Luzern-Torhüter Marius Müller und sein Erfolgsgeheimnis
Mit diesen Socken will FCL-Müller nach Europa

Marius Müller (27) ist momentan der beste Torhüter der Super League. Und eine richtig coole Socke. Im wahrsten Sinne des Wortes.
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Das sind sie, die Glückssocken von Marius Müller.
Foto: Zvg
Felix Bingesser

Als Marius Müller vor dem Cupspiel in Lugano verzweifelt nach seinen Socken sucht, da springt Teamkollege Pascal Schürpf in die Bresche. Müller spielt mit Stulpen von Schürpf, die Aufschrift «PS 11» hat nichts mit seinen Pferdestärken zu tun. Sondern mit den Initialen seines Mitspielers.

Müller hält in Lugano in der 122. Minute den Penalty von Mijat Maric. Luzern qualifiziert sich für den Cup-Halbfinal. Und Müller hat seinen Glücksbringer gefunden. «Solange es läuft, spiele ich in diesen Socken», sagt er.

Und Müller und der FCL starten ihren imponierenden Steigerungslauf. Es folgt ein 0:0 in St. Gallen und dann rumpelt es nur noch: 1:0 gegen Lausanne, 3:1 gegen den FCZ, 2:1 in Vaduz und 3:0 gegen Servette. Dazwischen der Triumph im Cup-Halbfinal in Aarau.

«Ich werde sie bis auf Weiteres nicht wechseln»

Es ist ein Monat wie im Traum. Statt mit Abstiegssorgen beschäftigt man sich in Luzern jetzt mit einem goldenen Frühling. Am 25. Mai winkt im Cupfinal der erste Titel seit 29 Jahren. Und in der Meisterschaft greift man nach einem Europacup-Platz.

Entscheidend dabei ist auch die defensive Stabilität. In den letzten fünf Spielen gibt es durchschnittlich nicht mehr 1,75 Gegentore wie zuvor. Der Schnitt ist auf 0,4 Gegentore gesunken. Die Socken haben keine Löcher mehr.

Und Müller, der in dieser Verfassung der wohl beste Torhüter der Super League ist, hütet seine Erfolgssocken wie seinen Augapfel. «Diese Socken haben mir nur Glück gebracht. Ich werde sie bis auf Weiteres nicht wechseln und hoffe, dass es im gleichen Stil weitergeht.»

Bleibt nur die Frage, ob sie hin und wieder auch gewaschen werden. Ja, werden sie.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
28
33
65
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
28
20
51
3
FC Lugano
FC Lugano
28
12
49
4
FC Basel
FC Basel
28
7
46
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
28
4
42
6
FC Sion
FC Sion
28
8
41
7
FC Luzern
FC Luzern
28
1
33
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
28
-3
33
9
FC Zürich
FC Zürich
28
-15
31
10
Servette FC
Servette FC
28
-7
30
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
28
-13
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
28
-47
15
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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