ehemaligen Salzburg-Gspänli ausrichten. Der Tag wird kommen, schliesslich hat das FCL-Urgestein nach dem Cupsieg auf die neue Saison hin ein Trainingsbesuch angekündigt. Allerdings nur bei schönem Wetter...

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